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Thursday, January 26th, 2023
avinews
Breeding success of Bewick’s Swans in 2022 – High proportion of juveniles at low total count

Rund um das Wochenende 17./18. Dezember 2022 fand die europaweite Erfassung des Jungvogelanteils beim Zwergschwan statt. In Deutschland konnte dabei ein Anteil von 19,1 % Jungvögel erfasst werden. Das ist der höchste Jungvogelanteil, der seit dem Start der Zählung 2013 ermittelt wurde. 2013 lag der Jungvogelanteil bei 14,4 % und in den folgenden Jahren pendelte der Anteil zwischen 4,2 % und 11,2 % bis er 2021 wieder auf 13,6 % anstieg. Im Schnitt lag der Anteil in Deutschland bei 11,1 % und in Nordwesteuropa bei 9,2 %.

Die Freude über den hohen Jungvogelanteil wird jedoch durch den niedrigen Rastbestand zum Zähltermin geschmälert. Lediglich 2.715 Zwergschwäne wurden im Dezember 2022 in Deutschland erfasst. Die meisten Zwergschwäne wurden in Niedersachsen (1.395), Schleswig-Holstein (897) und Mecklenburg-Vorpommern (376) gezählt.
Im Vorjahr lag der Rastbestand noch bei 4.739 erfassten Zwergschwänen zum Zähltermin und damit fast doppelt so hoch. Ein Grund für die niedrige Gesamtzahl ist dabei vermutlich der Wintereinbruch zum Zähltermin. Bereits in den Tagen vor der Zählung kühlte es deutlich ab und Teile der Hauptrastregionen wurden von einer dicken Schneedecke überzogen. In Schleswig-Holstein wurde die Zählung z.T. durch Temperaturen von -16°C und eine 20 cm hohe Schneedecke erschwert. Der Wintereinbruch hatte zur Folge, dass viele Zwergschwäne weiter nach Westen gezogen sind. Darauf deuten zumindest die Daten der besenderten Zwergschwäne aus dem Projekt Zwergschwan hin. Klarheit über den Verbleib der fehlenden Zwergschwäne wird es jedoch erst geben, sobald die Daten auf internationaler Ebene zusammengetragen und ausgewertet sind.

Anfang Dezember 2022 konnte für 87 Familien die Anzahl an Jungvögeln ermittelt werden. Die meisten erfolgreichen Altvögel hatten einen bis drei Jungvögel „im Schlepptau“. Aber auch Familien mit vier, fünf, sechs und sogar acht Jungen konnten am Zählwochenende beobachtet werden. Die durchschnittliche Jungenanzahl je Familie lag bei 2,2 Jungvögeln.

Allen an der Erfassung Beteiligten danken wir aufs Herzlichste, insbesondere den Landeskoordinatoren für die Koordination der Zählung und Auswertung der Daten in Ihren Bundesländern: Hans-Joachim Augst in Schleswig-Holstein, Axel Degen in Niedersachsen sowie Helmut Eggers und Steffen Hollerbach in Mecklenburg-Vorpommern!

Die Zählung erfolgte im Rahmen des Projektes „Zwergschwan: Schutzkonzept für eine bedrohte Zugvogelart in Deutschland“, das durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert wird.

https://cdnfiles1.biolovision.net/www.ornitho.de/userfiles/news/image/zwergschwanjuvdez2022.png
Abbildung: Die in Nordwesteuropa überwinternden Zwergschwäne hatten 2022 offenbar wieder einen überdurchschnittlichen Bruterfolg. Darauf deuten die Ergebnisse der Zählungen Mitte Dezember 2022 in Deutschland hin. Der Jungvogelanteil in Deutschland ist meist höher als der der Gesamtpopulation. Das weist darauf hin, dass erfolgreiche Familien weiter östlich überwintern.

Foto: Hans Glader

posted by Nikolas Prior
 
Sunday, January 1st, 2023
avinews
Please note: Birds have become one year older!

Identifying the age of a bird is done according to the so-called calendar-years. With the turn of the year, birds hatched in 2022 no longer belong to the first calendar-year and are therefore no longer stated as this year's birds. They are now referred to as second calendar-year birds or as birds of the previous year. Birds hatched in 2021 are now in their 3rd calendar-year and so forth. We ask you to please bear that in mind when aging birds.

