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Dienstag, 23. November 2021
tipnews
DDA-Wandkalender ''Vogellyrik 2022''

Wir begleiten Sie Monat für Monat durch das Vogeljahr. Der Wandkalender mit Gedichten von Manfred Lieser und Gemälden des renommierten Vogelmalers Paschalis Dougalis, bekannt aus dem Atlas Deutscher Brutvogelarten, ist jetzt beim Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V. bestellbar. Der Kalender mit den Maßen 29,7 cm x 29,7 cm bietet außerdem umfassende Informationen aus verschiedenen Bereichen unserer gemeinnützigen Arbeit zur Erfassung der Vogelwelt und im Vogelschutz, die aus den Einnahmen gefördert wird. Wir würden uns freuen, Sie im kommenden Jahr durch die Monate begleiten zu dürfen!

Einen Eindruck des Kalenders bieten wir Ihnen mit einer online durchblätterbaren Version.

Der Kalender ist beim DDA-Schriftenversand für 19,80 € zzgl. 5,90 € Versand erhältlich.

Bestellung unter:
DDA-Schriftenversand
An den Speichern 2, 48157 Münster
Tel: 0251 / 2101400
E-Mail: schriftenversand@dda-web.de

aufgegeben von Christopher König
 
Montag, 15. November 2021
tipnews
ornitho-Jubiläumstasse jetzt bestellen und ornitho.de unterstützen!

10 Jahre ornitho.de – dieses Jubiläum haben wir im Rahmen einer Online-Tagung gebührend begangen. Als Andenken an dieses Jubiläum und die ersten zehn Jahre ornitho.de gibt es nun eine Jubiläumstasse. Ganz gleich ob Kaffee oder Tee – ornitho.de wird damit zum Begleiter beim Frühstück und im Büro. Auch als Weihnachtsgeschenk lässt sich damit vielen eine Freude machen. Denn mit der Tasse unterstützen Sie ornitho.de direkt!

Wer die Tasse auf 10 Jahre ornitho.de heben und damit seine Unterstützung für das Portal zum Ausdruck bringen möchte, kann ab sofort für 30 Euro ‒ inkl. 15 Euro zugunsten von ornitho.de ‒ die Jubiläumstasse über bestellung@dda-web.de erwerben.

Wer schon ausreichend Tassen im Schrank hat, aber dennoch ornitho.de zu weiteren Höhenflügen verhelfen möchte, kann das auch jederzeit mittels einer Spende tun.

Bestellung unter:

DDA-Schriftenversand
An den Speichern 2, 48157 Münster
Tel: 0251 / 2101400
E-Mail: bestellung@dda-web.de

Die Tasse wurde im Rahmen der Jubiläumstagung „10 Jahre ornitho.de“ vorgestellt. Sie haben die Tagung verpasst oder konnten nicht dabei sein? Die einzelnen Vorträge sind dauerhaft unter dem folgenden Link bei YouTube verfügbar:

>>> Link zur Aufzeichnung der Jubiläumstagung <<<

aufgegeben von Christopher König
 
Donnerstag, 11. November 2021
avinews
„Seltene Vögel in Deutschland 2019“ erschienen

Mit der jüngst veröffentlichten neunten Ausgabe der Reihe „Seltene Vögel in Deutschland“ folgt ein weiterer umfassender Überblick über das Auftreten von Seltenheiten in Deutschland. Kernbeitrag des 80 Seiten umfassenden Heftes ist die Zusammenstellung der Nachweise seltener Vogelarten in Deutschland im Jahr 2019. Zu den Höhepunkten dieses Jahrgangs gehören der erste Nachweis eines Rotlappenkiebitzes für Deutschland und Europa sowie der erste als Wildvogel eingestufte Nachweis einer Bergkalanderlerche. Bemerkenswert sind darüber hinaus u.a. Nachweise von Blutspecht, Bindenstrandläufer und Pazifiktrauerente. Diese und mehrere hundert weitere Nachweise werden detailliert und mit zahlreichen Fotos und ergänzenden Grafiken und Karten präsentiert.

Das Auftreten seltener nearktischer Watvögel liefert häufig Anlass zu Diskussionen zu Herkunft und Ursachen für das Erscheinen. Anhand einer Auswertung aller Nachweise seltener nearktischer Limikolenarten in Deutschland im Zeitraum 1977-2018 haben Till Jonas Linke und Jochen Dierschke das zeitliche und räumliche Auftreten sowie die Altersstruktur dieser Arten analysiert. Alle insgesamt 15 in Deutschland nachgewiesenen nearktischen Limikolenarten werden behandelt, darunter Weißbürzel-Strandläufer und Grasläufer als fast alljährliche Gäste ebenso wie große Ausnahmeerscheinungen wie Prärieläufer und Sandstrandläufer.

Das Auftreten des Graubrust-Strandläufers als häufigste Limikolenart mit potenziell nearktischer Herkunft wird von Till Jonas Linke in einem separaten Beitrag behandelt und ebenfalls zeitlich und räumlich nach Alter differenziert analysiert. Der Beitrag geht dabei auch auf die Entwicklung der Nachweiszahlen seit dem Erstnachweis 1956 ein und diskutiert, ob sich bei den in Deutschland beobachteten Graubrust-Strandläufern eher um Amerikaner oder Sibirier handelt.

Mit dem bemerkenswerten Nachweis einer Bergkalanderlerche am 8. September 2019 beschäftigt sich ein Artikel des Entdeckers Thomas Kuhn. Der bis zum 25. September im Norden Bayerns rastende Vogel stellt den zweiten Nachweis für Mitteleuropa dar. Der Nachweis wird räumlich und zeitlich in das Auftretensmuster weiterer europäischer Nachweise eingeordnet. Ein Absatz widmet sich außerdem der Haltung von Bergkalanderlerchen in Gefangenschaft in Europa und der Einordnung des aktuellen Nachweises, der zur Aufnahme dieser Art in die Deutsche Artenliste führt.

