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Mittwoch, 20. Oktober 2021
avinews
Einladung zur Online-Tagung „10 Jahre ornitho.de“ am 30. Oktober 2021

Am 30. Oktober 2011 wurde ornitho.de im Rahmen der DDA-Mitgliederversammlung für die Öffentlichkeit freigeschaltet. Die Sammlung von Vogelbeobachtungen hat sich seitdem grundlegend verändert. Für viele Tausend an der Vogelwelt Interessierte ‒ ganz gleich, ob als Beobachterin, als Koordinator oder für Auswertende ‒ ist ornitho.de heute nicht mehr wegzudenken und eine unverzichtbare Datenquelle geworden. In allen Bundesländern ist ornitho.de mittlerweile die Plattform zur Sammlung von Vogelbeobachtungen. Jahresberichte oder Avifaunen basieren zunehmend auf Daten des Portals, und die Meldungen dienen vielfach als wichtige Grundlage im Natur- und Artenschutz. Über 500 Regionalkoordinatorinnen und Artspezialisten sorgen durch laufende Plausibilitätskontrollen für eine hohe Datenqualität, die Steuerungsgruppen auf Bundes- und Länderebene lenken mit viel Umsicht die Geschicke des Portals und bearbeiten eine steigende Zahl an Anträgen auf Nutzung der Daten.

Diese Erfolgsgeschichte verdanken wir einem großen Netzwerk von engagierten Einzelpersonen, Fachgruppen, -gesellschaften und -verbänden, unseren Partnern in den Fachbehörden des Bundes und der Länder, Stiftungen sowie der ornitho-Familie – und allen voran Biolovision, den „Erfindern“ von ornitho.de. Dafür wollen wir „Danke!“ sagen und das Jubiläum gemeinsam feiern.

Anlässlich des Jubiläums von 10 Jahren ornitho.de möchten wir Sie zu einer Online-Tagung am 30. Oktober 2021 ab 10:15 Uhr einladen, bei der in mehreren Vorträgen von der lokalen bis zur internationalen Ebene unterschiedliche Aspekte rund um das Portal beleuchtet werden. Der Werdegang des Portals und schlaglichtartige Ergebnisse und Erkenntnisse auf Basis der Daten gehören ebenso zum Programm wie die internationale Einbindung und der Blick auf die regionale Ebene sowie die Nutzung von ornitho-Daten im Naturschutz und in der Öffentlichkeitsarbeit.

Die Tagung wird als Livestream über das Videoportal YouTube übertragen. Es ist keine Registrierung oder spezielle Software notwendig. Für die Teilnahme wird lediglich ein Endgerät (PC/Laptop/Tablet) mit stabiler Internetverbindung benötigt.

>> Zum Programm der Tagung <<

>> Zum Livestream <<

aufgegeben von Christopher König
 
Montag, 16. August 2021
tipnews
Aufruf: Gezielte Suche nach rastenden Mornellregenpfeifern (Bitte auch Negativkontrollen melden!)

Das Brutgebiet des Mornellregenpfeifers liegt in den Fjällflächen und Tundren von Skandinavien bis Ostsibirien. Während die östliche Population in Vorderasien überwintert, überqueren europäische Brutvögel Zentral- und Südeuropa auf dem Weg nach Nordafrika. Viele Vögel führen dabei vermutlich einen Nonstopzug durch, ein gewisser Teil rastet allerdings regelmäßig an meist traditionellen Rastplätzen. Noch vor wenigen Jahren galt der Mornellregenpfeifer in ganz Deutschland als seltener und unregelmäßiger Durchzügler. Seit Ende der 1990er-Jahre gab es aber durch eine in manchen Gebieten gezielte Suche nach der charismatischen Art einen enormen Erkenntnisgewinn: Zahlreiche bis dahin unbekannte Rastplätze wurden entdeckt und sind mittlerweile fast alljährlich besetzt.

Seit 2011 rufen wir zur gezielten Suche nach Mornellregenpfeifern während des zeitlich eng begrenzten Durchzugfensters von Mitte August bis Mitte September auf. Die zahlreichen Meldungen vor allem über ornitho ergaben den wohl bundesweit bislang besten Überblick über die Rastvorkommen. Dank der Differenzierung vieler Individuen in Alt- und Jungvögel können der jährilche Jungvogelanteil berechnet und so Rückschlüsse auf den Bruterfolg gezogen werden. Die Ergebnisse wurden in den vergangenen Jahren in „Der Falke“ veröffentlicht. Diese Beiträge können Sie hier als pdf herunterladen

Motiviert durch die sehr gute Resonanz der letzten Jahre wollen wir versuchen, auch den Wegzug 2021 möglichst gut zu dokumentieren. Gezielte Hinweise, wie und wo man Mornellregenpfeifer auf dem Herbstzug suchen (und hoffentlich auch finden) kann, finden Sie im Beitrag „Leicht zu übersehen: Herbstrast des Mornellregenpfeifers“ - hier als PDF.

Wann?

Mornellregenpfeifer überqueren Europa auf dem Zug in sehr engen Zeitfenstern. Im Frühjahr zieht die Art in Deutschland in sehr kurzer Zeitspanne und nur geringer Zahl fast ausschließlich im Mai durch, vorjährige Mornells verbleiben wie viele andere Zugvögel meist im Winterquartier. Weit auffälliger ist der Durchzug im Herbst. Hier werden die meisten Individuen im Zeitraum 15. August bis 15. September beobachtet. Einzelne Vögel treten noch bis Oktober auf. Es gilt daher in diesen Wochen ganz gezielt geeignete Habitate zu kontrollieren! Aufgrund des Verhaltens der Vögel sind die Beobachtungsbedingungen am Morgen und Abend am besten. Zu dieser Zeit findet die Nahrungssuche statt, während sich im weiteren Tagesverlauf ruhende, bewegungslose Vögel oft der Entdeckung entziehen. Auch die Chance, gegen Abend abziehende bzw. morgens zur Rast einfallende Tiere oder deren kleinräumige Ortswechsel bei der Suche nach geeigneten Rastflächen zu beobachten, erhöht den Beobachtungserfolg deutlich.

Wo?

Während im Frühjahr vor allem küstennahe Bereiche bevorzugt werden, tauchen Mornellregenpfeifer im Herbst vermehrt an Rastplätzen im Binnenland auf. Bei den Gebieten handelt es sich in der Regel um weithin exponierte, sehr offene und damit an skandinavische Weiten erinnernde Flächen mit kurzer Vegetation. Wurden ursprünglich wohl vor allem Heiden und Brachen aufgesucht, sind heute abgeerntete Felder die Hauptrastplätze. Besonders regelmäßig gelingen Nachweise vor allem auf Ackerflächen auf kargen, windexponierten Hochflächen mit weiter Sicht in Abzugrichtung Süd und Südwest in großräumigen Agrarlandschaften, gerne im oberen Hangbereich an der Südwestflanke kleiner Hügel. Es sollte mindestens ein Stoppelsturz stattgefunden haben, unbearbeitete Getreidestoppeln werden offenbar gemieden. Große Vertikalstrukturen wirken sich negativ aus, wobei Einzelbäume und Erdaufschüttungen toleriert werden. Besonders lohnend kann die Suche direkt nach starken, großräumigen Regenschauern und Gewittern sein, wenn die von der Witterungslage zur „Notrast“ gezwungenen Vögel schnell wieder abziehen und dann besonders auffällig sind. Unter solchen Witterungsbedingungen werden manchmal auch Flächen zur Rast genutzt, die bei guter Witterung keine Beachtung finden, wie z.B. ebene, kleinere Ackerflächen in Waldrandnähe. Die momentan soweit bekannt größten und bedeutendsten Rastplätze für Mornellregenpfeifer in Deutschland sind die nordrhein-westfälische Hellwegbörde im Kreis Soest sowie das Maifeld im Kreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz.

