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Donnerstag, 15. Oktober 2020
tipnews
Sind Sie dabei? Europaweite Kiebitz- und Goldregenpfeiferzählung 17./18. Oktober 2020 – machen Sie mit!

Am kommenden Wochenende (17./18. Oktober) findet die europaweite Goldregenpfeifer-und-Kiebitz-Zählung statt. Dabei soll auch der Große Brachvogel miterfasst werden. Hierfür wollen wir nochmals die Werbetrommel rühren, so dass für Deutschland eine möglichst gute Abdeckung erreicht wird.

Sie möchten mitmachen?

Auf der Internetseite des DDA finden Sie eine interaktive Karte zur Suche nach interessanten Rasträumen. Sofern Sie nicht Ihre angestammten Zählgebiete der Rastvogelzählungen erfassen, empfehlen wir eine Rücksprache mit Ihrer Koordinatorin / Ihrem Koordinator, um Doppelzählungen ebenso wie Lücken zu vermeiden.

Übermittlung der Daten

  • Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Wasservogelzählung bzw. an der Gänse-und Schwanenzählung benutzen bitte ‒ sofern für Ihr Zählgebiet verfügbar ‒ die Module „Wasservogelzählung“ oder „Rastende Gänse und Schwäne (Feldzählung)“  in ornitho.de zur Eingabe. Beachten Sie allerdings, dass dann auch tatsächlich alle Arten des Erfassungsprogramms erfasst werden sollen!
  • Außerhalb der Zählgebietskulisse (oder wenn Ihr Zählgebiet noch nicht in ornitho.de enthalten ist) melden Sie Ihre Zählergebnisse bitte „ganz normal“ als Einzelbeobachtungen über ornitho.de.
    Wichtig: In der Eingabemaske in ornitho.de unter "Weitere Informationen" bitte als Erfassungsprojekt "GRP/KB2020" auswählen. In NaturaList können Sie das Erfassungsprojekt über die Schaltfläche "Erf.projekt" auswählen. Mit dem Erfassungsprojekt lassen sich die Daten bei der Auswertung einfacher zuordnen. Informationen zum Habitat können Sie nachträglich am PC eingeben.
  • Bitte melden Sie unbedingt auch NULLZÄHLUNGEN (weder Goldregenpfeifer, Kiebitz noch Großer Brachvogel im kontrollierten Gebiet): Bei Nullzählungen tragen Sie einfach Kiebitz mit Bestand = 0 ein.
  • Auf der Internetseite des DDA finden Sie weitere Informationen:
  • Natürlich ist auch der Meldeweg über einen Zählbögen möglich (s. dazu die Hinweise in der Anleitung).

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung und hoffen mit Ihnen auf ein sonniges Zählwochenende!

Nikolas Prior und Johannes Wahl
im Namen aller Koordinatorinnen und Koordinatoren

Foto: H. Glader

aufgegeben von Nikolas Prior
 
Dienstag, 13. Oktober 2020
tipnews
Den neuen Europäischen Brutvogelatlas jetzt vergünstigt vorbestellen!

Der neue Europäische Brutvogelatlas (EBBA2), das größte bürgerwissenschaftliche Projekt zur Kartierung der biologischen Vielfalt in Europa, tritt in seine Endphase ein. Die fünfjährige Feldarbeit von rund 120.000 Kartiererinnen und Kartierern erstreckte sich über mehr als 11 Millionen km², also rund 7% der Landfläche der Erde. Insgesamt 48 nationale Partner halfen bei der Erstellung und steuerten Daten bei. Die Daten für Deutschland wurden durch den DDA aufbereitet und bereitgestellt.

Der Zweite Europäische Brutvogelatlas präsentiert die Verbreitung und Häufigkeit aller Brutvögel Europas und illustriert zudem die Veränderungen der letzten Jahre und Jahrzehnte. 556 Arten werden in Artkapiteln behandelt, weitere 69 Arten im Anhang geführt. Fast 700 Karten zeigen die Brutverbreitung und Häufigkeit auf Basis von 50-km-Quadranten, weitere 224 modellierte Karten präsentieren eine 10x10km-Auflösung. Die Veränderungen gegenüber früheren Daten werden auf 445 Karten illustriert. Neben den zahlreichen Karten ergänzen insgesamt 556 Gemälde von 46 Künstlerinnen und Künstlern die Bebilderung. An der Erstellung der Artkapitel waren rund 350 Autorinnen und Autoren beteiligt.

