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Donnerstag, 4. Juni 2020
avinews
Aufgepasst: Erneuter Einflug von Rosenstaren!

Ab Mitte Mai 2018 kam es in Europa zu einem auffälligen Einflug von Rosenstaren. Deutschland wurde damals aber leider nur gestreift. Nun machen seit einigen Tagen erneute Meldungen über westwärts gerichtete Vorstöße dieser nomadisch lebenden Steppenvögel Südosteuropas und Mittelasiens die Runde. Bis zu 50 Vögel wurden an einzelnen Stellen in Österreich und Norditalien registriert, insgesamt sind wohl Tausende auf dem Weg in Richtung Westen.

Hierzulande wurde der erste Rosenstar des Jahres am 27. Mai an einem Starenschlafplatz bei Freiburg im Breisgau entdeckt, seitdem folgten täglich weitere Beobachtungen vorrangig in Süddeutschland. Der größte bislang festgestellte Trupp mit 15 Individuen wurde am 2. Juni in den Chiemgauer Alpen bei Ruhpolding gemeldet. Bislang konzentieren sich die Beobachtungen auf Bayern und Baden-Württemberg. Dass auch weiter nördlich auf Rosenstare geachtet werden sollte, zeigen aber weitere Beobachtungen in Hessen sowie auf Helgoland und Amrum. Auch in den benachbarten Niederlanden, Belgien und Dänemark ist der Einflug bereits bemerkt worden, ebenso in Frankreich und Großbritannien. Die stärksten Konzentrationen zeigen sich im Bereich südich der Alpen.

Auf Karten der internationalen ornitho-Portale lässt sich der Fortschritt des Einflugs stets aktuell nachvollziehen:

Es ist davon auszugehen, dass sich derzeit weitere Rosenstare noch unentdeckt in Deutschland aufhalten und weitere folgen werden. Da es sich bei den am Einflug beteiligten Vögeln um vorjährige und ältere Vögel handelt, sind die rosa-schwarz gefärbten Vögel recht auffällig. Starenschwärme sollte man in diesen Tagen also genauer unter die Lupe nehmen. Die Chancen auf die Entdeckung eines Rosenstares stehen gut! Vor allem beim Einflug an bekannten Schlafplätzen (natürlich ohne die Vögel zu stören) können hell herausleuchtende Rosenstare gut entdeckt werden. Und auch in Obst- und Weinbaugebieten könnten sich Rosenstare einfinden. Gern werden Kirschen, Maulbeerbäume und Kulturen reifender kleinbeeriger Trauben geplündert.

Wenn Sie einen Rosenstar entdeckt haben, fertigen Sie möglichst Belegfotos an und melden Sie die Beobachtung zeitnah bei ornitho.de, um einen laufenden Überblick über die Entwicklung des Einflugs zu ermöglichen. Bitte denken Sie im Nachgang außerdem an eine Dokumentation Ihrer seltenen Entdeckung bei der Deutschen Avifaunistischen Kommission.

Wir hoffen, dass der Rosenstar-Einflug sich in Deutschland diesmal etwas stärker und länger bemerkbar macht als 2018 und am Ende mehr als ein „Hauch von Rosa“ zu bemerken ist.

Viel Erfolg bei der Suche nach den rosa-schwarzen Staren wünscht
das Team von ornitho.de

 

Foto: Rosenstar auf Helgoland. O. Käseberg, 31.5.2020

aufgegeben von Christopher König
 
Mittwoch, 3. Juni 2020
avinews
Landesweite Kartierung der Turteltaube in Bayern

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) koordiniert aktuell im Auftrag des Landesamtes für Umwelt (LfU) eine bayernweite Kartierung der Turteltaube und sucht hierfür dringend ehrenamtliche Kartierer. Falls Sie Zeit und Lust haben, ein TK/4 zu übernehmen, wenden Sie sich bitte umgehend an simon.niederbacher@lbv.de. Eine Anleitung zur Kartierung finden Sie hier als PDF.