Sogar noch außergewöhnlicher war die Beobachtung eines Rotlappenkiebitzes am 31. Mai 2019 im Westen Bayerns - nie zuvor war diese asiatische Art in Europa festgestellt worden. Anhand eindeutiger Fotos ließ sich verfolgen, dass dasselbe Individuum zwei Wochen zuvor in Kroatien fotografiert worden war. Die Reise ließ sich über Belgien und die Niederlande auch nach dem Zwischenstopp in Bayern noch ein Stück verfolgen. Entdeckter Leon Wischenbarth erzählt die Geschichte von dieser einmaligen Beobachtung. Es wird darüber hinaus auf das Zugverhalten der Art eingegangen, die Wanderroute dieses Individuums beschrieben und der Nachweis eingeordnet. Die offizielle Einstufung dieses Nachweises durch die „Kommission Artenliste der Vögel Deutschlands“ der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft steht in diesem Fall noch aus.

Die ansprechend gestaltete und reich bebilderte neunte Ausgabe von „Seltene Vögel in Deutschland“ kann zum Preis von 9,80 € zzgl. Versandkosten bestellt werden bei:

DDA-Schriftenversand
An den Speichern 2, 48157 Münster
Tel: 0251 / 2101400
E-Mail: schriftenversand@dda-web.de
Internet: www.dda-web.de/publikationen

Die Reihe ist auch im Abonnement erhältlich. Eine Ausgabe kostet dann 7,50 € zzgl. Versandkosten. Sollten Sie die ersten Ausgaben noch nicht kennen, können Sie diese jetzt zum reduzierten Preis von nur jeweils 5,00 € zzgl. Versandkosten erwerben.

Mit dem Erscheinen des neunten Bandes von „Seltene Vögel in Deutschland“ möchten wir Ihnen außerdem auch wie gewohnt den Seltenheitenbericht der letzten Ausgabe „Seltene Vögel in Deutschland 2018“ kostenlos als PDF anbieten. Eine Übersicht der Seltenheitenberichte der DAK finden Sie hier.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Deutsche Avifaunistische Kommission

aufgegeben von Christopher König
 
Mittwoch, 10. November 2021
avinews
Vogelwelt aktuell: Rückblick auf den Sommer 2021

In der November-Ausgabe von DER FALKE blicken wir auf das vogelkundliche Geschehen im Sommer 2021 zurück. Dieser war der regenreichste Sommer seit zehn Jahren. Besonders Mitte Juli gab es in Teilen Westdeutschlands extreme Regenfälle. Zugleich fielen die Monate Juni, Juli und August erneut deutlich zu warm aus. Rund 1,9 Millionen zwischen Juni und August bei ornitho.de gemeldete Vogelbeobachtungen bildeten die Grundlage unserer Auswertungen.

Einen speziellen Blick widmen wir diesmal dem Alpenbirkenzeisig. Anhand der ornitho-Daten zeigt sich bei dieser Art von 2017 auf 2018 ein auffälliger Rückgang. Wir haben die Meldungen zur Brutzeit 2018 bis 2021 mit der Verbreitung nach dem Atlas Deutscher Brutvogelarten verglichen und deutliche Unterschiede festgestellt.

So zahlreich wie noch nie wurden ab Juli hingegen Zwergscharben in Deutschland nachgewiesen. Seit der Jahrtausendwende hat sich diese Art zu einem alljährlichen, aber weiterhin seltenen Gast entwickelt. An mehreren Stellen wurden im Rahmen eines bislang beispiellosen Einflugs 2021 zweistellige Anzahlen festgestellt und den Rekord bildeten 35 Zwergscharben an einem Schlafplatz in Unterfranken. Wir haben den Einflug eingeordnet und mögliche Gründe diskutiert.

Aus den im Sommer 2021 festgestellten Raritäten sticht erneut ein deutscher Erstnachweis heraus: Eine asiatische Orientbrachschwalbe hielt sich über mehrere Wochen an der Nordseeküste auf. Darüber hinaus berichten wir in unserem Überblick u.a. von Beobachtungen von Purpurhuhn, Weißschwanzkiebitz, gleich mehreren Großen Schlammläufern, Bonapartemöwe und Pazifiksegler.

Den Beitrag „Vogelwelt aktuell: Sommer 2021 – Alpenbirkenzeisige auf dem Rückzug (?) und so viele Zwergscharben wie noch nie“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren bisher erschienenen Beiträge mit direktem ornitho-Bezug finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.

Das komplette Falke-Heft 11/2021 mit vielen weiteren Beiträgen u.a. über 10 Jahre ornitho.de, Gefahren auf dem Zugweg von Uferschnepfen, Gänsesäger, den Schutz von Großtrappen in Deutschland, die Wahl zum Vogel des Jahres 2022 sowie zum Nationalpark Bayerischer Wald können Sie über die Internetseite von Der Falke beziehen. Der Falke finden Sie auch im gutsortierten Zeitschriften-Handel.

Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team von ornitho.de und ornitho.lu!

aufgegeben von Christopher König
 
Freitag, 5. November 2021
technews
10 Jahre ornitho.de - Jubiläumstagung als Video verfügbar

Am 30. Oktober 2021 feierte ornitho.de sein 10-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass lud der DDA zu einer Online-Tagung ein, die per YouTube-Livestream öffentlich zugänglich war. Die Vorträge beleuchteten eine Vielzahl von Aspekten rund um Deutschlands größtes Citizen-Science-Portal, von der „Erfindung“ der ornitho-Portale, über den Werdegang von ornitho.de und aus den Daten gewonnene Ergebnisse und Erkenntnisse, der internationalen Einbindung in der „ornitho-Familie“ und im EuroBirdPortal, die besonders enge Partnerschaft mit Luxemburg bis hin zur Nutzung der Daten im Natur- und Artenschutz sowie der Öffentlichkeitsarbeit. Mehrere Hundert Personen verfolgten das abwechslungsreiche Vortragsprogramm oder riefen das verfügbare Video in den Tagen danach auf. „Schön, dass es ornitho.de gibt“, mit diesen Worten schloss ein Referent und brachte damit Vieles auf den Punkt. Dem ist aus unserer Sicht fast nichts hinzuzufügen ‒ außer einem ganz herzlichen Dank an alle, die zur gelungenen Tagung beigetragen haben und am beeindruckenden Werdegang von ornitho.de beteiligt waren.

Auf den Tag genau zehn Jahre zuvor wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung des DDA symbolisch der Startknopf von ornitho.de gedrückt. Mit diesem Foto leitete Bernd Hälterlein, 1. Vorsitzender des DDA, die Tagung ein. Sabine Riewenherm, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, und Dr. Wolfgang Fiedler, Präsident der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft, stellten in ihren Grußworten die Bedeutung des Portals für die Avifaunistik in Deutschland heraus und unterstrichen, dass sich ornitho.de innerhalb weniger Jahre zu einem unverzichtbaren Instrument der Sammlung von Vogelbeobachtungen und für die Bereitstellung von Daten für Wissenschaft und Vogelschutz entwickelt hat.

Das fachliche Vortragsprogramm wurde unter der Moderation von Heiko Schmaljohann (Institut für Vogelforschung "Vogelwarte Helgoland") mit zwei Übersichtsvorträgen eingeleitet. Zunächst skizzierte Johannes Wahl (DDA) die Entwicklung von ornitho.de anhand von markanten Meilensteinen: Die Startphase mit dem Aufbau des Netzwerkes von Steuerungsgruppen, Regionalkoordinator:innen und Artspezialist:innen, die Etablierung von Beobachtungslisten als Form der Datenmeldung, die Einführung der App NaturaList im Dezember 2014 und schließlich die Integration des bundesweiten Vogelmonitorings in den letzten Jahren. Durch einen Blick zurück in die Zeit vor ornitho.de wurde deutlich, welch bedeutender Fortschritt die Einführung in der avifaunistischen Datenerfassung der Start von ornitho.de war. Abschließend gab es einen Blick hinter die Kulissen: Wer macht mit bei ornitho.de? Die Auswertungen zeigen u.a. mit einem steigenden Frauenanteil eine erfreuliche Entwicklung. Dass ein Projekt wie ornitho.de nur mit der Unterstützung sehr vieler Engagierter und Partner möglich ist, verdeutlichte die umfangreiche Danksagung.

Viele Aspekte des einführenden Vortrags sind in der November-Ausgabe von „Der Falke“ zusammengefasst. Der Beitrag von J. Wahl und C. König ist als PDF frei verfügbar. Gedruckte Hefte sind über die Falke-Homepage sowie im gut sortierten Zeitschriften-Handel erhältlich.

Der anschließende Vortrag von Christopher König (DDA) beleuchtete unter dem Titel „Am Puls der Vogelwelt“ schlaglichtartig Erkenntnisse und Ergebnisse, die sich in den vergangenen Jahren aus den Beobachtungsdaten ableiten ließen. Diese reichen von der Ankunft der Zugvögel im Frühjahr und Korrelationen mit dem Witterungsverlauf über Beispiele zu Gesangsphänologie und Bruterfolg bis zum herbstlichen Vogelzug. Die jährlich stark variierenden Wanderungen skandinavischer Fichtenkreuzschnäbel, der Durchzug der Kraniche und die Einflüge von Eichelhähern in den vergangenen Jahren zeigten eindrucksvoll das (vielfach noch schlummernde) Potenzial des 60-Millionen-Datenschatzes. Für den Winter wurde das anhand von Auswertungen zum Jungvogelanteil bei Zwergschwänen, Rotmilan-Schlafplätzen sowie Kälteverlusten beim Eisvogel unterstrichen.

Viele der Beispiele des Vortrags entstammen den viermal im Jahr erscheinenden jahreszeitlichen Rückblicken in „Der Falke“, die unter „Publikationen und Auswertungen“ auf ornitho.de als PDFs zur Verfügung stehen.

Nach der Mittagspause startete der zweite Vortragsblock mit einem Vortrag des „ornitho-Vaters“ Gaëtan Delaloye (Biolovision Sarl). In seinem englischsprachigen Beitrag schilderte er den Werdegang von der Beobachtungssammlung einer Jugendgruppe zu einem der weltweit führenden Online-Portale zur Sammlung faunistischer Daten. In großen Teilen Europas werden Vogelbeobachtungen heute über das ornitho-System gesammelt, was internationale Auswertungen erheblich erleichtert.

Die große Bedeutung einer guten internationalen Vernetzung wurde auch im ebenfalls englischsprachigen Vortrag von Gabriel Gargallo (Catalan Institute for Ornithology) auf eindrucksvolle Weise deutlich: Im EuroBirdPortal fließen die Daten aus 29 Ländern Europas zusammen und machen den Vogelzug nahezu in Echtzeit erlebbar. Er verdeutlichte den großen Mehrwert der Eingabe vollständiger Beobachtungslisten und präsentierte die Möglichkeiten des Portals anhand verschiedener Artbeispiele. Die Kombination von Beobachtungs- und Ringfunddaten sowie die Möglichkeit, die Daten in der Vogelgrippe-Forschung einzusetzen, unterstrichen die Breite des Einsatzes der Daten aus dem größten Citizen-Science-Netzwerk in Europa.