Nach insgesamt 10 Jahren Vorbereitung, Kartierung, Datenaufbereitung und Erstellung steht die Veröffentlichung nun kurz bevor. Genau wie sein Vorgänger wird auch der neue Europäische Brutvogelatlas ein Standardwerk für Wissenschaft und Vogelschutz darstellen. Alle an der europäischen Vogelwelt Interessierte finden mit dem Atlas eine spannende Lektüre. Sei es, um die Verbreitung und aktuellen Entwicklungen einzelner Arten vor Ort in einen Gesamtzusammenhang zu stellen oder sich mit der Vogelwelt in anderen Regionen Europas vertraut zu machen.

Das Buch wird am 3. Dezember 2020 beim Verlag Lynx Edicions erscheinen und soll im Rahmen einer Online-Veranstaltung präsentiert werden. Weitere Infos dazu werden folgen.

Das neue Standardwerk kann ab sofort zum Vorteilspreis vorbestellt werden. Dank zahlreicher finanzieller Unterstützung ließ sich ein attraktiver Preis ansetzen. Noch bis zum 30. November 2020 kann das Buch für 70 € vorbestellt werden, später wird der Atlas zum Preis von 90 € zu erwerben sein. Bestellungen sind ab sofort u.a. über die Homepage des Verlags Lynx Edicions möglich (zzgl. Versand). Im deutschen Buchhandel ist das Werk ggf. versandkostenfrei erhältlich.

Weitere Informationen:

aufgegeben von Christopher König
 
Freitag, 2. Oktober 2020
tipnews
Europaweite Kiebitz- und Goldregenpfeiferzählung 17./18. Oktober 2020 – machen Sie mit!

In einem mittlerweile sechsjährigen Turnus werden europaweit die Goldregenpfeifer und hierzulande auch die Kiebitze und Großen Brachvögel erfasst, das nächste Mal am Wochenende 17./18. Oktober. Hierzu werden vor allem nördlich der Mittelgebirge viele zusätzliche Zählerinnen und Zähler benötigt. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Watvogelarten halten sich v.a. Kiebitze und Goldregenpfeifer auf dem Zug nicht überwiegend in Feuchtgebieten auf, sondern rasten auch in großer Zahl in der Agrarlandschaft. Entsprechend werden europaweit nur geringe Anteile des Gesamtbestandes über die Monitoringprogramme rastender Wasservögel erfasst. Koordiniert wird die europaweite Zählung von der International Wader Study Group. Zentrales Anliegen der Zählung ist es, die Angaben für die hiesigen Populationen in den Waterbird Population Estimates regelmäßig zu aktualisieren. Darin werden die Bestandsangaben und -trends aller Wasservogelpopulationen weltweit veröffentlicht. Die aus den Bestandsangaben abgeleiteten 1-Prozent-Werte bilden die Grundlage für die Identifizierung international bedeutender Rastgebiete. Gleichzeitig sind die Zählungen die Basis für bundesweite Rastbestandsschätzungen, denn der Termin im Oktober fällt in den Zeitraum des Durchzugsgipfels der Arten in Deutschland. Ein hoher Erfassungsgrad ist damit aus mehreren Gründen wichtig.

Machen Sie mit und unterstützen die wichtige und spannende Zählung. Die Datenerfassung kann wie immer via ornitho.de erfolgen.

Wichtig:

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Johannes Wahl und Nikolas Prior
im Namen aller Koordinatorinnen und Koordinatoren

Kiebitze werden - ebenso wie Große Brachvögel - seit 2014 im Rahmen der Goldregenpfeiferzählung ebenfalls erfasst. Foto: H. Glader

aufgegeben von Nikolas Prior
 
Samstag, 12. September 2020
avinews
#StayHomeAndWatchOut – Zusammenfassung der ornitho-weiten Ergebnisse

Im Frühjahr haben wir auf die internationale Aktion #StayHomeAndWatchOut hingewiesen. Viele Leute waren während des Lockdowns an die eigenen vier Wände gebunden – sei es durch Kinderbetreuung, Home Office oder sogar Quarantäne. In einigen Ländern Europas herrschte zu jener Zeit sogar eine strikte Ausgangssperre. Wer in dieser Zeit dem geliebten Hobby von Zuhause aus nachging und Beobachtungen von Fenster oder Balkon bzw. im eigenen Garten machte, konnte diese über ein spezielles Kürzel diesem Projekt zuordnen.

