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Donnerstag, 26. Mai 2022
avinews
Beobachtungstipp: Mauserzeit der Graugänse hat begonnen!

Falls Sie in den kommenden Tagen und Wochen größere, oft dicht gedrängte Ansammlungen von adulten Graugänsen mit einem auffälligen weißen "Heck" sehen (s. Foto): Es handelt sich um Graugänse in der Schwingenmauser. Die Informationen über die Mausergebiete und den Bestand mausernder Wasservögel sind in weiten Teilen Deutschlands noch lückenhaft. Wir würden uns deshalb sehr freuen, wenn Sie alle diesbezüglichen Beobachtungen melden und vielleicht sogar ihre Exkursionsziele entsprechend wählen würden. Bitte versehen Sie die Meldungen mit der Zusatzangabe "Mauserplatz" unter "Weitere Details" in NaturaList bzw. unter "Präzisierung der Beobachtung" auf ornitho.de. Und versuchen Sie mindestens eine Schätzung der Anzahl anwesender Vögel. Detailliertere Hinweise zur Meldung von Mauseransammlungen finden Sie am Ende der Nachricht.

Die Graugans beginnt als erste Wasservogelarten mit der Großgefiedermauser. Bereits Mitte Mai können erste flugunfähige Tiere beobachtet werden, um den Monatswechsel Mai/Juni haben die meisten Vögel mit der Schwingenmauser begonnen und in der ersten Juni-Hälfte sind nahezu alle Graugänse flugunfähig. In den kommenden 2-3 Wochen ist somit der optimale Zeitpunkt, an geeigneten Gewässern mausernde Graugänse zu erfassen.

Nach den Graugänsen folgen ab Mitte Juni Kanadagans, Stock- und Knäkente bei der Schwingenmauser, ab Juli dann die Höckerschwäne, die übrigen Tauch- und Gründelenten sowie die Lappentaucher.

Schwingenmauser bei Wasservögeln - eine besonders sensible Phase im Jahresverlauf
Wasservögel erneuern wie die meisten Vogelarten alljährlich ihre Schwungfedern. Während die meisten anderen Arten dabei stets flugfähig bleiben, werfen Schwäne, Gänse, Enten, Taucher und Rallen alle Hand- und Armschwingen simultan ab. Für drei bis fünf Wochen sind sie flugunfähig, bis die neuen Schwingen nachgewachsen sind. Deshalb sind sie in dieser Zeit sehr scheu und auf nahrungsreiche, störungsarme Gewässer angewiesen. Viele Individuen suchen alljährlich dieselben Gewässer auf, deren Einzugsgebiete mehr als tausend Kilometer umfassen können. Den Mausergebieten kommt aus Naturschutzsicht auch deshalb eine besondere Bedeutung zu, weil die Mauser der meisten Wasservogelarten im Anschluss an die Brutzeit im Hoch- und Spätsommer stattfindet und damit in die Zeit des höchsten Freizeitdrucks fällt. Mausergebiete benötigen einen besonders strengen Schutz, da sie von überlebenswichtiger Bedeutung im Jahreszyklus von Wasservögeln sind. Zu den international herausragenden Mausergebieten in Deutschland zählen die schleswig-holsteinische Westküste (Graugans, Brandgans, Eider- und Trauerente), die ostholsteinische Seenplatte (Graugans, Schnatter-, Tafel-, Reiher- und Schellente), die Pommersche Bucht in der Ostsee (Trauerente) sowie der Ismaninger Speichersee mit Fischteichen bei München (Schnatter-, Tafel-, Reiher- und Kolbenente).

Bereits in den vergangenen Jahren hatten wir dazu aufgerufen, gezielt auf Mausertrupps zu achten und diese über ornitho.de zu melden. Die systematische Sammlung der Informationen brachte bereits wichtige neue Erkenntnisse und verdeutlichte die wachsende Bedeutung von ornitho.de als ergänzende Informationsquelle für das bundesweite Vogelmonitoring und naturschutzfachliche Fragestellungen.

Wir wünschen viele spannende Entdeckungen!

