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Samstag, 11. Juli 2020
tipnews
Landesweite Sommer-Gänsezählungen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen (11./12. Juli)

Auch 2020 wird wieder eine Sommer-Gänsezählung stattfinden, in NRW bereits zum 10. Mal, in Niedersachsen zum 3. Mal. Ziel ist es, landesweite Angaben zu Bestandsgrößen und zur Verbreitung der Gänse im Sommer zu bekommen sowie in möglichst vielen Gebieten Informationen zum Bruterfolg zu ermitteln. In Niedersachsen wird die Erfassung von der Staatlichen Vogelschutzwarte und der Niedersächsischen Ornithologischen Vereinigung (NOV) koordiniert, in NRW von der Nordrhein-Westfälischen Ornithologen-Gesellschaft (NWO). Wie in den Vorjahren werden bei der Sommer-Gänsezahlung auch alle anwesenden Schwäne erfasst. Es ist also eine richtige "Gänse- und Schwanenzählung" geworden!

Termine

Die Zählung in NRW findet seit jeher am Wochenende vor dem Jagdbeginn auf einige Gänsearten in NRW statt und in Niedersachsen orientieren sich der Zähltermine an der Tide im Wattenmeer. In diesem Jahr ist dies in beiden Bundesländer das Wochenende 11./12. Juli 2020.

Erfassungsmethode

Bei der Sommer-Gänsezählung wird das Standard-Artenspektrum der "Gänse- und Schwanenzählung" erfasst, d.h. alle Gänse und Halbgänse (Nilgans, Rostgans, Brandgans) sowie Schwäne. Die Zählungen sollten zwischen 9 und 18 Uhr durchgeführt werden, da sich zumindest Gänse um diese Tageszeit überwiegend an Gewässern konzentrieren und sich leichter zählen lassen. Schwäne werden einfach während der Gänsezählung miterfasst. Wer am Wochenende keine Zeit hat: Zählungen von Freitag bis Montag werden in die Auswertungen einbezogen. Bitte melden Sie unbedingt auch NULLZÄHLUNGEN (Hinweise s.u.)! 

Wichtig bei der Unterscheidung der Altersklassen: Alt- und Jungvögel (eventuell Pulli) sollen individuell ausgezählt werden, s. unten. Für weitere Einzelheiten und Hilfe bei der Bestimmung der Altersklassen ist ein Leitfaden verfügbar auf den Projektseiten der NOV und NWO.

Übermittlung der Daten

  • Teilnehmer an der WVZ/WWZ bzw. Gänsezählungen benutzen bitte ‒ sofern für Ihr Zählgebiet verfügbar ‒ die Module „Wasservogelzählung“ oder „Rastende Gänse und Schwäne (Feldzählung)“  in ornitho.de zur Eingabe. Beachten Sie allerdings, dass bei einer WVZ dann auch tatsächlich alle Wasservogelarten erfasst werden sollen!  
  • Außerhalb der Zählgebietskulisse (oder wenn ihr Zählgebiet noch nicht in ornitho.de enthalten ist) melden Sie Ihre Zählergebnisse bitte „ganz normal“ als Einzelbeobachtungen über ornitho.de (also in NRW ähnlich wie in den letzten Jahren). Bei Nullzählungen tragen Sie einfach Graugans mit Bestand = 0 ein.
    Wichtig: In der Eingabemaske in ornitho.de unter "Weitere Informationen" bitte als Erfassungsprojekt "SoGaNRW/NI-20" auswählen. In NaturaList können sie das Erfassungsprojekt über die Schaltfläche "Erf.projekt" auswählen. Mit dem Erfassungsprojekt lassen sich die Daten bei der Auswertung einfacher zuordnen. Informationen zum Habitat können Sie nachträglich am PC eingeben.
  • Bei der Zählung sollen so gut es geht die Altersklassen getrennt erfasst werden, also adulte Tiere, flügge Jungvögel (1. Kalenderjahr) und nicht-flügge Jungvögel (Pullus), bei Höckerschwänen auch immatur. Es ist kein Problem, wenn das nur bei einem Teil des Trupps klappt! Wichtig ist, dass alle Altersklassen eingetragen werden, die Sie festgestellt haben.
    Beispiel: Unter 100 Graugänsen haben Sie 20 flügge Jungvögel und 40 Altvögel differenziert. Sie geben dann als Gesamtzahl 100 und unter den Detailangaben 40x adult und 20x 1. KJ / diesjährig an.
  • Weitere Einzelheiten sind als Infoblatt auf ornitho.de verfügbar. Weitere hilfreiche Informationen zur Verwendung der App finden Sie unter http://www.ornitho.de/index.php?m_id=20033.