Auch falls Sie nicht aktiv an der Kartierung teilnehmen möchten, können Sie uns dennoch unterstützen. Wir würden Sie bitten, alle Turteltauben, die Sie aktuell in Bayern beobachten oder in den letzten Wochen beobachtet haben, hier auf ornitho.de zu melden und dabei das Erfassungsprojekt „Turteltauben-Kartierung Bayern 2020“ auszuwählen (nur so können die Daten bei der Auswertung berücksichtigt werden).

Ebenso wichtig für die Auswertung sind Null-Meldungen. Wenn Sie ein Gebiet gut kennen und sich sicher sind, dass dort keine Turteltauben (mehr) vorkommen, geben Sie bitte für den jeweiligen Rastermittelpunkt des Halbminutenfeldes (blaue Punkte mit rotem Ring) eine Beobachtung der Turteltaube mit der Zahl „0“ ein, wobei Sie bitte auch wieder das oben genannte Erfassungsprojekt auswählen.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Simon Niederbacher & Dr. Thomas Rödl

P.S.: Alle Beobachtungen des Vogels des Jahres 2020 finden sie auch auf einer Verbreitungskarte im Menü unter "Vögel in Deutschland -> Verbreitung -> Turteltaube 2020".

Foto: Michael Radloff

aufgegeben von Nikolas Prior
 
Dienstag, 5. Mai 2020
avinews
Reduzierung der Google-Kartendienste auf „Google Hybrid“

Die am 1. Mai angekündigte Reduzierung der Google-Kartendienste ist nun umgesetzt: Seit heute ist nur noch „Google Hybrid“ verfügbar (und wird es auch weiterhin sein). Für die übrigen von Google bereitgestellten Kartengrundlagen wurden inzwischen mit den durch das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) bereitgestellten Luftbildern und TopPlusOpen-Karten sowie OpenStreetMap Live mindestens gleichwertige Alternativen für Deutschland eingebunden.

Die Abschaltung der weiteren Layer erfolgte auch vor dem Hintergrund, dass die Nutzung der Google-Kartendienste seit Mai 2018 ab einem Schwellenwert je Monat kostenpflichtig ist. Dieser Schwellenwert wird von ornitho.de – trotz eines erhöhten Kontingents für gemeinnützige Organisationen ‒ gerade in den Frühjahrsmonaten weit übertroffen. Um weiterhin eine präzise Verortung zu ermöglichen, trägt seither der DDA die laufenden Kosten. Möglich ist das nur dank der Zuwendungen der DDA-Mitgliedsverbände und der Spenden aus dem Birdrace. DANKE allen, die dazu beigetragen haben!

Um die Spendengelder künftig noch sinnvolleren Dingen zuwenden zu können, bitten wir alle NutzerInnen, soweit wie möglich auf die Nutzung von „Google Hybrid“ zu verzichten. Vielen Dank.

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Freitag, 1. Mai 2020
technews
Manches neu macht der Mai: Neue Luftbilder verfügbar (auch offline!)

Eine gute Kartengrundlage ist für die genaue Verortung von Beobachtungen eine wichtige Voraussetzung. In ornitho.de bieten wir deshalb unterschiedliche Karten zur Auswahl und bemühen uns stets um Verbesserungen und Aktualisierungen. So haben wir im April 2019 die Karte „TopPlusOpen“ ergänzt, die durch Kombination verschiedener Datenquellen eine sehr gut nutzbare Kartengrundlage und eine gute Alternative für die etwas in die Jahre gekommenen Topographischen Karten darstellt. Seit Februar 2020 ergänzt die laufend aktualisierte "OpenStreetMap Live" die Auswahl.

Dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Naturschutz und den Länderfachbehörden im Rahmen der Verwaltungsvereinbarung Vogelmonitoring stehen ab heute Luftbilder des Bundesamtes für Kartografie und Geodäsie (BKG) mit einer sehr hohen Auflösung (Bodenauflösung 20 cm) als zusätzlicher Layer zur Verfügung. Sie sind auch in NaturaList verfügbar und auch offline nutzbar, d.h. Sie können diese vor einer Exkursion oder der Durchführung einer Kartierung im Rahmen des Monitorings häufiger Brutvögel herunterladen. Mit den von Google bereitgestellten Luftbildern war das nicht möglich. Die Luftbilder sind über einen Webdienst des BKG direkt eingebunden und werden laufend aktualisiert. Wir danken dem BKG für die sehr unkomplizierte und gute Zusammenarbeit!

Umgesetzt wurde die Einbindung im Rahmen des Forschungs-und-Entwicklungsvorhabens „Beschleunigung des Datenflusses im Vogelmonitoring: Umsetzung“, das vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert wird.

Hinweis: In Kombination mit den eingangs genannten Kartengrundlagen stehen nun inzwischen mindestens gleichwertige Alternativen zu den meisten Kartendiensten von Google zur Verfügung. Deshalb wird demnächst nur noch „Google Hybrid“ verfügbar sein. Bei allen, die die von Google bereitgestellten Luftbilder als Standardkarte eingestellt hatten, wurde deshalb bereits jetzt auf die Luftbilder des BKG als Standardkarte umgestellt.

Die Änderungen haben wir auch genutzt, die Kartenlayer neu zu sortieren und einheitlicher zu benennen.

Einen spannenden und artenreichen Frühjahrszug wünscht

das Team von ornitho.de

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Donnerstag, 30. April 2020
tipnews
Schon mehr als 1000 Anmeldungen zum Birdrace am 2. Mai!

Die Vorfreude steigt von Tag zu Tag und vielerorts wird schon intensiv die Umgebung nach Arten erkundet, die sich dann hoffentlich auch am kommenden Samstag dort sehen oder hören lassen. In mehr als 350 virtuellen Teams haben sich die aktuell bereits mehr als 1000 für das Birdrace registrierten Personen zusammengeschlossen. In über 200 Kreisen oder kreisfreien Städten in allen Bundesländern wird am 2. Mai die Vogelwelt ganz genau unter die Lupe bzw. ins Fernglas und Spektiv genommen. Auch unsere Freunde aus Luxemburg sind wieder dabei.

Mehr als 450 Birdracerinnen und Birdracer haben sich bislang für die umweltfreundliche Variante entschieden und verzichten auf die Nutzung eine Autos. Für Nachwuchs ist in diesem Jahr ebenfalls wieder gesorgt: Wir freuen uns über derzeit knapp 70 angemeldete „Küken“ (= Jahrgang 2000 und jünger). Sind Sie bislang noch nicht angemeldet, sind aber auch gerne draußen und beobachten Vögel? Dann gönnen Sie sich einen Tag in der Natur und erkunden Sie die Vogelwelt Ihrer Umgebung!

Die Wettervorhersage verspricht für den kommenden Samstag aktuell ein „launisches“, wechselhaftes „Aprilwetter“. Man wird sich vielerorts wohl auf Schauer einstellen müssen, aber zwischendurch soll auch mal die Sonne rauskommen. Tagsüber werden Temperaturen von 12 bis 17 Grad vorhergesagt. Erfahrungsgemäß sind solche Bedingungen hinsichtlich der Länge der Artenlisten durchaus positiv und so mancher Regenschauer wird vielleicht mit einer zur Rast gezwungenen Überraschung kompensiert. An Gewässern sollte man nach Zwergmöwen oder Seeschwalben Ausschau halten und Greifvögel lassen sich bei bewölktem Himmel auch viel besser entdecken, als wenn diese in großer Höhe im blauen Himmel vorüberrauschen.