In ganz Europa sind diesem Aufruf viele Ornithologinnen und Ornithologen gefolgt. Unsere katalanischen Kollegen von ornitho.cat haben die zwischen Mitte März und Mitte Mai gesammelten Daten nun weiter aufbereitet. Die attraktiv aufgemachten Ergebnisse wollen wir Ihnen nicht vorenthalten. Mithilfe der Pfeile können Sie sich verschiedene Visualisierungen portalübergreifender Auswertungen anschauen.

Nochmals herzlichen Dank an alle Nutzerinnen und Nutzer von ornitho.de und ornitho.lu, die sich an der Aktion beteiligt haben - und hoffen wir (und tragen alle dazu bei), dass wir #StayHomeAndWatchOut nicht reaktivieren müssen!

 

aufgegeben von Christopher König
 
Donnerstag, 27. August 2020
avinews
50 Millionen Vogelbeobachtungen in ornitho.de und ornitho.lu!

Eine Wiesenschafstelze bei Hannover wurde heute um 9:27 Uhr als 50-millionste Beobachtung bei ornitho.de und ornitho.lu gemeldet. Als das Portal im Herbst 2011 startete, hat wohl niemand mit einer solchen Entwicklung gerechnet. Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben – neben Ihnen als Melderinnen und Melder vor allem an das Team von Biolovision!

Die Zahl der Meldungen entwickelt sich weiterhin sehr positiv. Im ersten vollständigen ornitho-Jahr 2012 verzeichnete das Portal insgesamt 2,6 Millionen Beobachtungsmeldungen. Seitdem ging es Jahr für Jahr bergauf und im Frühjahr 2020 wurden erstmals innerhalb eines einzigen Monats mehr als 1 Million Vogelsichtungen gemeldet. Ein riesiger Datens(ch)atz, der von der lokalen bis bundesweiten Ebene in diverse wissenschaftliche Auswertungen einfließt und im Naturschutz Verwendung findet. Ornitho hat sich zu einer hilfreichen Ergänzung des Vogelmonitorings in Deutschland entwickelt und ist für die meisten MelderInnen kaum mehr wegzudenken.

Mehr als 32.000 Personen sind inzwischen registriert, rund zwei Drittel davon steuern auch eigene Beobachtungen bei – viele davon regelmäßig, manche sogar täglich. Ornitho ist ein Portal für Vogelbeobachter und Naturinteressierte jeden Alters und jeden Kenntnisstands. Nicht nur „Profis“ tauschen dort aktuelle Beobachtungen aus, auch Neueinsteiger können sich über die Vogelwelt der eigenen Umgebung informieren oder erste eigene Beobachtungen beitragen.

Die bundesweite Abdeckung ist beachtlich und es findet sich inzwischen kaum ein Bereich auf der Karte, für den bislang noch gar keine Meldungen vorliegen. Von den mehr als 10.000 Gemeinden Deutschlands wurden in den vergangenen Jahren mehr als 99 % mindestens einmal aufgesucht. Für mehr als 92 % der Gemeinden liegen auch aus diesem Jahr schon Vogelbeobachtungen vor. Blickt man auf einzelne Kreise, so liegt Nordfriesland an der Westküste Schleswig-Holsteins mit allein mehr als 800.000 Meldungen knapp vor der Stadt Hamburg. Für Luxemburg wurden beachtliche 680.000 Beobachtungen übermittelt. Die meisten aktiven Melder verzeichnet hingegen Nordrhein-Westfalen vor Bayern und Baden-Württemberg. 

Die mit insgesamt mehr als 1 Million Meldungen am häufigsten bei ornitho.de und ornitho.lu gemeldete Art ist die Amsel – gleichzeitig nach aktuellen Schätzungen die häufigste Vogelart hierzulande. Doch längst nicht immer sind die am häufigsten gemeldeten Arten auch die am häufigsten in Deutschland vorkommenden. So findet man unter den Top20 der am häufigsten gemeldeten Arten auch Rotmilan, Kormoran und Silberreiher. Die größte Artenvielfalt verzeichnen – wie auch Jahr für Jahr beim bundesweiten Birdrace zu sehen – die Kreise mit Anbindung zur Küste. 80 % aller bislang bundesweit gemeldeten Arten wurden auch schon im Kreis Nordfriesland festgestellt, der damit vor Cuxhaven und Ostholstein liegt. Aus dem Binnenland sind Münster, Hannover und Berlin unter den Top10 der Städte mit besonders vielen gemeldeten Vogelarten vertreten.