Wie?

Nur selten werden die gerade einmal amsel-großen Mornellregenpfeifer zufällig entdeckt. Erst das genaue Absuchen geeigneter Flächen mit Fernglas oder Spektiv führt in der Regel zum Erfolg. Die Art ist relativ leicht zu bestimmen und kaum mit anderen Arten zu verwechseln (Bestimmungshilfe [ PDF ]). An den Rastplätzen herrscht eine hohe Dynamik, viele Vögel verweilen nur kurz, so dass eine regelmäßige Kontrolle möglicher Rastgebiete mit Angabe des Altersverhältnisses wertvolle Zusatzinformationen zur Anzahl der insgesamt im Gebiet rastenden Vögel liefert. Auch die Kenntnis der Lautäußerungen kann daher hilfreich sein. Beim Abfliegen wird häufig ein trillerndes, für eine Limikole unerwartet tief-melancholisches „pjürrr“ (www.xeno-canto.org/species/Charadrius-morinellus)  geäußert. Mornellregenpfeifer rasten meist in artreinen Trupps, nur selten gemeinsam mit anderen Limikolen (z.B. Goldregenpfeifern). Im Rastgebiet verhalten sie sich in der Regel recht vertraut und verharren selbst auf wenige Meter Abstand. Besonders größere Trupps sind aber mitunter scheu und fliegen schon bei geringen Störungen auf. Wir möchten deshalb noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass jegliche Störungen zu vermeiden sind und der allgemeine Verhaltenskodex unbedingt zu beachten ist!

Bei der Meldung von Mornellregenpfeifern bitten wir um möglichst detaillierte Informationen zu:

  • Beobachtungsort (bitte immer punktgenau eingeben)
  • Uhrzeit (im Datumsfeld, z.B. 15.08.2021 12:00)
  • Alter der Vögel (Bestimmungshilfe [ PDF ])
  • Rasthabitat
  • rastend oder ziehend (unter "Präzisierung der Beobachtung")
  • Bitte auch Negativkontrollen melden!
    Wenn geeignet erscheinende oder in den vergangenen Jahren von Mornells aufgesuchte Flächen kontrolliert, aber keine Vögel gefunden wurden, bitte einen Bestand = 0 eintragen. Für die Interpretation der Verbreitungskarte und die Datenauswertung sind 0-Nachweise eine wichtige Information. Bitte geben Sie dabei den groben Zeitaufwand im Bemerkungsfeld an.

Gerne können Sie weitere Angaben (z.B. zum Verhalten) im Bemerkungsfeld machen oder Fotos der Vögel anfügen.

Eine Bestimmungshilfe mit zahlreichen Fotos und Erläuterungen sowie hilfreicher Literatur bietet das folgende [ PDF ].

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Das Team von ornitho.de

 

Foto: C. Höfs.

aufgegeben von Christopher König
 
Montag, 2. August 2021
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf das Frühjahr 2021

In der August-Ausgabe von DER FALKE blicken wir auf das vogelkundliche Geschehen im Frühjahr 2021 zurück. Knapp 3,9 Millionen zwischen März und Mai bei ornitho.de gemeldete Vogelbeobachtungen bildeten die Grundlage unserer Auswertungen.

Eine mehrjährige Serie zu warmer Frühjahre ging zu Ende und der April war sogar der kälteste seit 40 Jahren. Derartige Verhältnisse spielen auch für die Ankunft der Zugvögel eine Rolle. Einige Arten ließen bei der Heimkehr lange auf sich warten, vor allem die ab Anfang April bei uns eintreffenden Langstreckenzieher.

Kalte Temperaturen und Gegenwindsituationen wirkten sich auch auf den Durchzug der Watvögel aus. Im Binnenland war ein starkes Rastgeschehen zu bemerken, das beim Regenbrachvogel besonders auffällig ausfiel. Wir vergleichen die Beobachtungen abseits der Küsten mit denen der Vorjahre.

Einen speziellen Blick widmen wir diesmal dem Eisvogel. Auch wenn der vergangene Winter insgesamt mild verlief, hatte ein kurzer, heftiger Wintereinbruch im Februar fatale Auswirkungen. Eisvögel sind sehr anfällig für solche Bedingungen und die Zahlen in ornitho bestätigen leider hohe Verluste. Wir schauen uns die Bestandsdynamik des Eisvogels anhand der bei ornitho.de gemeldeten Beobachtungslisten genauer an.

Nachdem im Frühjahr 2020 ein Mongolenregenpfeifer erstmals für Deutschland nachgewiesen wurde, kann das zurückliegende Frühjahr gleich mehrere potenzielle Erstnachweise vorweisen. Wir berichten über die Entdeckungen von Schmarotzermilan, Balkanlaubsänger und Iberienschafstelze. Von Großem Schlammläufer, Rotflügel-Brachschwalben, Kalanderlerche, Samtkopf-Grasmücke und vielen weiteren Raritäten wird ebenfalls in unserem Überblick berichtet.

Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Frühjahr 2021 – Späte Heimkehrer, „kalt erwischte“ Eisvögel und mögliche Erstnachweise“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren bisher erschienenen Beiträge mit direktem ornitho-Bezug finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.

Das komplette Falke-Heft 08/2021 mit vielen weiteren Beiträgen u.a. über die neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands, Brachpieper, das Thema Dauerbeobachtungen sowie Ringdrosseln im Schwarzwald können Sie über die Internetseite von Der Falke beziehen. Der Falke finden Sie auch im gutsortierten Zeitschriften-Handel.

Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team von ornitho.de und ornitho.lu!

aufgegeben von Christopher König
 
Samstag, 26. Juni 2021
technews
Landesweite Sommer-Gänsezählungen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen (10./11. Juli 2021)

Auch 2021 wird wieder eine Sommer-Gänsezählung stattfinden, in NRW bereits zum 11. Mal, in Niedersachsen zum 4. Mal. Ziel ist es, landesweite Angaben zu Bestandsgrößen und zur Verbreitung der Gänse im Sommer zu bekommen sowie in möglichst vielen Gebieten Informationen zum Bruterfolg zu ermitteln. In Niedersachsen wird die Erfassung von der Staatlichen Vogelschutzwarte und der Niedersächsischen Ornithologischen Vereinigung (NOV) koordiniert, in NRW von der Nordrhein-Westfälischen Ornithologen-Gesellschaft (NWO). Wie in den Vorjahren werden bei der Sommer-Gänsezahlung auch alle anwesenden Schwäne erfasst. Es ist also eine richtige "Gänse- und Schwanenzählung" geworden!
Näheres ist auch dem aktuellen Bericht der Sommer-Gänsezählung in NRW zu entnehmen.