Many thanks

the team of ornitho.de and ornitho.lu

posted by Christopher König
 
Thursday, December 15th, 2022
tipnews

Dear birdwatchers, dear users,

ornitho.de and ornitho.lu have been enjoying a big and growing popularity. More and more of You do use the joint portal for Luxembourg and Germany as digital diary, for organizing bird counts, as source of information and as photo archive. And it still continues becoming more and more convenient. This all comes for free and even advertisement is only very discreet. That is how it will continue. If every person registered donates only € 3.65 – in other words a cent for each day of the year – a substantial part of the yearly costs would be covered. If you are happy with the portal and us, please take a few minutes to support us. With your help ornitho.de and ornitho.lu will continue to be what they stand for: convenience, commitment and cutting edge.

Thank you!
  • Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.
    IBAN: DE59 3702 0500 0001 1136 00 BIC: BFSWDE33XXX
    (Please state ornitho.de as confirmation of purpose on your bank transfer slip)
    donate online

    You would like to support the DDA regularly? Why not become a member!
     
  • natur&ëmwelt – fondation Hëllef fir d’Natur
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    donate online

Photo: Thomas Harbig

posted by Christopher König
 
Monday, December 12th, 2022
avinews
Breeding success of Bewick’s Swans in 2022: Please take part in the European census on December 17th/18th

 

Am Wochenende 17./18. Dezember findet - wie schon in den vergangenen Jahren - eine europaweite Erfassung des Jungvogelanteils beim Zwergschwan statt. In den vergangenen Jahren konnten wir dank des gut etablierten Zählernetzwerkes jeweils eine große Stichprobe beitragen. Wir hoffen, dass dies auch in diesem Jahr wieder gelingt: Aufgrund der bislang milden Witterung halten sich wieder viele Zwergschwäne bei uns auf (s. Karte). Die Erfassung findet wie immer zum Termin der Mittmonatszählung im Dezember statt.

Jungvogelanteil ‒ ein wichtiger Fingerzeig für die Populationsentwicklung

Der Jungvogelanteil in den Trupps überwinternder Gänse und Schwäne ist ein guter Indikator für den Bruterfolg im zurückliegenden Sommer in den arktischen Brutgebieten und – neben der Überlebensrate der Altvögel sowie der Zu- und Abwanderung – ein wichtiger Parameter, wenn es darum geht, die Entwicklung einer Population zu analysieren. Eine der wenigen Gänse- und Schwanenarten, die derzeit einen negativen Bestandstrend aufweist, ist der Zwergschwan. Eine der Ursachen ist ein seit den 1990er-Jahren geringer Bruterfolg. Allein in den letzten 10 Jahren wurden im Mittel lediglich 9 % Jungvögel erfasst. Wodurch der geringe Bruterfolg bedingt ist, ist allerdings noch nicht ganz geklärt, könnte aber unter anderem mit den Nahrungsbedingungen an den letzten Zwischenrastplätzen zusammenhängen, bevor die Vögel die Brutgebiete erreichen.

Die Ergebnisse zur europaweiten Erfassung zum Bruterfolg des Zwergschwans 2021 können Sie hier als PDF herunterladen.

Ganz herzlichen Dank allen, die mit ihren Meldungen zu diesen großen Stichproben aus Deutschland beigetragen haben!

Neben dem Jungvogelanteil sollte – wie für viele mittlerweile ebenfalls Standard – auch das Nahrungshabitat erfasst werden. Wer etwas mehr Zeit hat und eine interessante Herausforderung sucht, findet diese in der Ermittlung der Familiengröße. Hinweise, wie diese und die anderen Informationen in ornitho.de bzw. in NaturaList einzutragen sind, finden Sie untenstehend. Wir haben diese aber auch in einer bebilderten Kurzanleitung zusammengefasst, die Sie HIER herunterladenkönnen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Axel Degen (bundesweiter Koordinator), Nikolas Prior (DDA) und Wim Tijsen (int. Koordinator)

Hinweis: Um mehr über den Bestandsrückgang der Zwergschwäne zu erfahren und der besonderen Verantwortung Deutschlands für diese Art gerecht zu werden, wurde im November 2020 das Projekt „Zwergschwan: Schutzkonzept für eine bedrohte Zugvogelart in Deutschland“ gestartet. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums. Auch der DDA und seine Partnerverbände NOV, OAMV und OAGSH beteiligt sich an diesem Projekt unter der Leitung des Michael-Otto-Institut im NABU. Mehr dazu erfahren sie unter: https://zwergschwan.de/

 

Eintragung von Alter, Familiengröße und Nahrungshabitat:

Die nachfolgenden Hinweise gelten auch für alle übrigen Schwanen- und Gänsearten sowie Kraniche.