Samuel Wechsler (Schweizerische Vogelwarte Sempach) berichtete in einem gemeinsamen Vortrag mit Hans Schmid über die Zusammenarbeit in der „ornitho-Familie“. Deutlich wurden die großen Vorteile der Nutzung des gemeinsamen Systems und des engen Austauschs zwischen den Partnern, wodurch sowohl inhaltlich als auch finanziell Synergien sehr effektiv genutzt werden. Über das Netzwerk der 11 europäischen ornitho-Portale wurden bereits mehr als 230 Millionen Beobachtungen zusammengetragen, die ein enormes Potenzial für wissenschaftliche Auswertungen bieten.

Welche Vorteile die Etablierung einer avifaunistischen Datensammlung mit sich bringen kann, zeigte Patric Lorgé (natur&ëmwelt) am Beispiel von Luxemburg auf. Von Beginn an wurden die Daten von ornitho.lu, dem Partnerportal von ornitho.de, in einen internationalen Kontext gesetzt. Dies führte zu einer Stärkung der Beziehungen mit Ornitholog:innen aus den angrenzenden Regionen. Die Anzahl der Beobachter:innen und der für Auswertungen und Naturschutzfragen zur Verfügung stehenden Vogelbeobachtungen hat sich seit dem Start des Portals ornitho.lu vervielfacht und ist heute nicht mehr wegzudenken.

Am Nachmittag wurde im dritten Vortragsblock der Veranstaltung der Blick vor allem auf die regionale und lokale Ebene gerichtet. Tobias Erik Reiners (Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz) berichtete in einem Vortrag über die Nutzung von ornitho.de in Avifaunistik, Forschung und Vogelschutz. Das Portal hat nicht nur die Datengrundlage von avifaunistischen Jahresberichten enorm vergrößert, es liefert darüber hinaus unverzichtbare Grundlagendaten für Projekte im Vogelschutz. Letzteres wurde anhand von Beispielen zu Rebhuhn, Turteltaube und Grauammer deutlich.

Es folgte ein Beitrag von Thomas Guggemoos (Landesbund für Vogelschutz in Bayern), der die Nutzung von ornitho.de aus Sicht eines Regionalkoordinators präsentierte. Am Beispiel des südlichen Oberbayerns zeigte er, inwiefern die lokale Datenbasis von den Beobachtungsmeldungen auswärtiger Melder:innen profitieren kann. Dabei stellte er deutliche Unterschiede zwischen lokalen Beobachter:innen und „Zugereisten“ heraus, sowohl was die räumliche Abdeckung, die aufgesuchten Lebensräume als auch die Auswahl der gemeldeten Arten angeht.

Die Tagung endete mit einem Vortrag von Florian Carius (Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer) zur Einbindung von ornitho.de in die Öffentlichkeitsarbeit. Der alljährlich im Rahmen der Zugvogeltage ausgerichtete Aviathlon ist ein Wettstreit zwischen Regionen entlang der niedersächsischen Küste, bei dem es darum geht, innerhalb einer Woche möglichst viele Arten zu entdecken. Die Datenmeldung erfolgt seit 2015 über ornitho.de, wodurch eine Ergebnisdarstellung in Echtzeit ermöglicht wird. Um Naturinteressierte ohne vertiefte Kenntnisse über die Vogelwelt im Nationalpark zu informieren, wurden in zahlreichen Gebieten QR-Codes zum Abruf tagesaktueller Vogelbeobachtungen aus ornitho.de installiert. Und seit 2020 lassen sich über ein Informationssystem auf zugvogeltage.de mit Anbindung an das Portal artspezifische Informationen zum zeitlichen und räumlichen Auftreten abfragen.

Danke und „Hoch die Tassen!“

„Schön, dass es ornitho.de gibt“. Mit diesen Worten schloss Thomas Guggemoos seinen Vortrag. Dem ist aus unserer Sicht fast nichts hinzuzufügen ‒ außer einem herzlichen Dank an alle, die zur gelungenen Tagung beigetragen haben und am beeindruckenden Werdegang von ornitho.de beteiligt waren.

Wer tatsächlich die Tasse auf 10 Jahre ornitho.de heben und damit seine Unterstützung für das Portal zum Ausdruck bringen möchte, kann die Jubiläumstasse ‒ inkl. 15 Euro zugunsten von ornitho.de ‒ ab sofort für 30 Euro über bestellung@dda-web.de erwerben. Wer schon ausreichend Tassen im Schrank hat, kann ornitho.de mit einer Spende unterstützen.

Weitere Informationen:

aufgegeben von Christopher König
 
Mittwoch, 20. Oktober 2021
avinews
Einladung zur Online-Tagung „10 Jahre ornitho.de“ am 30. Oktober 2021

Am 30. Oktober 2011 wurde ornitho.de im Rahmen der DDA-Mitgliederversammlung für die Öffentlichkeit freigeschaltet. Die Sammlung von Vogelbeobachtungen hat sich seitdem grundlegend verändert. Für viele Tausend an der Vogelwelt Interessierte ‒ ganz gleich, ob als Beobachterin, als Koordinator oder für Auswertende ‒ ist ornitho.de heute nicht mehr wegzudenken und eine unverzichtbare Datenquelle geworden. In allen Bundesländern ist ornitho.de mittlerweile die Plattform zur Sammlung von Vogelbeobachtungen. Jahresberichte oder Avifaunen basieren zunehmend auf Daten des Portals, und die Meldungen dienen vielfach als wichtige Grundlage im Natur- und Artenschutz. Über 500 Regionalkoordinatorinnen und Artspezialisten sorgen durch laufende Plausibilitätskontrollen für eine hohe Datenqualität, die Steuerungsgruppen auf Bundes- und Länderebene lenken mit viel Umsicht die Geschicke des Portals und bearbeiten eine steigende Zahl an Anträgen auf Nutzung der Daten.