Jedes Birdrace verspricht Spaß und Spannung. Lernen Sie die eigene Umgebung und deren Vogelwelt einmal genauer kennen und verfolgen Sie gleichzeitig auch noch einen guten Zweck: Themen des Natur- und Vogelschutzes werden durch die Aktion in die Öffentlichkeit getragen und durch gesammelte Spenden wird die Weiterentwicklung des Internetportals ornitho.de unterstützt.

Anmeldung zum Birdrace unter birdrace.dda-web.de

aufgegeben von Christopher König
 
Donnerstag, 30. April 2020
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Winter 2019/20

Wir blicken auf einen Winter ohne Winter zurück: Schnee und Frost blieben zumindest im Flachland in den Monaten Dezember bis Februar nahezu aus. Insgesamt war der Winter 2019/20 der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Die internationale Rotmilan-Schlafplatzzählung wurde Anfang Januar 2020 zum fünften Mal nun auch in Deutschland durchgeführt. War die Verteilung der winterlichen Rotmilane mit der in den letzten Jahren vergleichbar? Wo wurden die höchsten Individuensummen festgestellt und lässt sich ein Überwinterungsbestand abschätzen? Diesen und weiteren Fragen haben wir uns in unserem Beitrag gewidmet.

Welche Auswirkungen mag so ein Nicht-Winter auf die bei uns rastenden und überwinternden Wasservogelarten haben? Einige Arten erreichen außerhalb der Brutzeit bei uns ihre höchsten Bestände. Haben die milden Bedingungen dazu geführt, dass es in den letzten Monaten mehr oder weniger Wasservögel waren? Wir haben uns exemplarisch die Daten von Haubentaucher und Gänsesäger genauer angeschaut. Erst dadurch, dass immer mehr Zählerinnen und Zähler im Monitoring rastender Wasservögel ihre Ergebnisse über ornitho.de melden, sind so zeitnahe, aber gleichwohl vorläufige Einblicke möglich. Im Januar 2020 wurden die Daten von rund 2000 Zählgebieten online erfasst.

Im zurückliegenden Winter wurden auch eine Reihe bemerkenswerter Seltenheiten entdeckt. Nicht nur bereits aus den Vorjahren bekannte Enten an traditionellen Überwinterungsplätzen, auch überraschende Greifvogelnachweise und der ein oder andere seltene Singvogel findet sich in unserem Überblick über die von Dezember bis Februar gemeldeten Raritäten.

Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Winter 2019/2020: Rotmilane an Schlafplätzen, Wasservögel im Mildwinter und viele seltene Gäste“ in der Zeitschrift „Der Falke“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren Beiträge mit direktem Bezug zu ornitho.de finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.

Das komplette Falke-Heft 5/2020 mit vielen weiteren Beiträgen, u.a. über die Vogelwelt der Kapverdischen Inseln, den asiatischen Felsenlaubsänger, den Unterarten des Sandregenpfeifers, bemerkenswerte Vogelfotografien, den Selenter See in Schleswig-Holstein und Rotkehlpieper erhalten Sie im gut sortierten Zeitschriftenhandel oder über die Internetseite von „Der Falke“. Die Artikel sind dort neuerdings auch einzeln als PDF-Download gegen eine geringe Gebühr erhältlich.

Viel Spaß beim Lesen wünscht
das Team von ornitho.de und ornitho.lu

aufgegeben von Christopher König
 
Mittwoch, 22. April 2020
tipnews
Birdrace 2020 am 2. Mai: Jetzt zum „Tag der Vogelartenvielfalt“ anmelden!

In knapp zwei Wochen ist es wieder soweit, bereits zum 17. Mal steigt das bundesweite Birdrace. Für alle, die noch nicht dabei waren: Entgegen der direkten Übersetzung „Vogelrennen“ rennen bei einem Birdrace nicht die Vögel, sondern die BeobachterInnen versuchen innerhalb von 24 Std. so viele Vogelarten wie möglich zu sehen oder zu hören. Während in früheren Jahren Teams von 2 bis 5 Personen gemeinsam unterwegs waren, erfordert  die Corona-Krise in diesem Jahr einige Anpassungen.  