Termine

Die Zählung in NRW findet seit jeher am Wochenende vor dem Jagdbeginn auf einige Gänsearten in NRW statt und in Niedersachsen orientieren sich der Zähltermine an der Tide im Wattenmeer. In diesem Jahr ist dies in beiden Bundesländer das Wochenende 10./11. Juli 2021. Wer am Wochenende keine Zeit hat: Zählungen von Freitag bis Montag werden in die Auswertungen einbezogen.

Erfassungsmethode

Bei der Sommer-Gänsezählung wird das Standard-Artenspektrum der "Gänse- und Schwanenzählung" erfasst, d.h. alle Gänse und Halbgänse (Nilgans, Rostgans, Brandgans) sowie Schwäne (überwiegend Höckerschwan, vereinzelt auch einer der anderen Arten). Die Zählungen sollten zwischen 9 und 18 Uhr durchgeführt werden, da sich zumindest Gänse um diese Tageszeit überwiegend an Gewässern konzentrieren und sich leichter zählen lassen. Schwäne werden einfach während der Gänsezählung miterfasst. Bitte melden Sie unbedingt auch NULLZÄHLUNGEN (Hinweise s.u.)! 

Wichtig bei der Unterscheidung der Altersklassen: Alt- und Jungvögel (eventuell Pulli) sollen individuell ausgezählt werden, s. unten. Für weitere Einzelheiten und Hilfe bei der Bestimmung der Altersklassen ist ein verfügbar auf den Projektseiten der NOV und NWO.

Übermittlung der Daten

  • Teilnehmer an der WVZ/WWZ bzw. Gänsezählung benutzen bitte – sofern für Ihr Zählgebiet verfügbar – die Module in ornitho.de oder NaturaList zur Eingabe: „Rastende Gänse und Schwäne (Feldzählung)“ oder „Wasservogelzählung“. Beachten Sie allerdings, dass bei einer WVZ dann auch tatsächlich alle Wasservogelarten erfasst werden sollen!
  • Außerhalb der Zählgebietskulisse (oder wenn ihr Zählgebiet noch nicht in ornitho.de enthalten ist) melden Sie Ihre Zählergebnisse bitte „ganz normal“ als Einzelbeobachtungen über ornitho.de oder NaturaList. Bei Nullzählungen tragen Sie einfach Graugansmit Bestand = 0 ein. Damit wird bei der Auswertung klar, dass ein Gebiet aufgesucht aber keine relevanten Arten angetroffen wurden.
    Wichtig:In der Eingabemaske in ornitho.de unter „Weitere Informationen“ bitte als Erfassungsprojekt „SoGaNRW/NI“ auswählen. Wenn die Daten im Gelände mit NaturaList eingegeben werden, das Erfassungsprojekt bitte über den Button „Erf.projekt“ (in älteren Versionen „Studie Code“) zuordnen. Mit dem Erfassungsprojekt lassen sich die Daten bei der Auswertung einfach zuordnen.
    Neu: (Optionale) Angaben zum Habitat können jetzt auch in NaturaList über die Option "Weitere Details" gemacht werden.
  • Bei der Zählung sollen so gut es geht die Altersklassen getrennt erfasst werden, also adulte Tiere, K1 für flügge Jungvögel und Pulli für nicht-flügge Jungvögel. Es ist kein Problem, wenn das nur bei einem Teil des Trupps klappt! Wichtig ist, dass alle Altersklassen, die sie festgestellt haben, eingetragen werden. Beispiel: Unter 100 Graugänsen haben Sie 20 flügge Jungvögel und 40 Altvögel differenziert. Sie geben dann als Gesamtzahl 100 und unter den Detailangaben 40x adult und 20x 1. KJ / diesjährig an.
  • Weitere Einzelheiten sind als Infoblatt auf ornitho.de verfügbar. Weitere hilfreiche Informationen zur Verwendung der App finden Sie unter http://www.ornitho.de/index.php?m_id=20033.

Natürlich ist auch der Meldeweg über einen Zählbogen möglich (s. dazu die oben erwähnten Projektseiten).

Mitmachen?

Wer Interesse an einer Mitarbeit hat und in den letzten Jahren noch nicht an der Zählung teilgenommen hat, möge sich in NRW bitte vorab bei Kees Koffijberg von der NWO (kees.koffijberg@t-online.de) melden, so dass Doppelerfassungen möglichst vermieden werden. Für Niedersachsen ist der Ansprechpartner Dr. Markus Nipkow von der Staatlichen Vogelschutzwarte (markus.nipkow@nlwkn.niedersachsen.de).

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Kees Koffijberg, Markus Nipkow und das Team von ornitho.de

 

Foto: Hans Glader

aufgegeben von Nikolas Prior
 
Dienstag, 25. Mai 2021
technews
Hinweis: Manueller Schutz von Fotos und Beachtung der Verhaltensregeln

Der Schutz der Arten und ihrer Lebensräume hat stets Vorrang vor jeglichen anderen Interessen. Deshalb gibt es in ornitho.de und ornitho.lu mehrere Schutzmechanismen, um Störungen von ausgewählten Arten, aber auch Gebieten fernzuhalten:

  • Besonders schutzbedürftige oder ausgesprochen sensible Arten werden automatisch ganzjährig oder während der Brutzeit geschützt.
  • Brutvorkommen ausgewählter Arten werden auf Brutzeitcodes basierend automatisch geschützt.
  • Für einzelne (Brut)Vorkommen kann ein gebietsbezogener Schutz eingerichtet werden, d.h. alle Beobachtungen einer Art innerhalb des Gebietes werden automatisch geschützt.
  • Jeder ornitho-Nutzer kann seine Beobachtungen selbständig unabhängig von der gemeldeten Art generell oder in Einzelfällen schützen.

Seit einiger Zeit ist es außerdem möglich, Fotos zu schützen. Das bedeutet, dass die Aufnahmen nur für den Melder selbst sowie Personen mit erweiterten Rechten (z.B. Regionalkoordinatoren und Artspezialisten) sichtbar sind. Der manuelle Schutz von Fotos erfolgt direkt bei der Eingabe/dem Anfügen eines Fotos durch das Setzen eines Häkchens an dem roten Schlüssel-Symbol.

Warum ist dieser zusätzliche Schutz nötig? Fügen Sie ein Foto zu einer automatisch oder manuell geschützten Beobachtung hinzu, so wird dieses NICHT automatisch mit verschlüsselt. In vielen Fällen ist es durchaus in Ordnung, z.B. Fotos von Uhus, die aus störungsfreier Entfernung gemacht wurden, einzustellen. Lediglich der genaue Beobachtungsort sollte dann geheim bleiben. Es gibt aber auch Fälle, in denen Fotos unerwünschte Begehrlichkeiten wecken könnten. In diesen Fällen sollte auch das Foto geschützt werden.