  • Tragen Sie die Informationen zum Alter in den dafür vorgesehenen Feldern unter den optionalen Angaben ein (und nicht in den Bemerkungsfeldern, die sich kaum auswerten lassen)!
  • Bitte machen Sie immer Angaben zu allen beobachteten Altersklassen. Beispiel: Sie haben einen Trupp von 28 Zwergschwänen nach Alter differenziert und 23 Alt- und 5 Jungvögel ermittelt. Wenn Sie nun lediglich die 5 Jungvögel eintragen, dann kann das bedeuten, dass die übrigen Tiere Altvögel waren, aber auch, dass unter den 28 Vögeln unter anderem 5 Jungvögel beobachtet wurden. Der Rückschluss, alle übrigen sind Altvögel, wäre dann falsch. Solche Datensätze können deshalb bei Auswertungen nicht berücksichtigt werden.
    Ein Grund, weshalb immer wieder nur die Jungvögel angegeben werden, mag darin liegen, dass nur zunächst eine Zeile bei den Details zum Alter und Geschlecht angegeben ist. Um das andere Geschlecht oder weitere Altersklassen anzugeben, klicken Sie bitte auf „Detailangaben für weitere Vögel anfügen“. Alternativ finden Sie darunter ein Feld, über das Sie die Detailangaben sehr schnell und einfach eintragen können. Mit einem Klick in das Feld öffnet sich ein Hinweis, wie die Detailangaben in das Feld eingetragen werden müssen.
  • Bitte vermeiden Sie die Angabe „immatur“, wenn das Alter genauer angegeben werden kann. Für Vögel aus der vorhergehenden Brutzeit verwenden Sie bitte bis zum 31. Dezember eines Jahres die Kategorie „1. KJ / diesjährig“ (und ab dem 1. Januar „2. KJ / vorjährig“). Wer Altvögel von zwei- bis dreijährigen Vögeln unterscheidet, sollte diese als weitere Kategorie gesondert angeben.
  • Die Altersverhältnisse unterscheiden sich zwischen kleinen und großen Trupps. Kleine Trupps oder einzelne Familien, die sich z.B. bei Schwänen fast auf einen Blick differenzieren lassen, haben durchschnittlich einen höheren Jungvogelanteil. Bitte differenzieren Sie unbedingt auch größere Ansammlungen. Diese Informationen sind notwendig, damit es nicht zu einer Überschätzung des Jungvogelanteils kommt.
  • Machen Sie Altersangaben auch dann, wenn ein Trupp nur aus Alt- oder Jungvögeln besteht! Mitunter hatten wir den Eindruck, dass vor allem Trupps gemeldet wurden, die beide Altersklassen enthielten.
  • Die Familiengröße bei Gänsen und Schwänen ist ebenfalls eine interessante Information. Falls Sie diese ermitteln, geben Sie diese bitte im Bemerkungsfeld wie folgt an: Familien: 3x1, 4x2, 1x5 Juv.
    Bitte melden Sie die Familiengröße nur, wenn Sie sich bei der Bestimmung sicher sind!