Natürlich ist auch der Meldeweg über einen Zählbogen möglich (s. dazu die oben erwähnten Projektseiten).

Mitmachen?

Wer Interesse an einer Mitarbeit hat und in den letzten Jahren noch nicht an der Zählung teilgenommen hat, möge sich in NRW bitte vorab bei Kees Koffijberg von der NWO (kees.koffijberg@t-online.de) melden, so dass Doppelerfassungen möglichst vermieden werden. Für Niedersachsen ist der Ansprechpartner Dr. Markus Nipkow von der Staatlichen Vogelschutzwarte (markus.nipkow@nlwkn-h.niedersachsen.de).

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Kees Koffijberg, Markus Nipkow und das Team von ornitho.de

 

Foto: Hans Glader

aufgegeben von Nikolas Prior
 
Dienstag, 7. Juli 2020
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf das Frühjahr 2020

In der Juli-Ausgabe von DER FALKE blicken wir auf das vogelkundliche Geschehen im Frühjahr 2020 zurück. Das Coronavirus hat weltweit weitreichende Veränderungen hervorgerufen. Die Vogelbeobachtung war und ist allerdings weitgehend uneingeschränkt möglich und für die Monate März bis Mai wurde bei ornitho.de sogar ein besonderer Anstieg der Meldeaktivität registriert.

Anders als in den letzten Jahren widmen wir uns der Ankunft der Zugvögel diesmal kartographisch. Wir nutzen Isolinien als Darstellungsverfahren und machen den Fortschritt einiger Arten in Richtung ihrer Brutgebiete Tag für Tag sichtbar. Im Vergleich mit dem Vorjahr lassen sich interessante Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede feststellen. Die neue Form der Darstellung wird in Zukunft sicher noch spannende Analysen ermöglichen, insbesondere in Kombination mit Wetterdaten.

Einen speziellen Blick widmen wir darüber hinaus dem Frühjahrsdurchzug der Zwergmöwe. Dieser verläuft hierzulande sehr konzentriert innerhalb weniger Tage ab. Der Großteil der Vögel nutzt dabei einen Korridor von der südlichen Nordsee über die Seen im Osten Schleswig-Holsteins bis nach Mecklenburg-Vorpommern. Aber einige Tausend Zwergmöwen rasten auch regelmäßig tief im Binnenland. Wir schauen uns den Binnenland-Durchzug 2020 genauer an.

Spektakulär verlief das Frühjahr 2020 hinsichtlich der entdeckten Seltenheiten. Nicht nur besonders viele eigentlich sehr selten in Deutschland zu beobachtende Arten wurden festgestellt, sondern gleich mehrere Arten wurden auch in ungewöhnlich großer Zahl gemeldet. Dies gilt vor allem für Rallenreiher und Zitronenstelzen, die jeweils an zahlreichen Stellen entdeckt wurden. Erstmals für Deutschland wurde ein Mongolenregenpfeifer festgestellt. Habichtsadler, Kleiner Gelbschenkel und viele weitere Raritäten lieferten ausreichend „Gesprächsstoff“ für unseren Überblick.

Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Frühjahr 2020 – Ankunft der Zugvögel auf neuen Wegen, Zwergmöwen im Eiltempo und bemerkenswerte Seltenheiten“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren bisher erschienenen Beiträge mit direktem ornitho-Bezug finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.

Das komplette Falke-Heft 07/2020 mit vielen weiteren Beiträgen u.a. über Fake-News über angebliche Geier-Attacken, Turteltauben in Ägypten, Bestandsrückgänge bei Stuttgarter Mehlschwalben, Mauersegler, das Birdrace 2020, Zistensänger und Mittelmeermöwen als Vogeljäger können Sie über die Internetseite von Der Falke beziehen. Der Falke finden Sie auch im gutsortierten Zeitschriften-Handel.

Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team von ornitho.de und ornitho.lu!

aufgegeben von Christopher König
 
Mittwoch, 1. Juli 2020
tipnews
Erfassung des Alpensegler-Brutbestandes 2020 – Machen Sie mit!

Mitte der 1950er-Jahre siedelte sich der große weißbäuchige Segler spontan in Freiburg im Breisgau an und gründete die seinerzeit weltweit nördlichste Kolonie. Lange blieb die "Schwarzwaldhauptstadt" der einzige Brutort in Deutschland; erst ab Ende der 1980er kam es zu weiteren Ansiedlungen. Inzwischen ist Karlsruhe erreicht und damit der nördlichste Brutplatz. Einzelne Beobachtungen weiter nördlich lassen vermuten, dass entlang des Oberrheins demnächst weitere Ansiedlungen erfolgen könnten. Auch in Bayern haben sie in 2019 einen Sprung nach Norden gemacht: Nach Lindau und Sonthofen ist Memmingen der dritte Brutplatz im weiß-blauen Bundesland.

Für die Saison 2020 bitten wir erneut alle Melderinnen und Melder um Hilfe bei der Erfassung. Dabei kommt es besonders darauf an, wo genau die "Weißbäuche" zuhause sind, also exakte Verortung auf der Karte. Bitte benennen Sie die besiedelten Gebäude: Kirche, Schule, Krankenhaus, Behördensitz usw., bei Wohngebäuden Straße und Hausnummer. Bitte geben Sie einen passenden Brutzeitcode ein und nutzen Sie bei der Eingabe das Koloniebrüter-Tool!

Die meisten Alpenseglernester sind nicht einsehbar, ob erfolgreich gebrütet wurde, lässt sich jedoch akustisch oft festzustellen. Während der achtwöchigen Nestlingszeit betteln die Jungen bei jeder Landung eines Altvogels; anfangs ein leises Zischen, bei Heranwachsen wird daraus ein lautes Fauchen, das selbst bei Straßenlärm und aus einer Distanz von 20 Metern gut hörbar ist. Mit etwas Übung erkennt man rasch, ob ein- oder mehrstimmig gebettelt wird. Der Juli ist entscheidend, aber auch im August und eventuell sogar noch im September können erfolgreiche Bruten kartiert werden.

Abgesehen von den genannten Orten haben sich in Baden-Württemberg mittlerweile etliche Kolonien etabliert: Waldshut, Lörrach, Tuttlingen, Sigmaringen, Gundelfingen, Emmendingen, Ettenheim, Lahr, Offenburg, Achern, Bühl, Bad Säckingen und Stuttgart. Eine gezielte Nachsuche könnte sich auch in anderen Orten lohnen.
 In diesem Jahr wurden bereits in Gernsbach im Murgtal/Kreis Rastatt erstmalig Alpenseglerbruten nachgewiesen.

Wir freuen uns auf Ihre Meldungen und danken Ihnen für Ihre Unterstützung!

Jan Daniels-Trautner und Matthias Schmidt

 

Foto: Wolfgang Faulhammer

aufgegeben von Christopher König
 
Dienstag, 23. Juni 2020
tipnews
„Vögel in Deutschland – Erfassung von Brutvögeln“ erschienen

Die neue Ausgabe von „Vögel in Deutschland“ widmet sich der Erfassung der Brutvögel. Den Einstieg bildet die Meldung von Gelegenheitsbeobachtungen während der Brutzeit auf ornitho.de und wie Sie z.B. durch die bewusste Vergabe von Brutzeitcodes oder das Notieren aller festgestellten Arten auf Beobachtungslisten dazu beitragen können, unsere Kenntnisse über die Brutverbreitung von Arten, aber auch zu brutbiologischen Fragestellungen zu erweitern. Für die derzeit laufenden Programme des Brutvogelmonitorings wird beschrieben, welche Voraussetzungen für die Mitwirkung erfüllt sein müssen.