Diese Erfolgsgeschichte verdanken wir einem großen Netzwerk von engagierten Einzelpersonen, Fachgruppen, -gesellschaften und -verbänden, unseren Partnern in den Fachbehörden des Bundes und der Länder, Stiftungen sowie der ornitho-Familie – und allen voran Biolovision, den „Erfindern“ von ornitho.de. Dafür wollen wir „Danke!“ sagen und das Jubiläum gemeinsam feiern.

Anlässlich des Jubiläums von 10 Jahren ornitho.de möchten wir Sie zu einer Online-Tagung am 30. Oktober 2021 ab 10:15 Uhr einladen, bei der in mehreren Vorträgen von der lokalen bis zur internationalen Ebene unterschiedliche Aspekte rund um das Portal beleuchtet werden. Der Werdegang des Portals und schlaglichtartige Ergebnisse und Erkenntnisse auf Basis der Daten gehören ebenso zum Programm wie die internationale Einbindung und der Blick auf die regionale Ebene sowie die Nutzung von ornitho-Daten im Naturschutz und in der Öffentlichkeitsarbeit.

Die Tagung wird als Livestream über das Videoportal YouTube übertragen. Es ist keine Registrierung oder spezielle Software notwendig. Für die Teilnahme wird lediglich ein Endgerät (PC/Laptop/Tablet) mit stabiler Internetverbindung benötigt.

>> Zum Programm der Tagung <<

>> Zum Livestream <<

aufgegeben von Christopher König
 
Montag, 16. August 2021
tipnews
Aufruf: Gezielte Suche nach rastenden Mornellregenpfeifern (Bitte auch Negativkontrollen melden!)

Das Brutgebiet des Mornellregenpfeifers liegt in den Fjällflächen und Tundren von Skandinavien bis Ostsibirien. Während die östliche Population in Vorderasien überwintert, überqueren europäische Brutvögel Zentral- und Südeuropa auf dem Weg nach Nordafrika. Viele Vögel führen dabei vermutlich einen Nonstopzug durch, ein gewisser Teil rastet allerdings regelmäßig an meist traditionellen Rastplätzen. Noch vor wenigen Jahren galt der Mornellregenpfeifer in ganz Deutschland als seltener und unregelmäßiger Durchzügler. Seit Ende der 1990er-Jahre gab es aber durch eine in manchen Gebieten gezielte Suche nach der charismatischen Art einen enormen Erkenntnisgewinn: Zahlreiche bis dahin unbekannte Rastplätze wurden entdeckt und sind mittlerweile fast alljährlich besetzt.

Seit 2011 rufen wir zur gezielten Suche nach Mornellregenpfeifern während des zeitlich eng begrenzten Durchzugfensters von Mitte August bis Mitte September auf. Die zahlreichen Meldungen vor allem über ornitho ergaben den wohl bundesweit bislang besten Überblick über die Rastvorkommen. Dank der Differenzierung vieler Individuen in Alt- und Jungvögel können der jährilche Jungvogelanteil berechnet und so Rückschlüsse auf den Bruterfolg gezogen werden. Die Ergebnisse wurden in den vergangenen Jahren in „Der Falke“ veröffentlicht. Diese Beiträge können Sie hier als pdf herunterladen

Motiviert durch die sehr gute Resonanz der letzten Jahre wollen wir versuchen, auch den Wegzug 2021 möglichst gut zu dokumentieren. Gezielte Hinweise, wie und wo man Mornellregenpfeifer auf dem Herbstzug suchen (und hoffentlich auch finden) kann, finden Sie im Beitrag „Leicht zu übersehen: Herbstrast des Mornellregenpfeifers“ - hier als PDF.

Wann?

Mornellregenpfeifer überqueren Europa auf dem Zug in sehr engen Zeitfenstern. Im Frühjahr zieht die Art in Deutschland in sehr kurzer Zeitspanne und nur geringer Zahl fast ausschließlich im Mai durch, vorjährige Mornells verbleiben wie viele andere Zugvögel meist im Winterquartier. Weit auffälliger ist der Durchzug im Herbst. Hier werden die meisten Individuen im Zeitraum 15. August bis 15. September beobachtet. Einzelne Vögel treten noch bis Oktober auf. Es gilt daher in diesen Wochen ganz gezielt geeignete Habitate zu kontrollieren! Aufgrund des Verhaltens der Vögel sind die Beobachtungsbedingungen am Morgen und Abend am besten. Zu dieser Zeit findet die Nahrungssuche statt, während sich im weiteren Tagesverlauf ruhende, bewegungslose Vögel oft der Entdeckung entziehen. Auch die Chance, gegen Abend abziehende bzw. morgens zur Rast einfallende Tiere oder deren kleinräumige Ortswechsel bei der Suche nach geeigneten Rastflächen zu beobachten, erhöht den Beobachtungserfolg deutlich.

Wo?