Tipps zur Erfassung mausernder Graugänse

  • Auffälliges Kennzeichnen mausernder Graugänse ist ihr weißes „Heck“, da die weißen Oberschwanzdecken nicht durch die Handschwingen verdeckt sind. Die Mausergruppen fallen zudem dadurch auf, dass sie dicht gedrängt schwimmen und sich meist in Ufernähe aufhalten (s. Foto).
  • Die Mausergewässer weisen fast immer Inseln auf, die tagsüber Deckung bieten. Schwungfedern am Ufer sowie von der Wasserseite aus abgefressenes Jungschilf sind deutliche Hinweise auf mausernde Graugänse.
  • Die beste Erfassungszeit ist abends ab 30 min. vor Sonnenuntergang, da die Gänse in vielen Gebieten oft erst dann ans Ufer kommen, um dort zu fressen.
  • Übrigens: Familien halten sich meist abseits der in der Regel aus Nichtbrütern oder erfolglosen Brutvögeln bestehenden Mausergruppen auf. Erfolgreiche Altvögel mausern während der Jungenaufzucht das Großgefieder.

Eintragung von mausernden Wasservögeln in ornitho:
Bitte beachten Sie bei der Meldung in ornitho.de Folgendes:

  • Kennzeichnen Sie Beobachtungen Schwingen mausernder Wasservögel unter „Präzisierung der Beobachtung“ bzw. in NaturaList unter "Weitere Details" durch Auswahl der Kategorie „Mauserplatz“. Die entsprechenden Daten können dann für Auswertungen sehr einfach selektiert werden. Bitte tragen Sie aber „Mauserplatz“ nur dann ein, wenn Sie entsprechende Merkmale erkannt haben (z.B. durch Flügel schlagende Ind.). Große Ansammlungen zur Mauserzeit einer Art reichen als Nachweis noch nicht aus.
  • In der Regel lässt sich nicht ermitteln, wie viele Individuen einer Ansammlung mausern. Tragen Sie deshalb bitte immer die gezählte Gesamtsumme ein und machen ggf. entsprechende Bemerkungen.
  • Familien, die sich oft getrennt von den Mausergruppen aufhalten (z.B. bei Gänsen), tragen Sie bitte separat ein und versehen diese mit speziellen Hinweisen und Brutzeitcodes. Das erleichtert die Auswertung.
  • Für die Interpretation ist es sehr hilfreich, wenn Sie zusätzlich Hinweise im Bemerkungsfeld geben, z.B. zum Verhalten, zum Anteil in Schwingenmauser befindlicher Vögel etc.
  • Falls Sie die Befürchtung haben, dass der Mauserplatz durch Ihre Meldung gestört werden könnte, schützen Sie diese. Die Meldung kann dann nur von ArtspezialistInnen und RegionalkoordinatorInnen eingesehen werden.

 

Foto: T. Heinicke

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Donnerstag, 19. Mai 2022
tipnews
Neues Menü über ornithologische Jahresberichte, Rundbriefe und Newsletter

Vielerorts in Deutschland erscheinen regelmäßig monatliche Newsletter, quartalsweise Rundbriefe, jährliche Sammelberichte oder ähnliche Publikationen rund um zurückliegende Beobachtungen und regionale Entwicklungen in der Vogelwelt. Die Daten von ornitho.de bilden dafür eine inzwischen unverzichtbare Grundlage. Um diese Medien einem größeren Publikum zugänglich zu machen, haben wir ein neues Menü in ornitho.de integriert, das eine Übersicht solcher Berichte bietet. Nach Bundesländern geordnet finden sich Rundschreiben, Rundbriefe, Newsletter sowie Jahresberichte mit Downloadlink und Kontaktmöglichkeiten.

Wir möchten mit dieser Übersicht die viele Zeit und das große, meist ehrenamtliche Engagement bei der Erstellung von avifaunistischen Berichten besser würdigen und einem größeren Publikum zugänglich machen.

Das neue Menü finden Sie unter: https://www.ornitho.de/index.php?m_id=20126

Viel Spaß beim Schmökern wünscht
Das Team von ornitho.de

aufgegeben von Christopher König
 
Dienstag, 17. Mai 2022
avinews
Dawn Chorus: Mitmachprojekt zum Morgenkonzert der Vögel

Das Citizen Science und Kunst-Projekt Dawn Chorus lädt weltweit dazu ein, das morgendliche Vogelstimmenkonzert zu erleben und mit dem Smartphone aufzunehmen – um der Natur mehr Gehör zu verschaffen. Das wissenschaftliche Ziel von Dawn Chorus ist es, anhand von Tonaufnahmen und der Hilfe von Bürgerwissenschaftler*innen, die Vogelvielfalt über Jahre hinweg zu dokumentieren. Die Daten dieses akustischen Biomonitorings helfen dabei, Veränderungen in der Artenvielfalt aufzuzeigen. So wurden die weltweit erhobenen Daten in eine wissenschaftliche Datenbank hochgeladen und die Beiträge auf der Dawn Chorus „Soundmap“ öffentlich sichtbar und hörbar gemacht.

Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V., Mitgliedsverband des DDA und ornitho-Partner, unterstützt BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern als Projektpartner. In Zusammenarbeit mit der Max-Planck-Gesellschaft und anderen wissenschaftlichen Partnern entstanden und entwickeln sich nun bereits die ersten Forschungsansätze um Dawn Chorus.

Gemeinsam soll das Projekt ausgebaut und zahlreiche vogelinteressierte Bürgerwissenschaftler*innen für die Teilnahme gewonnen werden. Die Aufnahmen der Vogelstimmen sind rund ums Jahr willkommen. Der wissenschaftliche Hauptsammelzeitraum findet auch in diesem Jahr vom 1. bis 31. Mai statt.

Alle Infos zur Teilnahme, weiteren Events und Aktionen im Zusammenhang mit Dawn Chorus sind zu finden unter www.dawn-chorus.org

aufgegeben von Christopher König
 
Mittwoch, 11. Mai 2022
avinews
Rückblick auf ein oft frühsommerliches Birdrace 2022

Wir blicken auf ein erneut sehr erfolgreiches Birdrace 2022 zurück. Mehr als 2600 Personen registrierten sich zum Birdrace und waren in rund 900 Teams in ganz Deutschland unterwegs. Rund die Hälfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer verzichtete dabei auf die Nutzung eines Autos. Insgesamt wurden bundesweit 320 verschiedene Vogelarten gefunden, davon mit 245 in Bayern die meisten. Unter den Kreisen können in diesem Jahr Nordfriesland und Vorpommern-Greifswald mit jeweils 202 Arten die höchste Anzahl vorweisen. Innerhalb eines einzelnen Kreises kam ein Team auf 170 Arten, während bei den virtuellen Teams, die sich kreisübergreifend zusammenschlossen, bis zu 205 Arten erreicht wurden. Einzelne Personen kamen auf bis zu 162 Arten. Besonders erfreulich ist auch wieder das Spendenergebnis. Über 51.000 Euro wurden beim Birdrace 2022 zugunsten von ornitho.de zusammengetragen. Ein riesen Dankeschön gilt allen Beteiligten!

Eine ausführliche Nachlese mit vielen Details ist zu finden unter: www.dda-web.de

Das nächste Birdrace findet am 6. Mai 2023 statt.

 

Foto: Team "Die Niedrigwasserläufer" 2022

aufgegeben von Christopher König
 
Donnerstag, 5. Mai 2022
avinews
Vogelwelt aktuell: Rückblick auf den Winter 2021/2022

Das Wetter zeigte sich im vergangenen Winter äußerst mild und mit viel Sonnenschein, allerdings auch niederschlagsreich. Abgesehen von Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer waren aber vor allem die Windverhältnisse bemerkenswert. Mitte Februar kam es über mehrere Tage zu einer außergewöhnlichen Sturmserie mit Orkanböen.

Neben zahlreichen materiellen Schäden zeigten sich nach den Stürmen entlang der Küste auch Auswirkungen auf die Vogelwelt. In großer Zahl wurden tote Trottellummen angespült. Wir haben uns dies anhand der Daten von ornitho.de einmal genauer angeschaut und die Zahl der Totfunde mit denen vergangener Jahre verglichen. Auch mehr als 20 tot gefundene Papageitaucher sind angesichts der großen Seltenheiten dieser Art entlang der deutschen Küste bemerkenswert.

Seidenschwänze sind Brutvögel der Taiga, die in stark unterschiedlicher Anzahl im Winter auch bis nach Deutschland einfliegen. Der Winter 2021/22 bot für Beobachtungen jedoch leider sehr schlechte Chancen: In keinem Jahr seit dem Start von ornitho.de 2011 wurden so wenige Seidenschwänze gemeldet. Wir haben das Auftreten mit dem vorangegangener Winter verglichen.

Ebenfalls Wintergäste aus dem Nordosten mit fluktuierendem Auftreten in Deutschland sind Gimpel der Nominatform, die sogenannten „Trompetergimpel“. Ihr weiches, san­ftes und im Ton abfallendes „diü“ konnte man im vergangenen Winter überdurchschnittlich häufig vernehmen. Beobachtungen erfolgten vor allem im Nordosten und Süden Deutschlands, was auf eine östliche Herkunft schließen lässt.