Für den Einstieg in das Monitoring seltener Brutvögel (MsB) kann dies zum Beispiel bereits die sichere Bestimmung einer einzelnen Art wie der Uferschwalbe sein, für die die Kartierphase übrigens erst am 11. Juli beginnt. Das Monitoring häufiger Brutvögel (MhB) erfordert dagegen die sichere Bestimmung aller vorkommenden Arten, optisch und akustisch. In diesem Jahr war es erstmals möglich, das MhB digital mithilfe der „Kartier-Erweiterung“ von NaturaList durchzuführen. Auch die neu konzipierten Teilprogramme im MsB können per App durchgeführt werden. Auf diesen bedeutenden Schritt im bundesweiten Brutvogelmonitoring gehen wir ebenfalls ein. Auch die Arbeit der Avifaunistischen Kommissionen wird beleuchtet, die sich um die sehr selten auftretenden Arten wie die Zwergohreule kümmern. Wir hoffen, dass uns mit der Broschüre ein vor allem zur Beteiligung anregender, kompakter Überblick über die derzeit unter dem Dach des DDA laufenden Aktivitäten für die Brutvögel gelungen ist.

„Vögel in Deutschland: Erfassung der Brutvögel“ steht als PDF-Datei zum Download bereit unter dda-web.de/vid

Alle Mitarbeitenden am Vogelmonitoring (Brut- und Rastvögel) erhalten das 60-seitige Heft über die Koordinationsstellen in den Bundesländern oder die landesweiten Fachverbände in gedruckter Form.

Wer die Publikation darüber hinaus in Heftform sein eigen nennen möchte, kann sie zum Preis von 9,80 Euro zzgl. Versandkosten über den DDA-Schriftenversand beziehen: 0251 / 21 01 40 0 oder schriftenversand@dda-web.de

Das neue Heft ist damit das Pendant zu „Vögel in Deutschland – Erfassung rastender Wasservögel“. Dieses ist als PDF und auch weiterhin in gedruckter Form erhältlich.
 

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Donnerstag, 4. Juni 2020
avinews
Aufgepasst: Erneuter Einflug von Rosenstaren!

Ab Mitte Mai 2018 kam es in Europa zu einem auffälligen Einflug von Rosenstaren. Deutschland wurde damals aber leider nur gestreift. Nun machen seit einigen Tagen erneute Meldungen über westwärts gerichtete Vorstöße dieser nomadisch lebenden Steppenvögel Südosteuropas und Mittelasiens die Runde. Bis zu 50 Vögel wurden an einzelnen Stellen in Österreich und Norditalien registriert, insgesamt sind wohl Tausende auf dem Weg in Richtung Westen.

Hierzulande wurde der erste Rosenstar des Jahres am 27. Mai an einem Starenschlafplatz bei Freiburg im Breisgau entdeckt, seitdem folgten täglich weitere Beobachtungen vorrangig in Süddeutschland. Der größte bislang festgestellte Trupp mit 15 Individuen wurde am 2. Juni in den Chiemgauer Alpen bei Ruhpolding gemeldet. Bislang konzentieren sich die Beobachtungen auf Bayern und Baden-Württemberg. Dass auch weiter nördlich auf Rosenstare geachtet werden sollte, zeigen aber weitere Beobachtungen in Hessen sowie auf Helgoland und Amrum. Auch in den benachbarten Niederlanden, Belgien und Dänemark ist der Einflug bereits bemerkt worden, ebenso in Frankreich und Großbritannien. Die stärksten Konzentrationen zeigen sich im Bereich südich der Alpen.

Auf Karten der internationalen ornitho-Portale lässt sich der Fortschritt des Einflugs stets aktuell nachvollziehen:

Es ist davon auszugehen, dass sich derzeit weitere Rosenstare noch unentdeckt in Deutschland aufhalten und weitere folgen werden. Da es sich bei den am Einflug beteiligten Vögeln um vorjährige und ältere Vögel handelt, sind die rosa-schwarz gefärbten Vögel recht auffällig. Starenschwärme sollte man in diesen Tagen also genauer unter die Lupe nehmen. Die Chancen auf die Entdeckung eines Rosenstares stehen gut! Vor allem beim Einflug an bekannten Schlafplätzen (natürlich ohne die Vögel zu stören) können hell herausleuchtende Rosenstare gut entdeckt werden. Und auch in Obst- und Weinbaugebieten könnten sich Rosenstare einfinden. Gern werden Kirschen, Maulbeerbäume und Kulturen reifender kleinbeeriger Trauben geplündert.