Dies kann z.B. bei einer sehr seltenen Art in einem öffentlich nicht zugänglichen Gebiet der Fall sein. Selbst wenn die Beobachtung geschützt eingegeben wird, sind die Fotos mit Monatsangabe und Fotografenname für andere Nutzer sichtbar. Es zeigte sich leider in der Vergangenheit, dass diese Informationen bereits ausreichen können, um über andere – öffentlich sichtbare – Meldungen dieses Nutzers auf das entsprechende Gebiet schließen zu können, was wiederum zur Nicht-Beachtung von Betretungsverboten und damit verbundenen starken Störungen lokaler Brutvögel führte. Es sind zwar nur wenige „schwarze Schafe“, die jedoch einen immensen „Flurschaden“ anrichten und ornitho.de und ornitho.lu in Miskredit bringen können. Insbesondere Fotografen fallen hier leider immer wieder negativ auf.

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal eindringlich auf unseren Verhaltenskodex hinweisen und darum bitten, Personen auf ihr Fehlverhalten anzusprechen und bei gravierenden Verstößen (z.B. wenn Betretungsverbote ignoriert oder Arten sichtbar gestört werden) diese ggf. fotografisch zu dokumentieren und ggf. zur Anzeige zu bringen. Hilfreich kann hier der Kontakt zu lokalen Naturschutzbehörden, -verbänden oder Ornithologischen Arbeitsgemeinschaften sein.

Bitte achten Sie daher bei der Meldung sensibler Vorkommen oder begehrter Arten grundsätzlich auch darauf, dass Sie auch die Fotos manuell schützen, sofern dadurch negative Konsequenzen zu befürchten sind.

Wir wünschen allen Beobachtern und Fotografen weiterhin schöne Beobachtungen und Motive aus angemessener Distanz!

Christopher König, Patric Lorgé und Johannes Wahl

für das Team von ornitho.de und ornitho.lu

aufgegeben von Christopher König
 
Samstag, 22. Mai 2021
avinews
Beobachtungstipp: Mauserzeit der Graugänse hat begonnen!

Wasservögel erneuern wie die meisten Vogelarten alljährlich ihre Schwungfedern. Während die meisten anderen Arten dabei stets flugfähig bleiben, werfen Schwäne, Gänse, Enten, Taucher und Rallen alle Hand- und Armschwingen simultan ab. Für drei bis fünf Wochen sind sie flugunfähig, bis die neuen Schwingen nachgewachsen sind. Deshalb sind sie in dieser Zeit sehr scheu und auf nahrungsreiche, störungsarme Gewässer angewiesen. Viele Individuen suchen alljährlich dieselben Gewässer auf, deren Einzugsgebiete mehr als tausend Kilometer umfassen können. Den Mausergebieten kommt aus Naturschutzsicht auch deshalb eine besondere Bedeutung zu, weil die Mauser der meisten Wasservogelarten im Anschluss an die Brutzeit im Hoch- und Spätsommer stattfindet und damit in die Zeit des höchsten Freizeitdrucks fällt. Mausergebiete benötigen einen besonders strengen Schutz, da sie von überlebenswichtiger Bedeutung im Jahreszyklus von Wasservögeln sind. Zu den international herausragenden Mausergebieten in Deutschland zählen die schleswig-holsteinische Westküste (Graugans, Brandgans, Eider- und Trauerente), die ostholsteinische Seenplatte (Graugans, Schnatter-, Tafel-, Reiher- und Schellente), die Pommersche Bucht in der Ostsee (Trauerente) sowie der Ismaninger Speichersee mit Fischteichen bei München (Schnatter-, Tafel-, Reiher- und Kolbenente).

Die Informationen über die Mausergebiete und den Bestand mausernder Wasservögel sind in weiten Teilen Deutschlands noch lückenhaft. Wir würden uns deshalb sehr freuen, wenn Sie alle diesbezüglichen Beobachtungen melden und vielleicht sogar ihre Exkursionsziele entsprechend wählen würden.

Bereits in den vergangenen Jahren hatten wir dazu aufgerufen, gezielt auf Mausertrupps zu achten und diese über ornitho.de zu melden. Die systematische Sammlung der Informationen brachte dabei wichtige zusätzliche Erkenntnisse und verdeutlichte die wachsende Bedeutung von ornitho.de als ergänzende Informationsquelle für das bundesweite Vogelmonitoring und naturschutzfachliche Fragestellungen.

Mauserhöhepunkt Graugans Ende Mai / Anfang Juni
Die Graugans beginnt als erste Wasservogelarten mit der Großgefiedermauser. Bereits Mitte Mai können erste flugunfähige Tiere beobachtet werden, um den Monatswechsel Mai/Juni haben die meisten Vögel mit der Schwingenmauser begonnen und in der ersten Juni-Hälfte sind nahezu alle Graugänse flugunfähig. In den kommenden 2-3 Wochen ist somit der optimale Zeitpunkt, an geeigneten Gewässern mausernde Graugänse zu erfassen. Besonders Gebiete, in denen Sie bereits in den letzten Wochen größere Graugans-Gruppen beobachtet haben, lohnen eine gezielte Kontrolle.
Auffälliges Kennzeichnen mausernder Graugänse ist ihr weißes „Heck“, da die weißen Oberschwanzdecken nicht durch die Handschwingen verdeckt sind. Die Mausergruppen fallen zudem dadurch auf, dass sie dicht gedrängt schwimmen und sich meist in Ufernähe aufhalten (s. Foto).
Die Mausergewässer weisen fast immer Inseln auf, die tagsüber Deckung bieten. Schwungfedern am Ufer sowie von der Wasserseite aus abgefressenes Jungschilf sind deutliche Hinweise auf mausernde Graugänse.
Die beste Erfassungszeit ist abends ab 30 min. vor Sonnenuntergang, da die Gänse in vielen Gebieten oft erst dann ans Ufer kommen, um dort zu fressen. Übrigens: Familien halten sich meist abseits der in der Regel aus Nichtbrütern oder erfolglosen Brutvögeln bestehenden Mausergruppen auf. Erfolgreiche Altvögel mausern während der Jungenaufzucht das Großgefieder.

Ab Mitte Juni folgen Kanadagans, Stock- und Knäkente bei der Schwingenmauser. Ab Juli folgen dann die Höckerschwäne, die übrigen Tauch- und Gründelenten sowie die Lappentaucher.