Die 1,9 Millionen in den Monaten Dezember bis Februar bei ornitho.de gemeldeten Vogelbeobachtungen hielten unter den Raritäten diesmal vor allem viele Nicht-Singvögel bereit. Kleine Bergente, Weißkopf-Ruderente, Orientturteltaube, Kanadakranich, Ringschnabelmöwe und Kumlienmöwe ließen die Herzen der Beobachterinnen und Beobachter höher schlagen. Unter den wenigen bemerkenswerten Singvögeln ist aber ohne Zweifel die Entdeckung einer Bergbraunelle zu erwähnen. Diese und weitere Beobachtungen von Seltenheiten haben wir wieder in einem Überblick zusammengefasst.

Den Beitrag „Vogelwelt aktuell: Winter 2021/2022: Tote Seevögel, kaum Seidenschwänze, aber viele Trompeter“ in der Zeitschrift "Der Falke" können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren Beiträge mit direktem Bezug zu ornitho.de finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.

Das komplette Falke-Heft 5/2021 mit vielen weiteren Beiträgen, u.a. über den Sumpfbuschsänger Westafrikas, Baumfalken, das Große Bruch in Sachsen-Anhalt, Populationswirkung von Bleimunition, Bienenfresser in Deutschland, Schneegänse und ein Projekt zum akustischen Biomonitoring können Sie über die Internetseite von „Der Falke“ beziehen. 

Viel Spaß beim Lesen wünscht

das Team von ornitho.de und ornitho.lu

aufgegeben von Christopher König
 
Donnerstag, 5. Mai 2022
technews
Update NaturaList für iOS: Jetzt auch mit Editier- und Listenfunktion

Seit Januar 2022 findet man die NaturaList-App von ornitho auch im AppStore von Apple. Die App konnte nun um zwei wichtige Funktionen erweitert werden: Einerseits lassen sich Einträge nun auch editieren, darüber hinaus können von nun an auch Beobachtungslisten direkt im Gelände angelegt werden. Bitte machen Sie möglichst viel von dieser Funktion Gebrauch, denn Sie können Ihren Meldungen damit einen noch größeren Wert verleihen. Da auf Beobachtungslisten immer alle registrierten Arten gemeldet werden, lassen sich dadurch auch Absenzen ableiten – also welche Arten nicht angetroffen wurden. Dies ist bei der reinen Auswertung von Einzelbeobachtungen nicht möglich, da hier vor allem die individuelle Präferenz der Melder ausschlaggebend ist, was gemeldet wird und was nicht. Die „Früchte“ der Beobachtungslisten sehen Sie alle zwei Tage auf der Startseite. Probieren Sie es bei Ihrer nächsten Beobachtungsrunde doch gleich einmal aus!

Wir freuen uns, dass diese wichtige Funktion dank der Finanzierung durch die Schweizerische Vogelwarte nun auch in die iOS-Version der App integriert werden konnte. Die Eingabe von Daten der Vogelerfassungsprogramme (z.B. Monitoring häufiger Brutvögel oder Wasservogelzählung) wird jedoch auch weiterhin mobil nur über die Android-Version der App möglich sein.

Weitere Informationen zu NaturaList unter: https://www.ornitho.de/index.php?m_id=20033

aufgegeben von Christopher König
 
Dienstag, 26. April 2022
avinews
Birdrace 2022: Mitmachbörse und Video mit Tipps

Bereits mehr als 800 Personen aus allen Bundesländern und Luxemburg haben sich nach aktuellem Stand für das Birdrace 2022 registriert und in über 300 Teams zusammengeschlossen. Das sind bereits mehr als zum gleichen Zeitpunkt im letzten Jahr. Wird der Teilnahmerekord am 7. Mai 2022 abermals gebrochen?

Falls noch jemand auf der Suche nach einem Team ist: Wir bieten in diesem Jahr erstmals eine Mitmachbörse an. Nach Registrierung kann man sich dort eintragen und Teams in der Nähe oder Unterstützung für das eigene Team suchen.