Wenn Sie einen Rosenstar entdeckt haben, fertigen Sie möglichst Belegfotos an und melden Sie die Beobachtung zeitnah bei ornitho.de, um einen laufenden Überblick über die Entwicklung des Einflugs zu ermöglichen. Bitte denken Sie im Nachgang außerdem an eine Dokumentation Ihrer seltenen Entdeckung bei der Deutschen Avifaunistischen Kommission.

Wir hoffen, dass der Rosenstar-Einflug sich in Deutschland diesmal etwas stärker und länger bemerkbar macht als 2018 und am Ende mehr als ein „Hauch von Rosa“ zu bemerken ist.

Viel Erfolg bei der Suche nach den rosa-schwarzen Staren wünscht
das Team von ornitho.de

 

Foto: Rosenstar auf Helgoland. O. Käseberg, 31.5.2020

aufgegeben von Christopher König
 
Mittwoch, 3. Juni 2020
avinews
Landesweite Kartierung der Turteltaube in Bayern

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) koordiniert aktuell im Auftrag des Landesamtes für Umwelt (LfU) eine bayernweite Kartierung der Turteltaube und sucht hierfür dringend ehrenamtliche Kartierer. Falls Sie Zeit und Lust haben, ein TK/4 zu übernehmen, wenden Sie sich bitte umgehend an simon.niederbacher@lbv.de. Eine Anleitung zur Kartierung finden Sie hier als PDF.

Auch falls Sie nicht aktiv an der Kartierung teilnehmen möchten, können Sie uns dennoch unterstützen. Wir würden Sie bitten, alle Turteltauben, die Sie aktuell in Bayern beobachten oder in den letzten Wochen beobachtet haben, hier auf ornitho.de zu melden und dabei das Erfassungsprojekt „Turteltauben-Kartierung Bayern 2020“ auszuwählen (nur so können die Daten bei der Auswertung berücksichtigt werden).

Ebenso wichtig für die Auswertung sind Null-Meldungen. Wenn Sie ein Gebiet gut kennen und sich sicher sind, dass dort keine Turteltauben (mehr) vorkommen, geben Sie bitte für den jeweiligen Rastermittelpunkt des Halbminutenfeldes (blaue Punkte mit rotem Ring) eine Beobachtung der Turteltaube mit der Zahl „0“ ein, wobei Sie bitte auch wieder das oben genannte Erfassungsprojekt auswählen.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Simon Niederbacher & Dr. Thomas Rödl

P.S.: Alle Beobachtungen des Vogels des Jahres 2020 finden sie auch auf einer Verbreitungskarte im Menü unter "Vögel in Deutschland -> Verbreitung -> Turteltaube 2020".

Foto: Michael Radloff

aufgegeben von Nikolas Prior
 
Dienstag, 5. Mai 2020
avinews
Reduzierung der Google-Kartendienste auf „Google Hybrid“

Die am 1. Mai angekündigte Reduzierung der Google-Kartendienste ist nun umgesetzt: Seit heute ist nur noch „Google Hybrid“ verfügbar (und wird es auch weiterhin sein). Für die übrigen von Google bereitgestellten Kartengrundlagen wurden inzwischen mit den durch das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) bereitgestellten Luftbildern und TopPlusOpen-Karten sowie OpenStreetMap Live mindestens gleichwertige Alternativen für Deutschland eingebunden.

Die Abschaltung der weiteren Layer erfolgte auch vor dem Hintergrund, dass die Nutzung der Google-Kartendienste seit Mai 2018 ab einem Schwellenwert je Monat kostenpflichtig ist. Dieser Schwellenwert wird von ornitho.de – trotz eines erhöhten Kontingents für gemeinnützige Organisationen ‒ gerade in den Frühjahrsmonaten weit übertroffen. Um weiterhin eine präzise Verortung zu ermöglichen, trägt seither der DDA die laufenden Kosten. Möglich ist das nur dank der Zuwendungen der DDA-Mitgliedsverbände und der Spenden aus dem Birdrace. DANKE allen, die dazu beigetragen haben!