Eintragung von mausernden Wasservögeln in ornitho:
Bitte beachten Sie bei der Meldung in ornitho Folgendes:

  • Kennzeichnen Sie Beobachtungen Schwingen mausernder Wasservögel unter „Präzisierung der Beobachtung“ bzw. in NaturaList unter "Weitere Details" durch Auswahl der Kategorie „Mauserplatz“. Die entsprechenden Daten können dann für Auswertungen sehr einfach selektiert werden. Bitte tragen Sie aber „Mauserplatz“ nur dann ein, wenn Sie entsprechende Merkmale erkannt haben (z.B. durch Flügel schlagende Ind.). Große Ansammlungen zur Mauserzeit einer Art reichen als Nachweis noch nicht aus.
  • In der Regel lässt sich nicht ermitteln, wie viele Individuen einer Ansammlung mausern. Tragen Sie deshalb bitte immer die gezählte Gesamtsumme ein und machen ggf. entsprechende Bemerkungen.
  • Familien, die sich oft getrennt von den Mausergruppen aufhalten (z.B. bei Gänsen), tragen Sie bitte separat ein und versehen diese mit speziellen Hinweisen und Brutzeitcodes. Das erleichtert die Auswertung.
  • Für die Interpretation ist es sehr hilfreich, wenn Sie zusätzlich Hinweise im Bemerkungsfeld geben, z.B. zum Verhalten, zum Anteil in Schwingenmauser befindlicher Vögel etc.
  • Falls Sie die Befürchtung haben, dass der Mauserplatz durch Ihre Meldung gestört werden könnte, schützen Sie diese. Die Meldung kann dann nur von ArtspezialistInnen und RegionalkoordinatorInnen eingesehen werden.

Wir wünschen viele spannende Entdeckungen!
 

Foto: T. Heinicke

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Mittwoch, 12. Mai 2021
avinews
Birdrace 2021 – Beim Tag der Vogelartenvielfalt purzelten die Rekorde

Das Birdrace 2021 hat alle Erwartungen übertroffen: Mehr als 2600 Personen in über 900 Teams hatten sich angemeldet. Wie viele letztlich tatsächlich am vergangenen Samstag unterwegs waren, können wir aktuell noch nicht sagen, da noch nicht alle Ergebnisse eingetragen wurden. Erfahrungsgemäß sind es aber nur sehr wenige, die dann kurzfristig doch nicht teilnehmen können. Und schlechtes Wetter dürfte in diesem Jahr nirgendwo als Ausrede gelten. Ganz gleich wie viele Teilnehmer es am Ende genau sein werden: Es haben so viele Leute am Birdrace teilgenommen wie noch nie! Doch nicht nur das: Auch so ziemlich alle anderen bisherigen Birdrace-Rekorde wurden in den Schatten gestellt. Nach derzeitigem Stand (12.05.2021) wurden insgesamt 330 verschiedene Vogelarten entdeckt, darunter einige Überraschungen. Im Landkreis Nordfriesland fanden die Birdracer gemeinsam 209 Arten. Die Möglichkeit des Zusammenschlusses zu virtuellen Teams über große räumliche Distanzen hinweg ermöglichte es einem fünfköpfigen Team in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen sowie auf Helgoland zusammen 200 Arten zu finden. Beeindruckende 166 Arten wurden von Einzelpersonen im Havelland in Brandenburg entdeckt. Ein neuer Höchstwert wurde auch im Spendenrennen erreicht: Mehr als 60.000 Euro zugunsten von ornitho.de und ornitho.lu sind überwältigend!

Rekordteilnahme

Schon in der Woche vor dem Birdrace zeichnete sich ein erfreuliches Ergebnis ab und es bestand berechtigte Hoffnung, den Wert von 1747 Teilnehmenden aus dem letzten Jahr tatsächlich noch einmal zu übertreffen. Im Endspurt gingen die Anmeldungen am Freitagabend dann im Minutentakt ein und so wurde der bisherige Rekord hier nicht nur egalisiert, sondern weit übertroffen. Selbst die 2000er-Marke wurde weit hinter sich gelassen und letztlich haben sich 2622 Personen zum Birdrace 2021 angemeldet. Mit einem Durchschnittsalter von 36 Jahren war die diesjährige Austragung die bislang jüngste. Der Anteil der Birdracerinnen war in diesem Jahr mit 34,9 % so hoch wie nie (bislang max. 33,2 % 2019). Dass Vogelbeobachter also stets "Alte Männer mit Ferngläsern in beigen Jacken mit Gesundheitsschuhen und selbsttönenden Sonnenbrillen auf Trischen und Helgoland“ sind (Quelle: NDR), können wir eindeutig widerlegen!

Rekordartenzahl

Im letzten Jahr war mit 321 verschiedenen am 2. Mai 2020 in Deutschland entdeckten Arten ein neuer Birdrace-Rekord aufgestellt worden. Viele Augen sehen viel und mehr Augen sehen offenbar noch mehr: Nach aktuellem Stand der Ergebnisse wurden am 8. Mai 2021 von allen Teilnehmenden gemeinsam 330 Arten entdeckt. Darunter nicht nur alle häufigen und weniger häufigen Arten, sondern auch viele Seltenheiten und sogar gleich eine Reihe von Arten, die bei den bisherigen 17 Austragungen des Birdraces nie ein Team auf die Liste bekam. Doch richten wir den Blick erst einmal auf die häufigeren Arten:

Der häufigste Vogel Deutschlands wurde auch beim Birdrace am häufigsten – quasi von allen – entdeckt. Die Amsel bereitete also keine Probleme. So viele Teams wie bei keinem bisherigen Birdrace konnten diesmal den Gartenrotschwanz auf ihrer Liste ankreuzen, auch Trauerschnäpper waren gut vertreten. Der Jahr für Jahr um wenige Tage unterschiedliche Termin macht sich immer auch bei der Präsenz der Grauschnäpper bemerkbar. Der in diesem Jahr späte Termin spielte den Teams in die Karten und mehr als 43 % konnten ihn für sich verbuchen. Ähnlich ist es mit dem Wespenbussard, den mehr als jedes zehnte Team diesmal entdeckte – im letzten Jahr waren es nur 6%. Erstaunlich hoch ist die Quote des Kleinspechts, den mehr als jedes vierte Team auf die Liste bekam.

Aber bei einigen anderen Arten wollte es offenbar partout nicht klappen: Im Vergleich mit den letzten Jahren machten sich diesmal Heckenbraunelle und Klappergrasmücke wenig bemerkbar, die jeweils unterdurchschnittliche Werte erreichten. Sorgen bereitet – leider nicht nur beim Birdrace – zunehmend der Kiebitz. Nur noch 65 % der Teams konnten ihn finden – absoluter Negativrekord. Schwach vertreten war mit 34% auch der Eisvogel, bei dem der Wintereinbruch im Februar mit großflächig zugefrorenen Gewässern offenbar zu erheblichen Verlusten führte. Der Bestand des Wintergoldhähnchens ist bundesweit sowohl lang- als auch kurzfristig rückläufig. Dieser Entwicklung folgen auch die Werte beim Birdrace. Seit 2015 bekommen immer weniger Leute diese Art auf ihre Liste. 2021 fehlte das Wintergoldhähnchen erstmals bei mehr als der Hälfte aller Teams.