Diese Statistiken liefern einen kleinen Einblick über den Umfang der aus Deutschland und Luxemburg vorliegenden Vogelbeobachtungen. Mit unseren quartalsweisen Auswertungen in DER FALKE stellen wir immer wieder neue Ansätze und Auswertemöglichkeiten vor. Das enorme Potenzial dieser Datensammlung ist aber noch längst nicht erschöpft. In zunehmender Zahl erkennen dies auch Institute und Universitäten und in zunehmender Zahl fließen ornitho-Daten in größere Forschungsprojekte ein oder werden im Rahmen von Abschlussarbeiten ausgewertet. Nicht zu vergessen die enorme Zahl lokaler und regionaler Berichte, die oft maßgeblich auf den Daten unseres Portals basieren. Tragen auch Sie dazu bei, die Kenntnisse und das Verständnis für die Vogelwelt Stück für Stück zu verbessern und melden Sie Ihre eigenen Vogelbeobachtungen bei ornitho.de und ornitho.lu!

Wir danken allen ornitho-Melderinnen und -Meldern für ihre Unterstützung!

Christopher König, Patric Lorgé und Johannes Wahl
für das Team von ornitho.de und ornitho.lu

 

Foto: Wiesenschafstelze, H. Glader

aufgegeben von Christopher König
 
Montag, 17. August 2020
tipnews
Aufruf: Gezielte Suche nach rastenden Mornellregenpfeifern (Bitte auch Negativkontrollen melden!)

Das Brutgebiet des Mornellregenpfeifers liegt in den Fjällflächen und Tundren von Skandinavien bis Ostsibirien. Während die östliche Population in Vorderasien überwintert, überqueren europäische Brutvögel Zentral- und Südeuropa auf dem Weg nach Nordafrika. Viele Vögel führen dabei vermutlich einen Nonstopzug durch, ein gewisser Teil rastet allerdings regelmäßig an meist traditionellen Rastplätzen. Noch vor wenigen Jahren galt der Mornellregenpfeifer in ganz Deutschland als seltener und unregelmäßiger Durchzügler. Seit Ende der 1990er-Jahre gab es aber durch eine in manchen Gebieten gezielte Suche nach der charismatischen Art einen enormen Erkenntnisgewinn: Zahlreiche bis dahin unbekannte Rastplätze wurden entdeckt und sind mittlerweile fast alljährlich besetzt.

Seit 2011 rufen wir zur gezielten Suche nach Mornellregenpfeifern während des zeitlich eng begrenzten Durchzugfensters von Mitte August bis Mitte September auf. Die zahlreichen Meldungen vor allem über ornitho ergaben den wohl bundesweit bislang besten Überblick über die Rastvorkommen. Dank der Differenzierung vieler Individuen in Alt- und Jungvögel können der jährilche Jungvogelanteil berechnet und so Rückschlüsse auf den Bruterfolg gezogen werden. Die Ergebnisse wurden in den vergangenen Jahren in „Der Falke“ veröffentlicht. Diese Beiträge können Sie hier als pdf herunterladen

Motiviert durch die sehr gute Resonanz der letzten Jahre wollen wir versuchen, auch den Wegzug 2020 möglichst gut zu dokumentieren. Gezielte Hinweise, wie und wo man Mornellregenpfeifer auf dem Herbstzug suchen (und hoffentlich auch finden) kann, finden Sie im Beitrag „Leicht zu übersehen: Herbstrast des Mornellregenpfeifers“ - hier als PDF.

Wann?

Mornellregenpfeifer überqueren Europa auf dem Zug in sehr engen Zeitfenstern. Im Frühjahr zieht die Art in Deutschland in sehr kurzer Zeitspanne und nur geringer Zahl fast ausschließlich im Mai durch, vorjährige Mornells verbleiben wie viele andere Zugvögel meist im Winterquartier. Weit auffälliger ist der Durchzug im Herbst. Hier werden die meisten Individuen im Zeitraum 15. August bis 15. September beobachtet. Einzelne Vögel treten noch bis Oktober auf. Es gilt daher in diesen Wochen ganz gezielt geeignete Habitate zu kontrollieren! Aufgrund des Verhaltens der Vögel sind die Beobachtungsbedingungen am Morgen und Abend am besten. Zu dieser Zeit findet die Nahrungssuche statt, während sich im weiteren Tagesverlauf ruhende, bewegungslose Vögel oft der Entdeckung entziehen. Auch die Chance, gegen Abend abziehende bzw. morgens zur Rast einfallende Tiere oder deren kleinräumige Ortswechsel bei der Suche nach geeigneten Rastflächen zu beobachten, erhöht den Beobachtungserfolg deutlich.

Wo?