Um die Spendengelder künftig noch sinnvolleren Dingen zuwenden zu können, bitten wir alle NutzerInnen, soweit wie möglich auf die Nutzung von „Google Hybrid“ zu verzichten. Vielen Dank.

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Freitag, 1. Mai 2020
technews
Manches neu macht der Mai: Neue Luftbilder verfügbar (auch offline!)

Eine gute Kartengrundlage ist für die genaue Verortung von Beobachtungen eine wichtige Voraussetzung. In ornitho.de bieten wir deshalb unterschiedliche Karten zur Auswahl und bemühen uns stets um Verbesserungen und Aktualisierungen. So haben wir im April 2019 die Karte „TopPlusOpen“ ergänzt, die durch Kombination verschiedener Datenquellen eine sehr gut nutzbare Kartengrundlage und eine gute Alternative für die etwas in die Jahre gekommenen Topographischen Karten darstellt. Seit Februar 2020 ergänzt die laufend aktualisierte "OpenStreetMap Live" die Auswahl.

Dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Naturschutz und den Länderfachbehörden im Rahmen der Verwaltungsvereinbarung Vogelmonitoring stehen ab heute Luftbilder des Bundesamtes für Kartografie und Geodäsie (BKG) mit einer sehr hohen Auflösung (Bodenauflösung 20 cm) als zusätzlicher Layer zur Verfügung. Sie sind auch in NaturaList verfügbar und auch offline nutzbar, d.h. Sie können diese vor einer Exkursion oder der Durchführung einer Kartierung im Rahmen des Monitorings häufiger Brutvögel herunterladen. Mit den von Google bereitgestellten Luftbildern war das nicht möglich. Die Luftbilder sind über einen Webdienst des BKG direkt eingebunden und werden laufend aktualisiert. Wir danken dem BKG für die sehr unkomplizierte und gute Zusammenarbeit!

Umgesetzt wurde die Einbindung im Rahmen des Forschungs-und-Entwicklungsvorhabens „Beschleunigung des Datenflusses im Vogelmonitoring: Umsetzung“, das vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert wird.

Hinweis: In Kombination mit den eingangs genannten Kartengrundlagen stehen nun inzwischen mindestens gleichwertige Alternativen zu den meisten Kartendiensten von Google zur Verfügung. Deshalb wird demnächst nur noch „Google Hybrid“ verfügbar sein. Bei allen, die die von Google bereitgestellten Luftbilder als Standardkarte eingestellt hatten, wurde deshalb bereits jetzt auf die Luftbilder des BKG als Standardkarte umgestellt.

Die Änderungen haben wir auch genutzt, die Kartenlayer neu zu sortieren und einheitlicher zu benennen.

Einen spannenden und artenreichen Frühjahrszug wünscht

das Team von ornitho.de

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Donnerstag, 30. April 2020
tipnews
Schon mehr als 1000 Anmeldungen zum Birdrace am 2. Mai!

Die Vorfreude steigt von Tag zu Tag und vielerorts wird schon intensiv die Umgebung nach Arten erkundet, die sich dann hoffentlich auch am kommenden Samstag dort sehen oder hören lassen. In mehr als 350 virtuellen Teams haben sich die aktuell bereits mehr als 1000 für das Birdrace registrierten Personen zusammengeschlossen. In über 200 Kreisen oder kreisfreien Städten in allen Bundesländern wird am 2. Mai die Vogelwelt ganz genau unter die Lupe bzw. ins Fernglas und Spektiv genommen. Auch unsere Freunde aus Luxemburg sind wieder dabei.

Mehr als 450 Birdracerinnen und Birdracer haben sich bislang für die umweltfreundliche Variante entschieden und verzichten auf die Nutzung eine Autos. Für Nachwuchs ist in diesem Jahr ebenfalls wieder gesorgt: Wir freuen uns über derzeit knapp 70 angemeldete „Küken“ (= Jahrgang 2000 und jünger). Sind Sie bislang noch nicht angemeldet, sind aber auch gerne draußen und beobachten Vögel? Dann gönnen Sie sich einen Tag in der Natur und erkunden Sie die Vogelwelt Ihrer Umgebung!