Rast- oder Nahrungshabitat

  • Bei in der Agrarlandschaft rastenden Vögeln (v.a. Gänsen, Schwänen, Kranichen und Limikolen) ist das Rast- oder Nahrungshabitat eine wichtige Zusatzinformation. Falls Sie dieses bestimmen können, tragen Sie es bitte unter den Optionalen Angaben bei „(Rast)Habitat“ ein. Im Gegensatz zu Angaben unter „Bemerkungen“ können diese Angaben dann direkt ausgewertet werden. Bei Gänsen und Schwänen unterscheiden sich z.B. die Jungvogelanteile zwischen verschiedenen Habitaten. Auch deshalb ist die Angabe des Habitats wertvoll und wichtig.
  • Bitte machen Sie auch möglichst bei „Präzisierung der Beobachtung“ eine Angabe, so dass eindeutig zwischen rastenden und ziehenden / überfliegenden Vögel unterschieden werden kann. Bei ziehenden Vögeln ist auch die Uhrzeit eine wichtige Information. Diese können Sie direkt hinter dem Datum mit Leerzeichen getrennt angeben, z.B. 23.11.2013 09:00
  • Nicht immer ist die Unterscheidung zwischen „Nahrung suchend“ und „rastend / ruhend“ eindeutig möglich. Im Zweifelsfalle sollten Sie „Nahrung suchend“ eingeben, auch wenn ein Teil des Vogeltrupps zum Beobachtungszeitpunkt ruht. Nicht hilfreich ist es, für einen zusammenhängenden Rasttrupp zwei Datensätze anzulegen, die sich lediglich in der Präzisierung der Verhaltensweise unterscheiden. Gleiches gilt für Anteile eines zusammenhängenden Rasttrupps, die sich über eine Parzellengrenze hinweg bewegen und daher zwei verschiedene Habitate nutzen. Hier sollten Sie das vorrangig genutzte Habitat eingeben. Separate Trupps in größeren Gebieten sollten hingegen möglichst mit exakter Lokalisierung getrennt eingegeben werden.

Eine bebilderte Kurzanleitung zur Dateneingabe über ornitho.de und NaturaList können Sie hier als PDF herunterladen.

Foto: Jörn Clausen, 8.11.2015, Oppendorfer Fledder

posted by Nikolas Prior
 
Wednesday, October 26th, 2022
tipnews
New: Instructions for breeding success monitoring and identification of juvenile geese and swans

In den letzten Wochen sind viele nordische Gänse und auch schon die ersten Sing- und Zwergschwäne eingetroffen. Da bei diesen Arten die Familienverbände im Herbst weitgehend intakt und die Jungvögel noch recht gut von den Altvögeln zu unterscheiden sind, bietet es sich an, den Anteil an Jungvögeln zu bestimmen sowie eventuell die einzelnen Familiengrößen. Solche Zählungen werden bereits an einigen Rastplätzen durchgeführt, aber um die Repräsentativität zu steigern, wäre eine größere Stichprobe wünschenswert. Die Ergebnisse liefern viele Informationen über die Populationsdynamik bei diesen Arten.

Als Teil eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens zum Ausbau des Gänsemonitorings in Deutschland hat der DDA in Kooperation mit Sovon Vogelonderzoek Nederland dazu ein Merkblatt angefertigt, in welchem die Vorgehensweise beim Bruterfolgsmonitoring erklärt wird. Zudem ist eine Bestimmungshilfe erstellt worden, in dem die wichtigsten Unterschiede zwischen Alt- und Jungvögeln im Gelände gezeigt werden. Die Bestimmungshilfe soll im Laufe der Zeit noch weiter ausgebaut und um weitere Arten sowie Küken ergänzt werden.

Link zum Merkblatt: https://austausch.dda-web.de/s/Merkblatt-GuS-Bruterfolg

Link zur Bestimmungshilfe: https://austausch.dda-web.de/s/Bestimmung-GuS-Jungvoegel

Das Bruterfolgsmonitoring bei Gänsen und Schwänen ist nicht an fest begrenzte Gebiete oder an die monatlichen Zähltermine gebunden. Im oben erwähnten Merkblatt wird allerdings für jede Art ein optimales Zeitfenster vorgestellt, in dem die Erfassungen bevorzugt erfolgen sollen. Diese sind getrennt nach der Sommerperiode für die hiesigen Brutvögel (z.B. in Anlehnung zu der Sommer-Gänsezählung die in einigen Bundesländern stattfindet) und den Herbst und Frühwinter für die Durchzügler und Wintergäste. Wichtig ist, dass nicht nur kleinere Trupps erfasst werden, sondern auch größere Ansammlungen (eventuell mittels einer Stichprobe). Die Ergebnisse können bequem per NaturaList oder über ornitho.de gemeldet werden (unter "Details").