Während im Frühjahr vor allem küstennahe Bereiche bevorzugt werden, tauchen Mornellregenpfeifer im Herbst vermehrt an Rastplätzen im Binnenland auf. Bei den Gebieten handelt es sich in der Regel um weithin exponierte, sehr offene und damit an skandinavische Weiten erinnernde Flächen mit kurzer Vegetation. Wurden ursprünglich wohl vor allem Heiden und Brachen aufgesucht, sind heute abgeerntete Felder die Hauptrastplätze. Besonders regelmäßig gelingen Nachweise vor allem auf Ackerflächen auf kargen, windexponierten Hochflächen mit weiter Sicht in Abzugrichtung Süd und Südwest in großräumigen Agrarlandschaften, gerne im oberen Hangbereich an der Südwestflanke kleiner Hügel. Es sollte mindestens ein Stoppelsturz stattgefunden haben, unbearbeitete Getreidestoppeln werden offenbar gemieden. Große Vertikalstrukturen wirken sich negativ aus, wobei Einzelbäume und Erdaufschüttungen toleriert werden. Besonders lohnend kann die Suche direkt nach starken, großräumigen Regenschauern und Gewittern sein, wenn die von der Witterungslage zur „Notrast“ gezwungenen Vögel schnell wieder abziehen und dann besonders auffällig sind. Unter solchen Witterungsbedingungen werden manchmal auch Flächen zur Rast genutzt, die bei guter Witterung keine Beachtung finden, wie z.B. ebene, kleinere Ackerflächen in Waldrandnähe. Die momentan soweit bekannt größten und bedeutendsten Rastplätze für Mornellregenpfeifer in Deutschland sind die nordrhein-westfälische Hellwegbörde im Kreis Soest sowie das Maifeld im Kreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz.

Wie?

Nur selten werden die gerade einmal amsel-großen Mornellregenpfeifer zufällig entdeckt. Erst das genaue Absuchen geeigneter Flächen mit Fernglas oder Spektiv führt in der Regel zum Erfolg. Die Art ist relativ leicht zu bestimmen und kaum mit anderen Arten zu verwechseln (Bestimmungshilfe [ PDF ]). An den Rastplätzen herrscht eine hohe Dynamik, viele Vögel verweilen nur kurz, so dass eine regelmäßige Kontrolle möglicher Rastgebiete mit Angabe des Altersverhältnisses wertvolle Zusatzinformationen zur Anzahl der insgesamt im Gebiet rastenden Vögel liefert. Auch die Kenntnis der Lautäußerungen kann daher hilfreich sein. Beim Abfliegen wird häufig ein trillerndes, für eine Limikole unerwartet tief-melancholisches „pjürrr“ (www.xeno-canto.org/species/Charadrius-morinellus)  geäußert. Mornellregenpfeifer rasten meist in artreinen Trupps, nur selten gemeinsam mit anderen Limikolen (z.B. Goldregenpfeifern). Im Rastgebiet verhalten sie sich in der Regel recht vertraut und verharren selbst auf wenige Meter Abstand. Besonders größere Trupps sind aber mitunter scheu und fliegen schon bei geringen Störungen auf. Wir möchten deshalb noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass jegliche Störungen zu vermeiden sind und der allgemeine Verhaltenskodex unbedingt zu beachten ist!

Bei der Meldung von Mornellregenpfeifern bitten wir um möglichst detaillierte Informationen zu:

  • Beobachtungsort (bitte immer punktgenau eingeben)
  • Uhrzeit (im Datumsfeld, z.B. 15.08.2020 12:00)
  • Alter der Vögel (Bestimmungshilfe [ PDF ])
  • Rasthabitat
  • rastend oder ziehend (unter "Präzisierung der Beobachtung")
  • Bitte auch Negativkontrollen melden!
    Wenn geeignet erscheinende oder in den vergangenen Jahren von Mornells aufgesuchte Flächen kontrolliert, aber keine Vögel gefunden wurden, bitte einen Bestand = 0 eintragen. Für die Interpretation der Verbreitungskarte und die Datenauswertung sind 0-Nachweise eine wichtige Information. Bitte geben Sie dabei den groben Zeitaufwand im Bemerkungsfeld an.

Gerne können Sie weitere Angaben (z.B. zum Verhalten) im Bemerkungsfeld machen oder Fotos der Vögel anfügen.

Eine Bestimmungshilfe mit zahlreichen Fotos und Erläuterungen sowie hilfreicher Literatur bietet das folgende [ PDF ].