Die Wettervorhersage verspricht für den kommenden Samstag aktuell ein „launisches“, wechselhaftes „Aprilwetter“. Man wird sich vielerorts wohl auf Schauer einstellen müssen, aber zwischendurch soll auch mal die Sonne rauskommen. Tagsüber werden Temperaturen von 12 bis 17 Grad vorhergesagt. Erfahrungsgemäß sind solche Bedingungen hinsichtlich der Länge der Artenlisten durchaus positiv und so mancher Regenschauer wird vielleicht mit einer zur Rast gezwungenen Überraschung kompensiert. An Gewässern sollte man nach Zwergmöwen oder Seeschwalben Ausschau halten und Greifvögel lassen sich bei bewölktem Himmel auch viel besser entdecken, als wenn diese in großer Höhe im blauen Himmel vorüberrauschen.

Jedes Birdrace verspricht Spaß und Spannung. Lernen Sie die eigene Umgebung und deren Vogelwelt einmal genauer kennen und verfolgen Sie gleichzeitig auch noch einen guten Zweck: Themen des Natur- und Vogelschutzes werden durch die Aktion in die Öffentlichkeit getragen und durch gesammelte Spenden wird die Weiterentwicklung des Internetportals ornitho.de unterstützt.

Anmeldung zum Birdrace unter birdrace.dda-web.de

aufgegeben von Christopher König
 
Donnerstag, 30. April 2020
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Winter 2019/20

Wir blicken auf einen Winter ohne Winter zurück: Schnee und Frost blieben zumindest im Flachland in den Monaten Dezember bis Februar nahezu aus. Insgesamt war der Winter 2019/20 der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Die internationale Rotmilan-Schlafplatzzählung wurde Anfang Januar 2020 zum fünften Mal nun auch in Deutschland durchgeführt. War die Verteilung der winterlichen Rotmilane mit der in den letzten Jahren vergleichbar? Wo wurden die höchsten Individuensummen festgestellt und lässt sich ein Überwinterungsbestand abschätzen? Diesen und weiteren Fragen haben wir uns in unserem Beitrag gewidmet.

Welche Auswirkungen mag so ein Nicht-Winter auf die bei uns rastenden und überwinternden Wasservogelarten haben? Einige Arten erreichen außerhalb der Brutzeit bei uns ihre höchsten Bestände. Haben die milden Bedingungen dazu geführt, dass es in den letzten Monaten mehr oder weniger Wasservögel waren? Wir haben uns exemplarisch die Daten von Haubentaucher und Gänsesäger genauer angeschaut. Erst dadurch, dass immer mehr Zählerinnen und Zähler im Monitoring rastender Wasservögel ihre Ergebnisse über ornitho.de melden, sind so zeitnahe, aber gleichwohl vorläufige Einblicke möglich. Im Januar 2020 wurden die Daten von rund 2000 Zählgebieten online erfasst.

Im zurückliegenden Winter wurden auch eine Reihe bemerkenswerter Seltenheiten entdeckt. Nicht nur bereits aus den Vorjahren bekannte Enten an traditionellen Überwinterungsplätzen, auch überraschende Greifvogelnachweise und der ein oder andere seltene Singvogel findet sich in unserem Überblick über die von Dezember bis Februar gemeldeten Raritäten.

Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Winter 2019/2020: Rotmilane an Schlafplätzen, Wasservögel im Mildwinter und viele seltene Gäste“ in der Zeitschrift „Der Falke“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren Beiträge mit direktem Bezug zu ornitho.de finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.

Das komplette Falke-Heft 5/2020 mit vielen weiteren Beiträgen, u.a. über die Vogelwelt der Kapverdischen Inseln, den asiatischen Felsenlaubsänger, den Unterarten des Sandregenpfeifers, bemerkenswerte Vogelfotografien, den Selenter See in Schleswig-Holstein und Rotkehlpieper erhalten Sie im gut sortierten Zeitschriftenhandel oder über die Internetseite von „Der Falke“. Die Artikel sind dort neuerdings auch einzeln als PDF-Download gegen eine geringe Gebühr erhältlich.

Viel Spaß beim Lesen wünscht
das Team von ornitho.de und ornitho.lu

aufgegeben von Christopher König
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