Anleitung zur Dateneingabe: https://austausch.dda-web.de/s/Anleitung-GuS-Bruterfolg

Bisherige Erfahrungen zeigen, dass das genauere Durchmustern von Gänsen- oder  Schwanentrupps durchaus auch die Chancen auf seltenere Arten erhöht (Tiere werden alle individuell auf Alter bestimmt) sowie zu mehr Ringablesungen führt.

Viel Erfolg wünscht
das Team von ornitho.de

Foto: Typisches Familienbild von Blässgänsen: zwei Altvögel (rechts) mit einem Jungvogel (links). Kees Koffijberg

posted by Nikolas Prior
 
Wednesday, October 19th, 2022
avinews
Parrot Crossbils on the move!

Die Brutverbreitung des Kiefernkreuzschnabels reicht von Nordost-Schottland über Fennoskandinavien bis nach Südwest-Sibirien. Kiefernkreuzschnäbel sind keine Zugvögel im eigentlichen Sinne, allerdings sehr mobil und unternehmen je nach Nahrungsverfügbarkeit mitunter sehr weite Wanderungen, die sie in manchen Jahren auch bis nach Mitteleuropa führen. Die letzten Einflüge nach Deutschland gab es in den Winterhalbjahren 2013/14 und 2017/18.

Seit Anfang Oktober häufen sich in diesem Jahr wieder Meldungen von Kiefernkreuzschnäbeln (siehe Aktuelle Karte). Kiefernkreuzschnäbel weisen einen größeren Kopf und vor allem kräftigeren Schnabel auf als Fichtenkreuzschnäbel. Ihr Ruf klingt durchschnittlich tiefer und härter bzw. weniger klickend. Doch die Bestimmung ist sowohl optisch als auch akustisch nicht ganz einfach. Bei einem Verdacht auf diese Art sollte daher möglichst immer versucht werden, Belege anzufertigen. Diese sind für die Anerkennung der Nachweise durch die Deutsche Avifaunistische Kommission sogar erforderlich. Neben Fotos können insbesondere Aufnahmen der Rufe hilfreich sein. Da Kiefernkreuzschnäbel zum Glück sehr ruffreudig sind, lassen sich selbst mit dem Handy oft bereits brauchbare Tonaufnahmen erstellen. Bitte fügen Sie Ihren Beobachtungsmeldungen in ornitho direkt entsprechende Belege an. Diese erleichtern eine zeitnahe Überprüfung durch die Regionalkoordinatorinnen und -koordinatoren.

Bislang beschränken sich die Meldungen noch auf die Nordhälfte Deutschlands. Wird der Einflug diesmal auch südlichere Regionen erreichen? Die täglichen Meldungen aus Dänemark bei dofbasen.dk lassen darauf hoffen, dass noch einiges an „Nachschub“ auf uns zu kommen könnte. Zu suchen (und hoffentlich auch zu finden) sind Kiefernkreuzschnäbel vor allem in Kiefernwäldern, aber auch Fichtensamen stehen auf dem Speiseplan der Art und durchziehende Individuen können auch fernab von Nadelwäldern auftreten. Die letzten Einflüge führten im weiteren Verlauf des Winters sogar zu einzelnen Bruten in Deutschland. Vielleicht lassen sich auch diesmal wieder welche dokumentieren - erstes Balzverhalten wurde bereits beobachtet! Also Augen und Ohren auf und Kamera und Aufnahmegerät parat!

Viel Erfolg wünscht
das Team von ornitho.de

 

Foto: Typischer männlicher Kiefernkreuzschnabel mit „Stiernacken“ und auffällig dickem Schnabel. © S. Lange. Celle, 23.2.2018.

posted by Christopher König
 
Wednesday, October 5th, 2022
tipnews
Resting and migrating Cranes (and other species) - please note

Zu Zehntausenden sammeln sich derzeit die Kraniche in den Rastgebieten im Norden und Osten Deutschlands und treten bald ihren Zug in die Überwinterungsgebiete in Südwesteuropa an. Vor allem im Westen Deutschlands und in Luxemburg werden dann wieder die weithin hörbaren Rufe und beeindruckenden Zugformationen zu sehen sein. Viele Tausend Zug- und Rastbeobachtungen werden in dieser Zeit über ornitho.de und ornitho.lu gemeldet. Damit die gesammelten Daten später detailliert ausgewertet und für Naturschutzfragen eingesetzt werden können, bitten wir Sie um Folgendes:

  • Melden Sie bitte möglichst jeden Zug- oder Rasttrupp separat.
  • Geben Sie zu Ihren Zugbeobachtungen bitte immer eine Uhrzeit an. Diese können Sie auf ornitho direkt hinter dem Datum von Hand eingeben, z.B. 07.10.2019 09:18. In der App NaturaList wird die Uhrzeit automatisch angefügt.
  • Falls Sie an Massenzugtagen für mehrere Stunden an einem Ort stehen und den Zug verfolgen, geben Sie neben der Gesamtsumme und der Anzahl an Trupps bitte den Erfassungszeitraum sowie für die Interpretation der Daten wichtige Informationen (z.B. Sichtweite) unter „Bemerkungen“ an.
  • Bitte geben Sie bei Zugbeobachtungen immer eine Zugrichtung an. Diese können Sie auf ornitho im Feld „Präzisierung der Beobachtung“ auswählen. InNaturList können Sie diese Information unter „weitere Details“ ergänzen. Vielen Dank!
    Entsprechende Angaben im Bemerkungsfeld lassen sich nicht auswerten.
  • Geben Sie Trupps rastender oder Nahrung suchender Kraniche bitte punktgenau ein. Geben Sie in ornitho unter „Präzisierung der Beobachtung“ bitte „rastend/ruhend“ oder „Nahrung suchend“ an, und vermerken Sie – sofern zutreffend und erkennbar – auch das (Rast)Habitat.
    InNaturList können Sie diese Information ebenfalls unter „weitere Details“ ergänzen.
  • Alt- und Jungvögel lassen sich bei Kranichen sehr einfach unterscheiden. Falls Sie also etwas mehr Zeit haben, zählen Sie Alt- und Jungvögel getrennt aus und tragen die Informationen in den dafür vorgesehenen Feldern ein (bitte nicht im Bemerkungsfeld). Falls Sie nur einen Teil eines großen Trupps ausgezählt haben, geben Sie bitte die Gesamtanzahl und in den Detailangaben nur die Anzahl differenzierter Individuen an.
  • Falls Sie Kraniche abends oder morgens am Schlafplatz gezählt haben, geben Sie in ornitho ebenfalls die Uhrzeit sowie unter „Präzisierung der Beobachtung“ bitte „Schlaf-/Sammelplatz“ an. InNaturList können Sie diese Information ebenfalls unter „weitere Details“ ergänzen.
  • Diese Hinweise bezüglich der Rast gelten insbesondere auch für Gänse und Schwäne sowie weitere auf Feldern rastende / Nahrung suchende Vogelarten (z.B. Kiebitz, Goldregenpfeifer).

Mehrwert von Detailangaben
Durch die Ergänzung von Detailangaben kann der Wert der gemeldeten Beobachtungen noch weiter erhöht werden. In einem Beitrag in der Dezember-Ausgabe 2021 von "Der Falke", gehen wir allgemein auf den Wert von Zusatzangaben bei Vogelbeobachtungen ein. Der Beitrag finden Sie hier als PDF.

Bewährte Zusammenarbeit mit der AG Kranichschutz Deutschland
Die AG Kranichschutz Deutschland und der DDA arbeiten im Bereich der Datensammlung bei Kranichen eng zusammen. Die über ornitho gesammelten Informationen zum Brut-, Rast- und Zuggeschehen stehen der AG Kranichschutz für detaillierte Auswertungen zur Verfügung, die u.a. für den jährlichen Bericht "Das Kranichjahr" erstellt werden. Bitte geben Sie Ihre Beobachtungen deshalb nicht zusätzlich unter www.kraniche.de ein!

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung und wünschen Ihnen, dass Sie das faszinierende Schauspiel des herbstlichen Kranichzugs ebenfalls bestaunen können!