Wenig überraschend sind die unterdurchschnittlichen Werte bei den nachtaktiven Arten. Die Verkürzung des Birdraces auf den Zeitraum von 5 bis 22 Uhr machte es da natürlich schwer. Den Waldkauz entdeckten in den letzten Jahren immer 40-45 %, diesmal lag der Wert unter 30. Am stärksten machte sich die Regeländerung bei der Schleiereule bemerkbar. Jedes fünfte Team fand sie im letzten Jahr, während es diesmal weniger als 7 % schafften. Zu diesem niedrigen Wert dürften aber auch die regional hohen Verluste durch den schneereichen Wintereinbruch beigetragen haben. Selbst der bei gutem Wetter oft auch tagsüber sichtbare Steinkauz machte sich rar und konnte nur von nur knapp 12% angekreuzt werden (gegenüber 19% 2020). Beim Sperlingskauz sah es – allerdings auf niedrigem Niveau – anders aus: Ihn fanden sogar ein paar mehr Leute als 2020 (3,9 vs. 2,8 %). Weitere Arten mit deutlich weniger Kreuzchen auf den Listen waren diesmal erwartungsgemäß Waldschnepfe, Ziegenmelker und Wachtelkönig.

Der Stelzenläufer hat sich in den letzten Jahrzehnten von einer Rarität zu einer regelmäßigen, wenn auch seltenen Brutvogelart entwickelt. 3,7 % aller Teams – und damit deutlich mehr als in den vergangenen Jahren – konnten ihn beim Birdrace 2021 finden. Gleiches gilt für den Nachtreiher, den 3 % entdeckten. Seidensänger wurden im letzten Jahr erstmals überhaupt bei einem Birdrace registriert. Mit der bevorstehenden Etablierung als Brutvogel in Nordrhein-Westfalen konnten ihn in diesem Jahr direkt mehrere Teams verbuchen. Der Triel konnte zum fünften Mal in Folge beim Birdrace entdeckt werden. Anfang Mai ist auch eine gute Zeit für die Entdeckung von Maskenschafstelzen. In sieben der letzten zehn Jahre wurde diese Art gefunden. Nach drei Jahren Birdrace-Abstinenz wurde diesmal auch wieder eine Steppenweihe entdeckt. Weitere Highlights sind der zweite Zwergadler bei einem Birdrace, die dritte Blauflügelente und dritte Zwergohreule, die vierte Doppelschnepfe sowie die fünfte Birdrace-Zitronenstelze. Gleich mehrere Arten konnten aber sogar zum allerersten Mal überhaupt bei einem Birdrace entdeckt werden: Direkt an zwei Stellen, in der Grafschaft Bentheim in Niedersachsen sowie auf Helgoland, wurden Polarmöwen beobachtet. Vermutlich eher einen Gefangenschaftsflüchtling betrifft eine unberingte weibliche Gluckente im Erzgebirge. Ganz sicher aus einer Haltung stammen der erste beim Birdrace – fernab von Haltungen – beobachtete Diamantfasan (Brutgebiet China) und ein Paradieskasarka (Brutgebiet Neuseeland).

Einzelne weitere sehr seltene und teilweise noch nie in Deutschland nachgewiesene Arten dürften Fehleingaben oder -bestimmungen betreffen. Sie werden bis zur Klärung hier nicht aufgeführt und auch in den folgenden Zahlen nicht berücksichtigt (Stand: 12.05.2021).

Rekord in der Kreiswertung

Die im letzten Jahr erstmals eingeführte Kreis-Wertung, bei der alle in derselben Stadt oder im selben Kreis startenden Birdracer zu einer gemeinsamen Artenliste beitragen, führt auch in diesem Jahr der Landkreis Nordfriesland an der Westküste Schleswig-Holsteins an. Ihren Vorjahresrekord von 191 Arten haben sie diesmal mit 209 noch deutlich übertroffen. Neben den vielfältigen Lebensräumen trugen dazu insbesondere auch die mehr als 80 Personen bei, die zwischen dänischer Grenze und St. Peter-Ording unterwegs waren. Platz 2 geht nach Mecklenburg-Vorpommern, wo der Landkreis Vorpommern-Greifswald 195 Arten vermeldet. Den dritten Platz hat sich mit 192 Arten der Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen gesichert. Man merkt eindeutig, dass die Anbindung an die Küsten von Nord- oder Ostsee einen entscheidenden Vorteil bringt. Im Binnenland stehen Münster und die Region Hannover mit jeweils 177 Arten ganz oben.

Schaut man sich die Ergebnisse auf Bundeslandebene an, so verteilen sich die Kreise auf den Treppchen wie folgt (Stand: 12.05.2021):

  • Schleswig-Holstein: Nordfriesland (209) vor Plön (190) und Schleswig-Flensburg (185),
  • Hamburg: 155
  • Mecklenburg-Vorpommern: Vorpommern-Greifswald (195) vor Nordwestmecklenburg (180) und Mecklenburgische Seenplatte (159),
  • Niedersachsen: Cuxhaven (192) vor der Region Hannover (177) und Lüneburg (174)
  • Bremen: 169
  • Brandenburg: Havelland (174) vor Uckermark (170) und Teltow-Fläming (150)
  • Berlin: 145
  • Sachsen-Anhalt: Salzlandkreis (159) vor Wittenberg (157) und Saalekreis (154)
  • Nordrhein-Westfalen: Münster (177) vor Borken (155) und Paderborn (151)
  • Hessen: Wetteraukreis (158) vor dem Main-Taunus-Kreis (155) und Marburg-Biedenkopf (148)
  • Thüringen: Sömmerda (123) vor Kyffhäuserkreis (118) und Gotha (110)
  • Sachsen: Görlitz (166) vor Leipzig (164) und Nordsachsen (155)
  • Rheinland-Pfalz: Mainz-Bingen (138) vor Alzey-Worms und Mayen-Koblenz (beide 128)
  • Saarland: Merzig-Wadern (122) vor dem Saarpfalz-Kreis (82) und Saarlouis (70)
  • Bayern: Weilheim-Schongau (164) vor Erlangen-Höchstadt (161) und Dillingen an der Donau (153)
  • Baden-Württemberg: Karlsruhe (167) vor Konstanz (165) vor Breisgau-Hochschwarzwald (152)
  • In Luxemburg wurden 130 Arten entdeckt.

Rekord in der Teamwertung

Neue Regeln bieten die Chance für neue Taktiken. Das haben sich vermutlich auch die fünf „Quarantäne-Hähne“ gedacht und sich strategisch klug auf Heinsberg und Münster sowie Oldenburg und die Insel Helgoland aufgeteilt. Auf diese Weise ließen sich viele Lebensräume und Verbreitungsgebiete der Vogelarten abdecken, was zu einem neuen Teamrekord von 200 Arten führte. Mit 195 Arten dicht auf den Fersen waren die „speedbirder“, die sich neben Cuxhaven in den Kreisen Anhalt-Bitterfeld, Nordsachsen, Leipzig und Zwickau auf Artensuche begaben. Gleich drei Teams haben die letztjährige Bestmarke der virtuellen Teams von 186 Arten egalisiert.

Rekord in der Einzelwertung

681 Birdracer knackten die magische Marke von 100 Arten. 17 Leute schafften es sogar alleine 150 oder mehr Arten zu finden. Die Bestmarke von 166 Arten erreichten zwei Birder im Havelland, gefolgt von zweien in den Kreisen Nordwestmecklenburg und Görlitz mit 162 Arten.