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Das Team von ornitho.de

 

Foto: Lukas Thiess.

aufgegeben von Nikolas Prior
 
Mittwoch, 12. August 2020
tipnews
Das Projekt „NocMig“: Aufzeichnung des nächtlichen Vogelzugs

Der Vogelzug übt auf viele Naturinteressierte seit jeher eine ganz besondere Faszination aus. Die trompetenden Rufe ziehender Kraniche wecken in vielen das Fernweh, die riesigen Schwärme rastender Watvögel im Wattenmeer beeindrucken jeden Strandspaziergänger. Ein Großteil des Vogelzugs spielt sich aber bekanntlich nachts ab. Der Erfassung dieses nächtlichen Phänomens hat sich eine zunehmende Zahl von Vogelkundlern verschrieben. „NocMig“ (von englisch nocturnal migration) lautet der Name eines internationalen Projekts, das quasi ein Äquivalent zu den vielerorts stattfindenden Erfassungen des sichtbaren Vogelzugs darstellt. Dabei werden die Flugrufe der nachts durchziehenden Vögel mit Tonbandgeräten aufgezeichnet und anschließend am PC ausgewertet. Günstige Aufnahmegeräte und kostenlose Software ermöglichen ganz neue, spannende Einblicke.

Die sich dabei ergebende Vielfalt der Arten ist erstaunlich. An ruhigen Herbstabenden haben viele schon rufende Rotdrosseln gehört, aber dass auch Wasservögel wie Blässhuhn, Wasserralle oder Regenbrachvogel über den heimischen Garten oder Balkon hinwegfliegen, war vermutlich kaum jemandem bekannt. Regelmäßig werden bei „NocMig“ auch seltenere Arten wie Rohrdommel oder Ortolan registriert.

Interesse geweckt? Hier finden Sie weitere Informationen zum Projekt „NocMig“, den zu beachtenden Vorgaben, der Auswertung der Aufnahmen und der Eingabe solcher Daten in ornitho.de: https://www.ornitho.de/index.php?m_id=20110

Foto: Kai Gauger

aufgegeben von Christopher König
 
Samstag, 11. Juli 2020
tipnews
Landesweite Sommer-Gänsezählungen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen (11./12. Juli)

Auch 2020 wird wieder eine Sommer-Gänsezählung stattfinden, in NRW bereits zum 10. Mal, in Niedersachsen zum 3. Mal. Ziel ist es, landesweite Angaben zu Bestandsgrößen und zur Verbreitung der Gänse im Sommer zu bekommen sowie in möglichst vielen Gebieten Informationen zum Bruterfolg zu ermitteln. In Niedersachsen wird die Erfassung von der Staatlichen Vogelschutzwarte und der Niedersächsischen Ornithologischen Vereinigung (NOV) koordiniert, in NRW von der Nordrhein-Westfälischen Ornithologen-Gesellschaft (NWO). Wie in den Vorjahren werden bei der Sommer-Gänsezahlung auch alle anwesenden Schwäne erfasst. Es ist also eine richtige "Gänse- und Schwanenzählung" geworden!

Termine

Die Zählung in NRW findet seit jeher am Wochenende vor dem Jagdbeginn auf einige Gänsearten in NRW statt und in Niedersachsen orientieren sich der Zähltermine an der Tide im Wattenmeer. In diesem Jahr ist dies in beiden Bundesländer das Wochenende 11./12. Juli 2020.

Erfassungsmethode

Bei der Sommer-Gänsezählung wird das Standard-Artenspektrum der "Gänse- und Schwanenzählung" erfasst, d.h. alle Gänse und Halbgänse (Nilgans, Rostgans, Brandgans) sowie Schwäne. Die Zählungen sollten zwischen 9 und 18 Uhr durchgeführt werden, da sich zumindest Gänse um diese Tageszeit überwiegend an Gewässern konzentrieren und sich leichter zählen lassen. Schwäne werden einfach während der Gänsezählung miterfasst. Wer am Wochenende keine Zeit hat: Zählungen von Freitag bis Montag werden in die Auswertungen einbezogen. Bitte melden Sie unbedingt auch NULLZÄHLUNGEN (Hinweise s.u.)! 

Wichtig bei der Unterscheidung der Altersklassen: Alt- und Jungvögel (eventuell Pulli) sollen individuell ausgezählt werden, s. unten. Für weitere Einzelheiten und Hilfe bei der Bestimmung der Altersklassen ist ein Leitfaden verfügbar auf den Projektseiten der NOV und NWO.