Getrennt und doch vereint: Team- und Kreiswertung

Die Teilnahme erfolgt alleine, eine gemeinsame Teilnahme mit mehreren Personen ist nur erlaubt, sofern die behördlichen Bestimmungen vor Ort dies zulassen (d.h. Personen desselben Haushalts bzw. ggf. zwei Personen gemeinsam). Um das Gemeinschaftsgefühl dennoch zu erhalten, besteht die Möglichkeit, sich mit bis zu 5 Personen zu virtuellen Teams zusammenzuschließen und (zusätzlich zur Einzelwertung) gemeinsam an einer möglichst langen Team-Artenliste zu arbeiten. Das ermöglicht ganz neue strategische Überlegungen. Doch auch wer sich nicht direkt mit anderen zu einem virtuellen Team zusammenschließt, ist nicht alleine unterwegs: Die Artenlisten aller BirdracerInnen eines Kreises fließen in die Kreiswertung ein. Wie viele Arten werden sich gemeinsam im eigenen Kreis entdecken lassen? Kommen dabei mehr zusammen als in den Nachbarkreisen? Auch in dieser Wertung können sich also alle Teilnehmer virtuell zusammentun, um den Kreis bestmöglich abzudecken, obgleich sie i.d.R. alleine unterwegs sind.

Denn an der grundsätzlichen Idee des Birdraces hat sich nichts geändert: Es gilt, innerhalb von 24 Stunden möglichst viele Vogelarten zu entdecken. Einen Preis gibt es für die höchste Artenzahl jedoch nicht, die zahlreichen Sachpreise werden unter allen TeilnehmerInnen verlost. Schon deshalb betrügt man letztendlich nur sich selbst, wenn man schummelt. Es ist also Ehrensache, dass man sich sportlich und fair verhält. Und dass der Schutz der Natur und insbesondere der Vogelwelt dabei an höchster Stelle steht, ist selbstverständlich und oberstes Gebot, ebenso wie die Beachtung der am 2. Mai geltenden behördlichen Bestimmungen sowie der speziellen diesjährigen Birdrace-Regeln (s. Link unten).

Vogelwelt genau unter die Lupe genommen

Viele Teilnehmer beginnen den Tag noch in der Nacht und legen des Fernglas erst ab, lange nachdem die Sonne untergegangen ist. An keinem anderen Tag im Jahr wird so intensiv beobachtet, in so vielen Regionen und in so vielen verschiedenen Lebensräumen. Für die meisten, die bereits einmal dabei waren, ist der erste Samstag im Mai deshalb alljährlich fest im Kalender vorgemerkt. Seit der ersten Austragung 2004 mit 41 Teams stieg die Anzahl der TeilnehmerInnen von Jahr zu Jahr. Im vergangenen Jahr nahmen mehr als 1200 BeobachterInnen aus allen Bundesländern teil. 302 Vogelarten wurden im vergangenen Jahr bundesweit beobachtet. Der erste Samstag im Mai wurde somit schleichend zum inoffiziellen „Tag der Vogelartenvielfalt“.

Bewusstsein für Natur und Vogelwelt schaffen

Auf großes Interesse stieß das Birdrace auch von Anfang auch bei den Medien: Mehrfach schafften es Teams bis auf die Titelseiten von Tageszeitungen, und mehrere Radio- und Fernsehteams berichteten über den für Außenstehende durchaus etwas skurril anmutenden Wettbewerb. Mithilfe dieses großen medialen Interesses lassen sich somit Themen des Naturschutzes sehr gut in die Öffentlichkeit tragen, z.B. der Niedergang der Vogelartenvielfalt in der Agrarlandschaft.