Insgesamt 1126 TeilnehmerInnen waren lediglich zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Die höchsten Artenzahlen wurden mit 153 dabei in der Uckermark erreicht. Das erfolgreichste „Küken“ (= Teilnehmer U20) kam im Landkreis Rostock auf 151 Arten.

Rekord in der Spendenwertung

Zu jedem Birdrace gehört auch ein Spendenrennen. Alle Teilnehmenden können Spenden für einen zuvor festgelegten Zweck zu sammeln. In diesem Jahr fließen die Einnahmen einmal mehr in die Weiterentwicklung und den Betrieb des Internetportals ornitho.de sowie des Schwesterportals ornitho.lu.

Die Krone geht in diesem Jahr erneut ins Großherzogtum. Das Team „the quest for the paradise fiscal“ aus unserem Nachbar- und ornitho-Partnerland Luxemburg sammelte mehr als 6600 €. Der VfL Bochum steht kurz vor dem Aufstieg in die erste Fußball-Bundesliga. Schon seit dem ersten Birdrace immer Champions-League-Niveau liefert hingegen das dortige „Team BO-Bachter“. Mit mehr als 4800 € sind die Rekord-Spendensieger auch diesmal wieder in der deutschlandweiten Wertung ganz oben. Auf den Fersen sind die Verfolger des Bonner Teams des Bundesamtes für Naturschutz „Birding for Nature“ mit mehr als 3500 € zugunsten von ornitho.de. Insgesamt neun Teams kamen auf mehr als 1000 € Spenden.

Der finale Stand ist aufgrund von Korrekturen und Nachträgen noch nicht exakt absehbar. Doch schon jetzt ist es sicher: Auch der Spendenrekord wurde einmal mehr geknackt. Derzeit steht das Spendenbarometer bei mehr als 62.000 Euro. Es fällt schwer, die richtigen Worte für diese tolle Unterstützung zu finden. Den 240 Teams, die zu diesem sensationellen Ergebnis beigetragen und allen, die sie unterstützt haben, gilt unser herzlichster Dank!

 

Verlosung und Urkunden

Der 8. Mai 2021 ist Vergangenheit, aber zum Birdrace gehört alljährlich auch noch die Preisverlosung sowie der Versand der Urkunden. Wer die Urkunde mit dem herrlichen Kampfläufer-Gemälde von Bert Jahnke zugeschickt bekommen möchte, der muss auf der Birdrace-Seite in den Basisangaben seine Anschrift hinterlegen. Bitte ggf. noch nachholen!

Bei der Verlosung darf dank zahlreicher Unterstützer in diesem Jahr wieder auf einen der mehr als 70 Preise gehofft werden. Für die großzügige Unterstützung in Form von Sachpreisen bedanken wir uns bei Carl Zeiss Sports Optics, Orniwelt, dem AULA-Verlag, GEO, König Photobags, Oenatur, Bresser, NHBS, Birding Tours, Lucky Looker, dem DWJ-Verlag, der DO-G, Schwegler, NIBUK, dem Springer Verlag und dem NABU Dortmund.

Ein Birdrace voller Superlative ist am vergangenen Wochenende gelaufen. Wir werden noch lange von dieser tollen Veranstaltung zehren können und auch alle Teilnehmenden denken hoffentlich noch lange an die vielen Beobachtungen und Erlebnisse an diesem ganz besonderen Tag in der Natur zurück. Im nächsten Jahr wird das Birdrace voraussichtlich wieder 24 Stunden lang stattfinden können und wir hoffen, dass auch die Teilnahme in „echten“ Teams dann wieder einfacher möglich ist.

Bis zum nächsten Jahr!

Euer DDA-Birdrace-Team

 

Alle Daten und Ergebnisse im Detail unter https://birdrace.dda-web.de/

 

Foto: Team "Holstein-Wälzer"

aufgegeben von Christopher König
 
Dienstag, 4. Mai 2021
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Winter 2020/2021

Der Winter 2020/2021 verlief verbreitet sehr sonnig und war außergewöhnlich schneereich. Der Februar zeichnete sich durch extreme Temperaturunterschiede aus. Diese wirkten sich auch auf die Vogelwelt aus. Für drei Arten haben wir uns dies genauer angeschaut.

Die ornitho-Meldungen ziehender Kraniche im Februar 2021 zeigten ein Hin und Her als Reaktion auf die enormen Temperaturunterschiede. Während über Deutschland in den ersten Februartagen bereits mehrere Tausend Kraniche nordwärts unterwegs waren, führte ein deutlicher Wintereinbruch mit viel Schnee in der Mitte Deutschlands zu einem Rückzug in mildere Gefilde. Unmittelbar nach dem Temperatursturz kam es Mitte Februar bei steigenden Temperaturen zu mehreren Massenzugtagen mit Zehntausenden Kranichen. Wir haben uns den Kranichzug über Hessen exemplarisch genauer angeschaut und grafisch dargestellt.

Der Wintereinbruch Anfang Februar machte sich in der Nordhälfte Deutschlands auch sehr auffällig im Auftreten von Waldschnepfen bemerkbar. Wir sind der Frage nachgegangen, ob es sich bei diesen Vögeln um zuvor unentdeckte Überwinterer, frühe Durchzügler oder angesichts des bis dahin milden Winters bis in den Februar weiter nördlich ausharrende Vögel handelte.

Der „Flockdown“ traf auch die bereits Ende Januar 2021 in größerer Zahl heimziehenden Feldlerchen. So löste der Wintereinbruch bei dieser Art eine auffällige Kältefluchtbewegung nach Südwesten aus. Wir vergleichen die Zahlen der gemeldeten Feldlerchen mit denen des Vorjahres. Der starke Effekt des Kälteeinbruchs wird dabei sehr deutlich.

Die 2,1 Millionen in den Monaten Dezember bis Februar bei ornitho.de gemeldeten Vogelbeobachtungen hielten auch unter den Seltenheiten einige Überraschungen bereit. Weißkopf-Ruderente, Drosseluferläufer und Rostflügeldrossel gehören zu den Highlights des Winters 2020/2021. Diese und weitere Beobachtungen von Seltenheiten haben wir wieder in einem Überblick zusammengefasst.

Den Beitrag „Vogelwelt aktuell: Winter 2020/2021: Wie reagierten Kraniche, Waldschnepfen und Feldlerchen auf die Kälte?“ in der Zeitschrift "Der Falke" können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren Beiträge mit direktem Bezug zu ornitho.de finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.

Das komplette Falke-Heft 5/2021 mit vielen weiteren Beiträgen, u.a. über den Vogel des Jahres 2021, Zitronenzeisige, Sperbergeier und Alpendohlen können Sie über die Internetseite von „Der Falke“ beziehen. 