Übermittlung der Daten

  • Teilnehmer an der WVZ/WWZ bzw. Gänsezählungen benutzen bitte ‒ sofern für Ihr Zählgebiet verfügbar ‒ die Module „Wasservogelzählung“ oder „Rastende Gänse und Schwäne (Feldzählung)“  in ornitho.de zur Eingabe. Beachten Sie allerdings, dass bei einer WVZ dann auch tatsächlich alle Wasservogelarten erfasst werden sollen!  
  • Außerhalb der Zählgebietskulisse (oder wenn ihr Zählgebiet noch nicht in ornitho.de enthalten ist) melden Sie Ihre Zählergebnisse bitte „ganz normal“ als Einzelbeobachtungen über ornitho.de (also in NRW ähnlich wie in den letzten Jahren). Bei Nullzählungen tragen Sie einfach Graugans mit Bestand = 0 ein.
    Wichtig: In der Eingabemaske in ornitho.de unter "Weitere Informationen" bitte als Erfassungsprojekt "SoGaNRW/NI-20" auswählen. In NaturaList können sie das Erfassungsprojekt über die Schaltfläche "Erf.projekt" auswählen. Mit dem Erfassungsprojekt lassen sich die Daten bei der Auswertung einfacher zuordnen. Informationen zum Habitat können Sie nachträglich am PC eingeben.
  • Bei der Zählung sollen so gut es geht die Altersklassen getrennt erfasst werden, also adulte Tiere, flügge Jungvögel (1. Kalenderjahr) und nicht-flügge Jungvögel (Pullus), bei Höckerschwänen auch immatur. Es ist kein Problem, wenn das nur bei einem Teil des Trupps klappt! Wichtig ist, dass alle Altersklassen eingetragen werden, die Sie festgestellt haben.
    Beispiel: Unter 100 Graugänsen haben Sie 20 flügge Jungvögel und 40 Altvögel differenziert. Sie geben dann als Gesamtzahl 100 und unter den Detailangaben 40x adult und 20x 1. KJ / diesjährig an.
  • Weitere Einzelheiten sind als Infoblatt auf ornitho.de verfügbar. Weitere hilfreiche Informationen zur Verwendung der App finden Sie unter http://www.ornitho.de/index.php?m_id=20033.

Natürlich ist auch der Meldeweg über einen Zählbogen möglich (s. dazu die oben erwähnten Projektseiten).

Mitmachen?

Wer Interesse an einer Mitarbeit hat und in den letzten Jahren noch nicht an der Zählung teilgenommen hat, möge sich in NRW bitte vorab bei Kees Koffijberg von der NWO (kees.koffijberg@t-online.de) melden, so dass Doppelerfassungen möglichst vermieden werden. Für Niedersachsen ist der Ansprechpartner Dr. Markus Nipkow von der Staatlichen Vogelschutzwarte (markus.nipkow@nlwkn-h.niedersachsen.de).

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Kees Koffijberg, Markus Nipkow und das Team von ornitho.de

 

Foto: Hans Glader

aufgegeben von Nikolas Prior
 
Dienstag, 7. Juli 2020
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf das Frühjahr 2020

In der Juli-Ausgabe von DER FALKE blicken wir auf das vogelkundliche Geschehen im Frühjahr 2020 zurück. Das Coronavirus hat weltweit weitreichende Veränderungen hervorgerufen. Die Vogelbeobachtung war und ist allerdings weitgehend uneingeschränkt möglich und für die Monate März bis Mai wurde bei ornitho.de sogar ein besonderer Anstieg der Meldeaktivität registriert.

Anders als in den letzten Jahren widmen wir uns der Ankunft der Zugvögel diesmal kartographisch. Wir nutzen Isolinien als Darstellungsverfahren und machen den Fortschritt einiger Arten in Richtung ihrer Brutgebiete Tag für Tag sichtbar. Im Vergleich mit dem Vorjahr lassen sich interessante Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede feststellen. Die neue Form der Darstellung wird in Zukunft sicher noch spannende Analysen ermöglichen, insbesondere in Kombination mit Wetterdaten.

Einen speziellen Blick widmen wir darüber hinaus dem Frühjahrsdurchzug der Zwergmöwe. Dieser verläuft hierzulande sehr konzentriert innerhalb weniger Tage ab. Der Großteil der Vögel nutzt dabei einen Korridor von der südlichen Nordsee über die Seen im Osten Schleswig-Holsteins bis nach Mecklenburg-Vorpommern. Aber einige Tausend Zwergmöwen rasten auch regelmäßig tief im Binnenland. Wir schauen uns den Binnenland-Durchzug 2020 genauer an.