Foto: R. Kistowski (www.wunderbare-erde.de)

posted by Nikolas Prior
 
Thursday, July 7th, 2022
technews
Important settings of the ornitho app NaturaList

The mobile input of observations directly from the field is increasing more and more. In the meantime, about half of the data is received via the ornitho app "NaturaList". But there are a few things to keep in mind and it is important that the app is set up correctly. You can access the "Preferred settings" via the "Hamburger menu icon" and configure the app there. We would like to list some particularly important notes and settings below:

1. Report the position of the bird, not your own location!
When entering data, it is important to move the map so that the red pointer marks the location of the bird. Your own location (smiley) is irrelevant and only serves to facilitate orientation in the field within the app.

2. Select the correct species list!
The species list is a central element of the app, through which important options are controlled (e.g. map bases, projects, bird monitoring, additional information). It is therefore of great importance that the list from ornitho.de is selected for bird observations in Germany. Please check in the settings of the app under "Species list" that the list of the internet portal ornitho.de is selected.

3. Correct list of atlas codes!
Particularly important information can be obtained by assigning atlas codes. Even though the codes are internationally agreed, there are slight differences from country to country. To ensure that your observations can be correctly classified, it is important to select the 20-digit list in the app settings under "Choice of atlas codes". Basic information on assigning atlas codes can also be found here: https://www.ornitho.de/index.php?m_id=20041

4. Use map bases optimally!
We recommend using the map "Deutschland TopPlusOpen" as default, alternatively "OpenStreetMap Live". The default can be set in the app settings under "Map". Should it ever be necessary to use an aerial photograph for a particularly precise location, the map layers can be easily changed during data entry via the "layers" symbol at the top left of the map (e.g. "Luftbild Deutschland"). Please do not choose any of the Google map layers, for two reasons: 1.) These cause costs for us, all others are free of charge (and often better)! This money can be put to much better use. 2.) There are plans to remove most of these from NaturaList soon.

Please take the time to check the above settings once and correct them if necessary. This will make the app easier to use, improve the quality of your data and help us to save costs. You can find many more tips on how to use NaturaList in our user guide: https://www.ornitho.de/index.php?m_id=20033.

Thank you very much!

posted by Christopher König
 
Friday, July 1st, 2022
tipnews
Landesweite Sommer-Gänsezählungen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen 2022

Auch 2022 wird wieder eine Sommer-Gänsezählung stattfinden, in NRW bereits zum 12. Mal, in Niedersachsen zum 5. Mal. Ziel ist es, landesweite Angaben zu Bestandsgrößen und zur Verbreitung der Gänse im Sommer zu bekommen sowie in möglichst vielen Gebieten Informationen zum Bruterfolg zu ermitteln. In Niedersachsen wird die Erfassung von der Staatlichen Vogelschutzwarte und der Niedersächsischen Ornithologischen Vereinigung (NOV) koordiniert, in NRW von der Nordrhein-Westfälischen Ornithologen-Gesellschaft (NWO). Wie in den Vorjahren werden bei der Sommer-Gänsezahlung auch alle anwesenden Schwäne erfasst. Es ist also eine richtige "Gänse- und Schwanenzählung" geworden!

Termine

Die Zählung in NRW findet seit jeher am Wochenende vor dem Jagdbeginn auf einige Gänsearten in NRW statt und in Niedersachsen orientieren sich der Zähltermine an der Tide im Wattenmeer. Der Termin ist diesmal das Wochenende vom 09./10. Juli in NRW bzw. 16./17. Juli in NI und Bremen.
Wer am Wochenende keine Zeit hat: Zählungen von Freitag bis Montag werden in die Auswertungen einbezogen.

Erfassungsmethode

Bei der Sommer-Gänsezählung wird das Standard-Artenspektrum der "Gänse- und Schwanenzählung" erfasst, d.h. alle Gänse und Halbgänse (Nilgans, Rostgans, Brandgans) sowie Schwäne (überwiegend Höckerschwan, vereinzelt auch einer der anderen Arten). Die Zählungen sollten zwischen 9 und 18 Uhr durchgeführt werden, da sich zumindest Gänse um diese Tageszeit überwiegend an Gewässern konzentrieren und sich leichter zählen lassen. Schwäne werden einfach während der Gänsezählung miterfasst. Bitte melden Sie unbedingt auch NULLZÄHLUNGEN (Hinweise s.u.)! 

Wichtig bei der Unterscheidung der Altersklassen: Alt- und Jungvögel (eventuell Pulli) sollen individuell ausgezählt werden, s. unten. Für weitere Einzelheiten und Hilfe bei der Bestimmung der Altersklassen ist ein verfügbar auf den Projektseiten der NOV und NWO.