Während im Frühjahr vor allem küstennahe Bereiche bevorzugt werden, tauchen Mornellregenpfeifer im Herbst vermehrt an Rastplätzen im Binnenland auf. Bei den Gebieten handelt es sich in der Regel um weithin exponierte, sehr offene und damit an skandinavische Weiten erinnernde Flächen mit kurzer Vegetation. Wurden ursprünglich wohl vor allem Heiden und Brachen aufgesucht, sind heute abgeerntete Felder die Hauptrastplätze. Besonders regelmäßig gelingen Nachweise vor allem auf Ackerflächen auf kargen, windexponierten Hochflächen mit weiter Sicht in Abzugrichtung Süd und Südwest in großräumigen Agrarlandschaften, gerne im oberen Hangbereich an der Südwestflanke kleiner Hügel. Es sollte mindestens ein Stoppelsturz stattgefunden haben, unbearbeitete Getreidestoppeln werden offenbar gemieden. Große Vertikalstrukturen wirken sich negativ aus, wobei Einzelbäume und Erdaufschüttungen toleriert werden. Besonders lohnend kann die Suche direkt nach starken, großräumigen Regenschauern und Gewittern sein, wenn die von der Witterungslage zur „Notrast“ gezwungenen Vögel schnell wieder abziehen und dann besonders auffällig sind. Unter solchen Witterungsbedingungen werden manchmal auch Flächen zur Rast genutzt, die bei guter Witterung keine Beachtung finden, wie z.B. ebene, kleinere Ackerflächen in Waldrandnähe. Die momentan soweit bekannt größten und bedeutendsten Rastplätze für Mornellregenpfeifer in Deutschland sind die nordrhein-westfälische Hellwegbörde im Kreis Soest sowie das Maifeld im Kreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz.

Wie?

Nur selten werden die gerade einmal amsel-großen Mornellregenpfeifer zufällig entdeckt. Erst das genaue Absuchen geeigneter Flächen mit Fernglas oder Spektiv führt in der Regel zum Erfolg. Die Art ist relativ leicht zu bestimmen und kaum mit anderen Arten zu verwechseln (Bestimmungshilfe [ PDF ]). An den Rastplätzen herrscht eine hohe Dynamik, viele Vögel verweilen nur kurz, so dass eine regelmäßige Kontrolle möglicher Rastgebiete mit Angabe des Altersverhältnisses wertvolle Zusatzinformationen zur Anzahl der insgesamt im Gebiet rastenden Vögel liefert. Auch die Kenntnis der Lautäußerungen kann daher hilfreich sein. Beim Abfliegen wird häufig ein trillerndes, für eine Limikole unerwartet tief-melancholisches „pjürrr“ (www.xeno-canto.org/species/Charadrius-morinellus)  geäußert. Mornellregenpfeifer rasten meist in artreinen Trupps, nur selten gemeinsam mit anderen Limikolen (z.B. Goldregenpfeifern). Im Rastgebiet verhalten sie sich in der Regel recht vertraut und verharren selbst auf wenige Meter Abstand. Besonders größere Trupps sind aber mitunter scheu und fliegen schon bei geringen Störungen auf. Wir möchten deshalb noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass jegliche Störungen zu vermeiden sind und der allgemeine Verhaltenskodex unbedingt zu beachten ist!

Bei der Meldung von Mornellregenpfeifern bitten wir um möglichst detaillierte Informationen zu:

  • Beobachtungsort (bitte immer punktgenau eingeben)
  • Uhrzeit (im Datumsfeld, z.B. 15.08.2021 12:00)
  • Alter der Vögel (Bestimmungshilfe [ PDF ])
  • Rasthabitat
  • rastend oder ziehend (unter "Präzisierung der Beobachtung")
  • Bitte auch Negativkontrollen melden!
    Wenn geeignet erscheinende oder in den vergangenen Jahren von Mornells aufgesuchte Flächen kontrolliert, aber keine Vögel gefunden wurden, bitte einen Bestand = 0 eintragen. Für die Interpretation der Verbreitungskarte und die Datenauswertung sind 0-Nachweise eine wichtige Information. Bitte geben Sie dabei den groben Zeitaufwand im Bemerkungsfeld an.

Gerne können Sie weitere Angaben (z.B. zum Verhalten) im Bemerkungsfeld machen oder Fotos der Vögel anfügen.

Eine Bestimmungshilfe mit zahlreichen Fotos und Erläuterungen sowie hilfreicher Literatur bietet das folgende [ PDF ].

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Das Team von ornitho.de

 

Foto: C. Höfs.

aufgegeben von Christopher König
 
Montag, 2. August 2021
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf das Frühjahr 2021

In der August-Ausgabe von DER FALKE blicken wir auf das vogelkundliche Geschehen im Frühjahr 2021 zurück. Knapp 3,9 Millionen zwischen März und Mai bei ornitho.de gemeldete Vogelbeobachtungen bildeten die Grundlage unserer Auswertungen.

Eine mehrjährige Serie zu warmer Frühjahre ging zu Ende und der April war sogar der kälteste seit 40 Jahren. Derartige Verhältnisse spielen auch für die Ankunft der Zugvögel eine Rolle. Einige Arten ließen bei der Heimkehr lange auf sich warten, vor allem die ab Anfang April bei uns eintreffenden Langstreckenzieher.

Kalte Temperaturen und Gegenwindsituationen wirkten sich auch auf den Durchzug der Watvögel aus. Im Binnenland war ein starkes Rastgeschehen zu bemerken, das beim Regenbrachvogel besonders auffällig ausfiel. Wir vergleichen die Beobachtungen abseits der Küsten mit denen der Vorjahre.

Einen speziellen Blick widmen wir diesmal dem Eisvogel. Auch wenn der vergangene Winter insgesamt mild verlief, hatte ein kurzer, heftiger Wintereinbruch im Februar fatale Auswirkungen. Eisvögel sind sehr anfällig für solche Bedingungen und die Zahlen in ornitho bestätigen leider hohe Verluste. Wir schauen uns die Bestandsdynamik des Eisvogels anhand der bei ornitho.de gemeldeten Beobachtungslisten genauer an.