Spendenrennen für ornitho.de

Schon seit dem ersten bundesweiten Birdrace sind die Teams dazu aufgerufen (es ist aber keine Teilnahmevoraussetzung!), Spenden für ein jährlich festgelegtes Projekt zu sammeln. Nachdem über einige Jahr der bundesweite Brutvogelatlas ADEBAR unterstützt wurde, fließen die Spenden seit 2010 in den Unterhalt, die Betreuung sowie die Weiterentwicklung von ornitho.de. Das Internetportal, bei dem mittlerweile mehr als 31.000 Personen angemeldet sind, die über 46 Mio. Beobachtungen gemeldet haben, ist auch dieses Jahr wieder das Spendenprojekt. Wir hoffen, dass es gerade für begeisterte Nutzer von ornitho.de ein zusätzlicher Ansporn ist, über die Teilnahme am Birdrace selbst zu diesem Gemeinschaftsprojekt beitragen zu können. Alle Unterstützer der letzten Jahre sind, so sie nicht anonym bleiben wollten, unter „Unterstützung“ auf ornitho.de genannt.

Lostrommel wieder reichlich gefüllt

Dank der Großzügigkeit von Carl Zeiss Sports Optics, des AULA-Verlags, von GEO, König Photobags, Oertl, NHBS, Orniwelt, Lucky Looker, dem DWJ-Verlag, der Feuerland Verlagsgesellschaft, der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft und Schwegler ist die Lostrommel in diesem Jahr wieder gut gefüllt, sodass wir unter allen Birdracern, besonders jenen, die sich beim Einwerben von Spenden engagieren, wieder viele attraktive Preise verlosen können.

Seit 2007 ziert ein Gemälde die Urkunde, die alle TeilnehmerInnen erhalten. In diesem Jahr ist es eine wunderschöne Haubenmeise von Daniela Pulwey, die unter all jenen verlost wird, deren Team mindestens 100 Euro für ornitho.de eingeworben hat.

Die Anmeldung für das Birdrace ist ab sofort unter birdrace.dda-web.de möglich!

Allen eine gute Vorbereitung und beste Gesundheit wünscht
das Birdrace-Team des DDA

aufgegeben von Christopher König
 
Montag, 6. April 2020
tipnews
Zwischenstand #StayHomeAndWatchOut

Bislang haben an der Aktion #StayHomeAndWatchOut 315 Leute mitgemacht (Stand 5.4.2020) mitgemacht und 693 Beobachtungslisten ausgefüllt – herzlichen Dank! Für mehr als 160 Kreise und kreisfreie Städte in allen Bundesländern und Luxemburg wurden Meldungen übermittelt. Die bislang mehr als 14.500 im Rahmen der Aktion gesammelten Beobachtungen verteilen sich auf insgesamt 143 Vogelarten (158 Taxa). Entdeckt wurde dabei sogar ein nachts durchziehender Triel (mit Belegaufnahme).

Die meisten Listen ausgefüllt haben bis jetzt: Jan Daniels-Trautner (44), Erich Kretzschmar (28) und Ralf Busch (28).

#StayHomeAndWatchOut geht weiter. Machen auch Sie mit – ob vom Küchenfenster, vom Balkon oder vom Garten aus!

Wir wünschen viele interessante Beobachtungen und allen eine robuste Gesundheit!

Das Team von ornitho.de/.lu

aufgegeben von Christopher König
 
Samstag, 21. März 2020
tipnews
#StayHomeAndWatchOut – machen Sie mit!

Angesichts der sich beschleunigenden Verbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 ist es Zeit, Verantwortung zu übernehmen und den Handlungsempfehlungen von Bund und Ländern zu folgen. Dazu möchten auch wir unseren Teil beitragen.

Bleiben Sie möglichst zuhause und kommen Sie nur wenn nötig in Kontakt mit anderen Personen! Ziel muss es sein, möglichst viele Menschen für das Motto „Flatten the Curve“ zu sensibilisieren und die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen.