Viel Spaß beim Lesen wünscht

das Team von ornitho.de und ornitho.lu

aufgegeben von Christopher König
 
Donnerstag, 22. April 2021
tipnews
Birdrace 2021: Regelanpassungen, neue Funktionen, Podcast & TV

Mehr als 450 Teilnehmende haben sich bereits zum Birdrace 2021 angemeldet. Alle Bundesländer sind bereits vertreten und auch unsere Nachbarn aus Luxemburg haben bereits wieder ihre Teilnahme angekündigt. Sind Sie auch schon registriert?
Infos und Anmeldung unter https://birdrace.dda-web.de/

Auch in diesem Jahr hat uns die Corona-Pandemie leider noch voll im Griff. Fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens sind davon betroffen und auch die Birdrace-Regeln mussten bereits im letzten Jahr an die neuen Verhältnisse angepasst werden.  Die neue „Bundes-Notbremse“ mit Ausgangssperren zwingt uns nun zu einer erneuten, kleineren Anpassung der Regeln für das Birdrace 2021.

Birdrace 2021 von 5 bis 22 Uhr

Wir möchten möglichst für alle ein Birdrace „auf Augenhöhe“ ermöglichen und schränken den Zeitraum daher in diesem Jahr auf die Zeit von 5 Uhr morgens bis 22 Uhr abends ein (unabhängig davon, ob sich in den kommenden zwei Wochen nun doch noch einmal Änderungen dieser Regelungen ergeben). Für Langschläfer und weniger ambitionierte Teilnehmende ändert sich dadurch vermutlich wenig. Teams, die sonst bereits mitten in der Nacht nach Eulen horchen, werden einige Arten nun möglicherweise missen. Doch wir hoffen auf Verständnis aller Teilnehmenden und Solidarität mit ggf. stärker betroffenen Regionen. Es bleiben immerhin auch so noch 17 Stunden Birdrace, um die Vogelartenvielfalt der eigenen Umgebung zu erkunden. Es versteht sich von selbst, dass jeweils gültige behördliche Bestimmungen und Handlungsempfehlungen der Bundesregierung auch während des Birdrace eingehalten werden.

Aus zusätzliche Neuerung gegenüber dem Birdrace 2020 wird es in diesem Jahr so sein, dass auch Teams automatisch einem Kreis zugeordnet werden, sofern alle Mitglieder im selben Kreis an den Start gehen. Dadurch ergibt sich eine bessere Vergleichsmöglichkeit.

Neue Funktionen auf der Birdrace-Homepage

Ein „Artenlistenvergleich der Teams in einem Kreis“ bietet nun im Menü „Arten“ für Teams, bei denen alle Mitglieder im selben Kreis gestartet sind, die Möglichkeit, die eigenen Ergebnisse einzuordnen und Art für Art mit anderen Teams zu vergleichen. Besondere Entdeckungen werden so hervorgehoben, ebenso aber „schmerzhafte“ Lücken in der eigenen Liste offenbart. Die Gesamtartenzahl der einzelnen Teams kann in Form eines Rankings eingeblendet werden.
Unter den Ergebnissen der einzelnen Birdracer sind nun verschiedene Filtermöglichkeiten eingebaut. So lässt sich z.B. ganz leicht herausfinden, wie viele Arten einzelne Personen in bestimmten Kreisen entdeckt haben oder wie viele Teams in einem bestimmten Bundesland umweltfreundlich unterwegs waren.

Birdbeats – Orni-Podcast mit Folge zum Birdrace

Aktuelle Entwicklungen aus der Vogelwelt im deutschsprachigen Raum, Artporträts sowie Tipps und Tricks rund um die Vogelbeobachtung – all das bietet seit Mitte 2020 der Podcast „Birdbeats“. Jeden Sonntag wird in einer Folge über die aktuell entdeckten Seltenheiten und außergewöhnliche Beobachtungen gesprochen, während sich der Podcast immer mittwochs mit speziellen Themen rund um die Ornithologie beschäftigt.
Am Mittwoch, den 28. April 2021, dreht sich in einer Folge alles um das Birdrace. Samuel Houcken, Kalle Nibbenhagen, Simon Kiesé und Lennart Haak – die Macher von Birdbeats – sind selbst erfahrene Birdracer und berichten über die Veranstaltung an sich, ihre eigenen Erfahrungen und Taktiken, innerhalb eines Tages möglichst viele Arten zu entdecken. Wer noch nie dabei war, wird wohl spätestens damit überzeugt, doch auch für erfahrene Teilnehmende hält der Podcast sicher viele interessante Tipps für das Birdrace 2021 bereit.
Der Birdbeats-Podcast ist über verschiedene Streaming-Plattformen kostenlos empfangbar und auch nach dem 28. April weiter verfügbar. Weitere Informationen unter https://birdbeats.de/

Birdrace im TV

In den Allgäuer Bergen, der Stadt Erlangen und im Bayerischen Wald wurden im letzten Jahr einige Teilnehmende am Birdrace 2020 mit der Kamera begleitet. Der TV-Sender Das Erste strahlt den 45-minütigen Beitrag „Birdrace in Bayern – Wettrennen der Vogelzähler“ am Sonntag, den 25. April 2021 um 13:15 Uhr, im Rahmen der Reihe „Erlebnis Erde“ aus. Sicherlich eine willkommene Einstimmung auf das diesjährige „Vogelrennen“ in gut zwei Wochen. Bereits vorab ist die Sendung kostenlos in der Mediathek verfügbar: https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/erlebnis-erde/videos/birdrace-in-bayern-wettrennen-der-vogelzaehler-video-100.html

Wir wünschen viel Erfolg bei der Planung und Vorbereitung zum Birdrace 2021 am 8. Mai!

 

Foto: Nachtaktive Arten wie den Waldkauz auch tagsüber entdecken? Das wird beim Birdrace 2021 eine besondere Herausforderung. Foto: Gunther Zieger, Logo: birdbeats

aufgegeben von Christopher König
 
Samstag, 17. April 2021
tipnews
Landesweite Kartierung der Turteltaube in Niedersachsen und Bremen

2021 soll in Zusammenarbeit zwischen der Niedersächsischen Ornithologischen Vereinigung und der Niedersächsischen Vogelschutzwarte im NLWKN der Brutbestand der Turteltaube in Niedersachsen und Bremen erfasst werden. Nach einem starken Bestandsrückgang in den letzten Jahrzehnten gilt die Art heute sowohl landes- als auch bundesweit als stark gefährdet (Rote Liste Kategorie 2). Ziel der Erfassung ist es, möglichst genaue Angaben über den Bestand und die Verbreitung der Art zu erhalten. Besonders wertvoll sind dabei Informationen über die Habitatausstattung der noch besetzten Reviere, um zukünftige Schutzmaßnahmen möglichst effektiv gestalten zu können.

Wenn Sie Lust haben, ein oder mehrere Gebiete zu übernehmen, melden Sie sich bitte vorab bei den Landeskoordinatoren oder bei Ihren regionalen Ansprechpartnern. Bitte lesen Sie sich vor Start der Kartierung auch die Hinweise zur landesweiten Kartierung durch. Dort wird die Erfassungsmethode und - wichtig - die Eingabe über ornitho.de / NaturaList genau erläutert. Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie hierzu Fragen haben.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Die Landeskoordinatoren
Jonas Wobker, Moritz Wartlick, Eva Lüers, Thomas Brandt
Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer
E-Mail: turteltaube@oessm.org

Foto Turteltaube: T. Krüger

aufgegeben von Christopher König
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