Nachdem im Frühjahr 2020 ein Mongolenregenpfeifer erstmals für Deutschland nachgewiesen wurde, kann das zurückliegende Frühjahr gleich mehrere potenzielle Erstnachweise vorweisen. Wir berichten über die Entdeckungen von Schmarotzermilan, Balkanlaubsänger und Iberienschafstelze. Von Großem Schlammläufer, Rotflügel-Brachschwalben, Kalanderlerche, Samtkopf-Grasmücke und vielen weiteren Raritäten wird ebenfalls in unserem Überblick berichtet.

Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Frühjahr 2021 – Späte Heimkehrer, „kalt erwischte“ Eisvögel und mögliche Erstnachweise“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren bisher erschienenen Beiträge mit direktem ornitho-Bezug finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.

Das komplette Falke-Heft 08/2021 mit vielen weiteren Beiträgen u.a. über die neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands, Brachpieper, das Thema Dauerbeobachtungen sowie Ringdrosseln im Schwarzwald können Sie über die Internetseite von Der Falke beziehen. Der Falke finden Sie auch im gutsortierten Zeitschriften-Handel.

Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team von ornitho.de und ornitho.lu!

aufgegeben von Christopher König
 
Samstag, 26. Juni 2021
technews
Landesweite Sommer-Gänsezählungen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen (10./11. Juli 2021)

Auch 2021 wird wieder eine Sommer-Gänsezählung stattfinden, in NRW bereits zum 11. Mal, in Niedersachsen zum 4. Mal. Ziel ist es, landesweite Angaben zu Bestandsgrößen und zur Verbreitung der Gänse im Sommer zu bekommen sowie in möglichst vielen Gebieten Informationen zum Bruterfolg zu ermitteln. In Niedersachsen wird die Erfassung von der Staatlichen Vogelschutzwarte und der Niedersächsischen Ornithologischen Vereinigung (NOV) koordiniert, in NRW von der Nordrhein-Westfälischen Ornithologen-Gesellschaft (NWO). Wie in den Vorjahren werden bei der Sommer-Gänsezahlung auch alle anwesenden Schwäne erfasst. Es ist also eine richtige "Gänse- und Schwanenzählung" geworden!
Näheres ist auch dem aktuellen Bericht der Sommer-Gänsezählung in NRW zu entnehmen.

Termine

Die Zählung in NRW findet seit jeher am Wochenende vor dem Jagdbeginn auf einige Gänsearten in NRW statt und in Niedersachsen orientieren sich der Zähltermine an der Tide im Wattenmeer. In diesem Jahr ist dies in beiden Bundesländer das Wochenende 10./11. Juli 2021. Wer am Wochenende keine Zeit hat: Zählungen von Freitag bis Montag werden in die Auswertungen einbezogen.

Erfassungsmethode

Bei der Sommer-Gänsezählung wird das Standard-Artenspektrum der "Gänse- und Schwanenzählung" erfasst, d.h. alle Gänse und Halbgänse (Nilgans, Rostgans, Brandgans) sowie Schwäne (überwiegend Höckerschwan, vereinzelt auch einer der anderen Arten). Die Zählungen sollten zwischen 9 und 18 Uhr durchgeführt werden, da sich zumindest Gänse um diese Tageszeit überwiegend an Gewässern konzentrieren und sich leichter zählen lassen. Schwäne werden einfach während der Gänsezählung miterfasst. Bitte melden Sie unbedingt auch NULLZÄHLUNGEN (Hinweise s.u.)! 

Wichtig bei der Unterscheidung der Altersklassen: Alt- und Jungvögel (eventuell Pulli) sollen individuell ausgezählt werden, s. unten. Für weitere Einzelheiten und Hilfe bei der Bestimmung der Altersklassen ist ein verfügbar auf den Projektseiten der NOV und NWO.

Übermittlung der Daten

  • Teilnehmer an der WVZ/WWZ bzw. Gänsezählung benutzen bitte – sofern für Ihr Zählgebiet verfügbar – die Module in ornitho.de oder NaturaList zur Eingabe: „Rastende Gänse und Schwäne (Feldzählung)“ oder „Wasservogelzählung“. Beachten Sie allerdings, dass bei einer WVZ dann auch tatsächlich alle Wasservogelarten erfasst werden sollen!
  • Außerhalb der Zählgebietskulisse (oder wenn ihr Zählgebiet noch nicht in ornitho.de enthalten ist) melden Sie Ihre Zählergebnisse bitte „ganz normal“ als Einzelbeobachtungen über ornitho.de oder NaturaList. Bei Nullzählungen tragen Sie einfach Graugansmit Bestand = 0 ein. Damit wird bei der Auswertung klar, dass ein Gebiet aufgesucht aber keine relevanten Arten angetroffen wurden.
    Wichtig:In der Eingabemaske in ornitho.de unter „Weitere Informationen“ bitte als Erfassungsprojekt „SoGaNRW/NI“ auswählen. Wenn die Daten im Gelände mit NaturaList eingegeben werden, das Erfassungsprojekt bitte über den Button „Erf.projekt“ (in älteren Versionen „Studie Code“) zuordnen. Mit dem Erfassungsprojekt lassen sich die Daten bei der Auswertung einfach zuordnen.
    Neu: (Optionale) Angaben zum Habitat können jetzt auch in NaturaList über die Option "Weitere Details" gemacht werden.
  • Bei der Zählung sollen so gut es geht die Altersklassen getrennt erfasst werden, also adulte Tiere, K1 für flügge Jungvögel und Pulli für nicht-flügge Jungvögel. Es ist kein Problem, wenn das nur bei einem Teil des Trupps klappt! Wichtig ist, dass alle Altersklassen, die sie festgestellt haben, eingetragen werden. Beispiel: Unter 100 Graugänsen haben Sie 20 flügge Jungvögel und 40 Altvögel differenziert. Sie geben dann als Gesamtzahl 100 und unter den Detailangaben 40x adult und 20x 1. KJ / diesjährig an.
  • Weitere Einzelheiten sind als Infoblatt auf ornitho.de verfügbar. Weitere hilfreiche Informationen zur Verwendung der App finden Sie unter http://www.ornitho.de/index.php?m_id=20033.