Spektakulär verlief das Frühjahr 2020 hinsichtlich der entdeckten Seltenheiten. Nicht nur besonders viele eigentlich sehr selten in Deutschland zu beobachtende Arten wurden festgestellt, sondern gleich mehrere Arten wurden auch in ungewöhnlich großer Zahl gemeldet. Dies gilt vor allem für Rallenreiher und Zitronenstelzen, die jeweils an zahlreichen Stellen entdeckt wurden. Erstmals für Deutschland wurde ein Mongolenregenpfeifer festgestellt. Habichtsadler, Kleiner Gelbschenkel und viele weitere Raritäten lieferten ausreichend „Gesprächsstoff“ für unseren Überblick.

Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Frühjahr 2020 – Ankunft der Zugvögel auf neuen Wegen, Zwergmöwen im Eiltempo und bemerkenswerte Seltenheiten“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren bisher erschienenen Beiträge mit direktem ornitho-Bezug finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.

Das komplette Falke-Heft 07/2020 mit vielen weiteren Beiträgen u.a. über Fake-News über angebliche Geier-Attacken, Turteltauben in Ägypten, Bestandsrückgänge bei Stuttgarter Mehlschwalben, Mauersegler, das Birdrace 2020, Zistensänger und Mittelmeermöwen als Vogeljäger können Sie über die Internetseite von Der Falke beziehen. Der Falke finden Sie auch im gutsortierten Zeitschriften-Handel.

Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team von ornitho.de und ornitho.lu!

aufgegeben von Christopher König
 
Mittwoch, 1. Juli 2020
tipnews
Erfassung des Alpensegler-Brutbestandes 2020 – Machen Sie mit!

Mitte der 1950er-Jahre siedelte sich der große weißbäuchige Segler spontan in Freiburg im Breisgau an und gründete die seinerzeit weltweit nördlichste Kolonie. Lange blieb die "Schwarzwaldhauptstadt" der einzige Brutort in Deutschland; erst ab Ende der 1980er kam es zu weiteren Ansiedlungen. Inzwischen ist Karlsruhe erreicht und damit der nördlichste Brutplatz. Einzelne Beobachtungen weiter nördlich lassen vermuten, dass entlang des Oberrheins demnächst weitere Ansiedlungen erfolgen könnten. Auch in Bayern haben sie in 2019 einen Sprung nach Norden gemacht: Nach Lindau und Sonthofen ist Memmingen der dritte Brutplatz im weiß-blauen Bundesland.

Für die Saison 2020 bitten wir erneut alle Melderinnen und Melder um Hilfe bei der Erfassung. Dabei kommt es besonders darauf an, wo genau die "Weißbäuche" zuhause sind, also exakte Verortung auf der Karte. Bitte benennen Sie die besiedelten Gebäude: Kirche, Schule, Krankenhaus, Behördensitz usw., bei Wohngebäuden Straße und Hausnummer. Bitte geben Sie einen passenden Brutzeitcode ein und nutzen Sie bei der Eingabe das Koloniebrüter-Tool!

Die meisten Alpenseglernester sind nicht einsehbar, ob erfolgreich gebrütet wurde, lässt sich jedoch akustisch oft festzustellen. Während der achtwöchigen Nestlingszeit betteln die Jungen bei jeder Landung eines Altvogels; anfangs ein leises Zischen, bei Heranwachsen wird daraus ein lautes Fauchen, das selbst bei Straßenlärm und aus einer Distanz von 20 Metern gut hörbar ist. Mit etwas Übung erkennt man rasch, ob ein- oder mehrstimmig gebettelt wird. Der Juli ist entscheidend, aber auch im August und eventuell sogar noch im September können erfolgreiche Bruten kartiert werden.

Abgesehen von den genannten Orten haben sich in Baden-Württemberg mittlerweile etliche Kolonien etabliert: Waldshut, Lörrach, Tuttlingen, Sigmaringen, Gundelfingen, Emmendingen, Ettenheim, Lahr, Offenburg, Achern, Bühl, Bad Säckingen und Stuttgart. Eine gezielte Nachsuche könnte sich auch in anderen Orten lohnen.
 In diesem Jahr wurden bereits in Gernsbach im Murgtal/Kreis Rastatt erstmalig Alpenseglerbruten nachgewiesen.

Wir freuen uns auf Ihre Meldungen und danken Ihnen für Ihre Unterstützung!

Jan Daniels-Trautner und Matthias Schmidt

 

Foto: Wolfgang Faulhammer

aufgegeben von Christopher König
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