Auch die Vogelbeobachtung ist von der aktuellen Situation betroffen. Gegen den Spaziergang alleine im Wald oder eine MhB-Kartierung am frühen Morgen, wenn Kontakte leicht vermieden werden können, ist nach aktuellem Stand zumindest in Deutschland (bis auf wenige Ausnahmen) noch nichts einzuwenden. Doch es sind bereits viele Leute an die eigenen vier Wände gebunden – sei es durch Kinderbetreuung, Home Office oder sogar Quarantäne. In anderen Ländern Europas herrscht sogar eine Ausgangssperre.

Die ornitho-Portale haben aus diesem Grund die Aktion #StayHomeAndWatchOut ins Leben gerufen ‒ je nach Lesart „Bleib zuhause und pass (auf andere und dich) auf!“ oder „Bleib zuhause und schau nach draußen!“. So können wir auch von zuhause aus unserem geliebten Hobby nachgehen, Rücksicht auf unsere Mitmenschen nehmen und uns solidarisch mit all jenen zeigen, die nicht mehr rausgehen dürfen. Es versteht sich von selbst, dass Sie bei der Vogelbeobachtung die Privatsphäre Ihrer Nachbarn voll und ganz respektieren.

Wie kann ich mitmachen?

Informationen, wie Sie sich an der Aktion „#StayHomeAndWatchOut“ beteiligen können und wie Sie Ihre Beobachtungen dem Projekt zuordnen, haben wir für Sie in einem kurzen Merkblatt zusammengestellt: Anleitung zur Teilnahme bei #StayHomeAndWatchOut

Bleiben Sie gesund!

Der DDA-Vorstand und das Team von ornitho.de

aufgegeben von Christopher König
 
Samstag, 29. Februar 2020
technews
„OpenStreetMap Live“ - eine neue, tagesktuelle Kartengrundlage, an deren Verbesserung jede/r mitarbeiten kann

OpenStreetMap (OSM) ist ein 2004 gegründetes Projekt mit dem Ziel, eine freie Weltkarte zu erschaffen. Die Kartendaten werden von Tausenden von Freiwilligen auf der ganzen Welt erstellt und gepflegt. OSM-Daten können lizenzkostenfrei eingesetzt und beliebig weiterverarbeitet werden. Durch die Vielzahl der Mitwirkenden sind die Daten oft sehr aktuell und detailreich.

Bislang war in ornitho.de/lu lediglich eine OSM-Karte mit Stand 2014 verfügbar. Nun steht mit „OpenStreetMap Live“ eine weitere Kartengrundlage zur Auswahl. Anders als bei der OSM 2014 oder z.B. den Topographischen Karten erfolgt die Berechnung der einzelnen Kacheln dabei auf Anfrage. Das bedeutet, dass bei der Nutzung dieser Karte stets der aktuelle Stand der OpenStreetMap abgerufen wird.

Fällt in einem Gebiet bei Nutzung dieser Kartengrundlage also auf, dass die Karte nicht mehr auf dem aktuellen Stand ist und bestimmte Details oder ganze Landschaftselemente fehlen (z.B. Heckenstrukturen oder neu entstandene Kiesgruben), so lassen sich diese selbständig auf www.openstreetmap.de ergänzen und 24 Stunden später sind die überarbeiteten Karten auch bei der Dateneingabe in ornitho.de/lu nutzbar.

„OpenStreetMap Live“ ist sowohl bei der Dateneingabe über die Website ornitho.de/lu nutzbar, als auch über die App „NaturaList“. Auch als Offline-Karte lässt sich der jeweils aktuelle Stand dort herunterladen, um im Feld unabhängig von Mobilfunknetz und Datenvolumen agieren zu können.

Wir danken insbesondere der Schweizerischen Vogelwarte für die maßgebliche Finanzierung der Weiterentwicklung und dem Team von Biolovision für die geniale Umsetzung der Idee einer tagesaktuellen Karte, zu deren Verbesserung jede/r beitragen kann!

aufgegeben von Christopher König
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Biolovision Sàrl (Switzerland), 2003-2020