Natürlich ist auch der Meldeweg über einen Zählbogen möglich (s. dazu die oben erwähnten Projektseiten).

Mitmachen?

Wer Interesse an einer Mitarbeit hat und in den letzten Jahren noch nicht an der Zählung teilgenommen hat, möge sich in NRW bitte vorab bei Kees Koffijberg von der NWO (kees.koffijberg@t-online.de) melden, so dass Doppelerfassungen möglichst vermieden werden. Für Niedersachsen ist der Ansprechpartner Dr. Markus Nipkow von der Staatlichen Vogelschutzwarte (markus.nipkow@nlwkn.niedersachsen.de).

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Kees Koffijberg, Markus Nipkow und das Team von ornitho.de

 

Foto: Hans Glader

aufgegeben von Nikolas Prior
 
Dienstag, 25. Mai 2021
technews
Hinweis: Manueller Schutz von Fotos und Beachtung der Verhaltensregeln

Der Schutz der Arten und ihrer Lebensräume hat stets Vorrang vor jeglichen anderen Interessen. Deshalb gibt es in ornitho.de und ornitho.lu mehrere Schutzmechanismen, um Störungen von ausgewählten Arten, aber auch Gebieten fernzuhalten:

  • Besonders schutzbedürftige oder ausgesprochen sensible Arten werden automatisch ganzjährig oder während der Brutzeit geschützt.
  • Brutvorkommen ausgewählter Arten werden auf Brutzeitcodes basierend automatisch geschützt.
  • Für einzelne (Brut)Vorkommen kann ein gebietsbezogener Schutz eingerichtet werden, d.h. alle Beobachtungen einer Art innerhalb des Gebietes werden automatisch geschützt.
  • Jeder ornitho-Nutzer kann seine Beobachtungen selbständig unabhängig von der gemeldeten Art generell oder in Einzelfällen schützen.

Seit einiger Zeit ist es außerdem möglich, Fotos zu schützen. Das bedeutet, dass die Aufnahmen nur für den Melder selbst sowie Personen mit erweiterten Rechten (z.B. Regionalkoordinatoren und Artspezialisten) sichtbar sind. Der manuelle Schutz von Fotos erfolgt direkt bei der Eingabe/dem Anfügen eines Fotos durch das Setzen eines Häkchens an dem roten Schlüssel-Symbol.

Warum ist dieser zusätzliche Schutz nötig? Fügen Sie ein Foto zu einer automatisch oder manuell geschützten Beobachtung hinzu, so wird dieses NICHT automatisch mit verschlüsselt. In vielen Fällen ist es durchaus in Ordnung, z.B. Fotos von Uhus, die aus störungsfreier Entfernung gemacht wurden, einzustellen. Lediglich der genaue Beobachtungsort sollte dann geheim bleiben. Es gibt aber auch Fälle, in denen Fotos unerwünschte Begehrlichkeiten wecken könnten. In diesen Fällen sollte auch das Foto geschützt werden.

Dies kann z.B. bei einer sehr seltenen Art in einem öffentlich nicht zugänglichen Gebiet der Fall sein. Selbst wenn die Beobachtung geschützt eingegeben wird, sind die Fotos mit Monatsangabe und Fotografenname für andere Nutzer sichtbar. Es zeigte sich leider in der Vergangenheit, dass diese Informationen bereits ausreichen können, um über andere – öffentlich sichtbare – Meldungen dieses Nutzers auf das entsprechende Gebiet schließen zu können, was wiederum zur Nicht-Beachtung von Betretungsverboten und damit verbundenen starken Störungen lokaler Brutvögel führte. Es sind zwar nur wenige „schwarze Schafe“, die jedoch einen immensen „Flurschaden“ anrichten und ornitho.de und ornitho.lu in Miskredit bringen können. Insbesondere Fotografen fallen hier leider immer wieder negativ auf.

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal eindringlich auf unseren Verhaltenskodex hinweisen und darum bitten, Personen auf ihr Fehlverhalten anzusprechen und bei gravierenden Verstößen (z.B. wenn Betretungsverbote ignoriert oder Arten sichtbar gestört werden) diese ggf. fotografisch zu dokumentieren und ggf. zur Anzeige zu bringen. Hilfreich kann hier der Kontakt zu lokalen Naturschutzbehörden, -verbänden oder Ornithologischen Arbeitsgemeinschaften sein.

Bitte achten Sie daher bei der Meldung sensibler Vorkommen oder begehrter Arten grundsätzlich auch darauf, dass Sie auch die Fotos manuell schützen, sofern dadurch negative Konsequenzen zu befürchten sind.

Wir wünschen allen Beobachtern und Fotografen weiterhin schöne Beobachtungen und Motive aus angemessener Distanz!

Christopher König, Patric Lorgé und Johannes Wahl

für das Team von ornitho.de und ornitho.lu

aufgegeben von Christopher König
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