Übermittlung der Daten

  • Teilnehmer an der WVZ/WWZ bzw. Gänsezählung benutzen bitte – sofern für Ihr Zählgebiet verfügbar – die Module in ornitho.de oder NaturaList zur Eingabe: „Rastende Gänse und Schwäne (Feldzählung)“ oder „Wasservogelzählung“. Beachten Sie allerdings, dass bei einer WVZ dann auch tatsächlich alle Wasservogelarten erfasst werden sollen!
  • Außerhalb der Zählgebietskulisse (oder wenn ihr Zählgebiet noch nicht in ornitho.de enthalten ist) melden Sie Ihre Zählergebnisse bitte „ganz normal“ als Einzelbeobachtungen über ornitho.de oder NaturaList. Bei Nullzählungen tragen Sie einfach Graugansmit Bestand = 0 ein. Damit wird bei der Auswertung klar, dass ein Gebiet aufgesucht aber keine relevanten Arten angetroffen wurden.
    Wichtig:In der Eingabemaske in ornitho.de unter „Weitere Informationen“ bitte als Erfassungsprojekt „SoGaNRW/NI“ auswählen. Wenn die Daten im Gelände mit NaturaList eingegeben werden, das Erfassungsprojekt bitte über den Button „Erf.projekt“ (in älteren Versionen „Studie Code“) zuordnen. Mit dem Erfassungsprojekt lassen sich die Daten bei der Auswertung einfach zuordnen.
    Hinweis: (Optionale) Angaben zum Habitat können jetzt auch in NaturaList über die Option "Weitere Details" gemacht werden.
  • Bei der Zählung sollen so gut es geht die Altersklassen getrennt erfasst werden, also adulte Tiere, K1 für flügge Jungvögel und Pulli für nicht-flügge Jungvögel. Es ist kein Problem, wenn das nur bei einem Teil des Trupps klappt! Wichtig ist, dass alle Altersklassen, die sie festgestellt haben, eingetragen werden. Beispiel: Unter 100 Graugänsen haben Sie 20 flügge Jungvögel und 40 Altvögel differenziert. Sie geben dann als Gesamtzahl 100 und unter den Detailangaben 40x adult und 20x 1. KJ / diesjährig an.
  • Weitere Einzelheiten sind als Infoblatt auf ornitho.de verfügbar. Weitere hilfreiche Informationen zur Verwendung der App finden Sie unter http://www.ornitho.de/index.php?m_id=20033.

Natürlich ist auch der Meldeweg über einen Zählbogen möglich (s. dazu die oben erwähnten Projektseiten).

Mitmachen?

Wer Interesse an einer Mitarbeit hat und in den letzten Jahren noch nicht an der Zählung teilgenommen hat, möge sich in NRW bitte vorab bei Kees Koffijberg von der NWO (kees.koffijberg@t-online.de) melden, so dass Doppelerfassungen möglichst vermieden werden. Für Niedersachsen ist der Ansprechpartner Dr. Markus Nipkow von der Staatlichen Vogelschutzwarte (markus.nipkow@nlwkn.niedersachsen.de).

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Kees Koffijberg, Markus Nipkow und das Team von ornitho.de

 

Foto: Hans Glader

posted by Nikolas Prior
 
Friday, July 1st, 2022
tipnews
Count dates Monitoring of Migratory and Wintering Waterbirds 2022/23

Dear counters,

the new counting season for the Monitoring of Migratory and Wintering Waterbirds starts on the first of July.

Although the counts in most census areas will not start until September, we have already set the count dates for the 2022/23 counting season for the “Waterbird Census” and the "Geese and Swans" monitoring (as well as all other Migratory and Wintering Waterbirds programmes) under the menu item Bird monitoring > Monitoring of Migratory and Wintering Waterbirds > Count dates.

On behalf of all coordinators, we hope you enjoy the counts.

with many thanks for your loyal support

Johannes Wahl and Nikolas Prior
Federal Coordination Monitoring of Migratory and Wintering Waterbirds

posted by Nikolas Prior
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Biolovision Sàrl (Switzerland), 2003-2023