Wer noch zusätzliche Motivation oder Tipps und Tricks zur Durchführung eines Birdraces benötigt, sollte sich unser neues Video zum „Tag der Vogelartenvielfalt“ anschauen. Kalle Nibbenhagen, bekannt u.a. vom Podcast Birdbeats, hat es für den DDA produziert und auf seinem YouTube-Kanal „Ornithologie für Anfänger“ veröffentlicht. Das neue Birdrace-Video ist verfügbar unter: https://youtu.be/7XV7e5k90_o

Registrierung und alle weiteren Infos rund um das Birdrace unter: birdrace.dda-web.de

aufgegeben von Christopher König
 
Donnerstag, 31. März 2022
avinews
Birdrace 2022 am 7. Mai: Jetzt zum „Tag der Vogelartenvielfalt“ anmelden!

Bald ist es wieder so weit: Zum 19. Mal steigt am 7. Mai 2022 das bundesweite Birdrace, bei dem versucht wird, innerhalb von 24 Stunden so viele Vogelarten wie möglich zu sehen oder zu hören. Wer einmal dabei war, fiebert meist auch in den folgenden Jahren bereits auf den Termin Anfang Mai hin. Wie viele Arten lassen sich in der eigenen Umgebung entdecken? Welche Zugvögel haben bereits wieder die Reviere besetzt und lässt sich so manche von Bestandsrückgängen betroffene Art überhaupt noch auffinden? Spiel, Spaß und Spannung sind beim Birdrace den ganzen Tag über sicher. Probieren Sie es aus! Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Regeln, Artenliste und Wertungen

An der grundsätzlichen Idee des Birdraces hat sich weiterhin nichts geändert: Es gilt, innerhalb von 24 Stunden möglichst viele Vogelarten zu entdecken. Einen Preis gibt es für die höchste Artenzahl nicht, die zahlreichen Sachpreise werden unter allen Teilnehmenden verlost. Schon deshalb betrügt man letztlich nur sich selbst, wenn man schummelt. Und dass der Schutz der Natur und insbesondere der Vogelwelt dabei an höchster Stelle steht, ist selbstverständlich und oberstes Gebot, ebenso wie die Beachtung der am 7. Mai geltenden behördlichen Bestimmungen und der Birdrace-Regeln (s. Link unten).

Die Teilnahme am Birdrace erfolgt in Teams von 1-5 Personen. Die 2020 eingeführte Möglichkeit, sich auch über größere Distanzen zu virtuellen Teams zusammenzuschließen bleibt weiterhin bestehen. Durch diese Variante haben sich viele neue taktische Möglichkeiten ergeben. Doch zum Glück kann das Birdrace in diesem Jahr auch wieder weitgehend ohne Einschränkungen physisch gemeinsam durchgeführt werden. Das gemeinsame Erlebnis der Natur und die vielen positiven Momente im Laufe des Tages lassen sich im direkten Kontakt mit anderen noch mehr genießen.

Alle Teilnehmenden sammeln die entdeckten Arten weiterhin für die Einzelwertung, aus der sich dann automatisch ein Ergebnis für die Teamwertung zusammensetzt. Sofern alle Team-Mitglieder im selben Kreis unterwegs sind, wird dem Team ein Kreis zugeordnet, sodass Ergebnisse kreisweise verglichen werden können und der sportliche Wettbewerb noch attraktiver wird. Die 2020 eingeführte Kreiswertung, in die die Artenlisten aller BirdracerInnen eines Kreises einfließen, wird in diesem Jahr ebenfalls wieder geben.

Aprospos Artenlisten: Hier wird es in diesem Jahr einige Veränderungen geben. Systematik, Taxonomie und Nomenklatur sind in der Ornithologie regelmäßigen Änderungen unterworfen. Grund sind vor allem neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Verwandtschaft der verschiedenen Arten sowie deren Status als (Unter)Arten. Wir haben die Birdrace-Artenliste an die aktuelle Weltliste der Vogelarten von Gill et al. (IOC-Liste) angepasst, die auch der aktuelle „Artenliste der Vögel Deutschlands“ (Barthel & Krüger 2019) zugrunde liegt. Die deutschen Artnamen blieben jedoch unverändert. Die größten Auswirkungen wird der geänderte Status der Bach- und Schafstelzen haben. Es wird nun nicht mehr zwischen Bach- und Trauerbachstelze differenziert und es gibt nur noch eine Art der Schafstelze anstelle der bisher unterschiedenen Wiesenschafstelze, Thunbergschafstelze etc. Zusätzliche Arten könnten sich hingegen durch den Artstatus von Tundra- und Waldsaatgans (zuvor eine Art Saatgans) und Alpen- und Taigabirkenzeisig (zur eine Art Birkenzeisig) ergeben.

Birdrace – Wie geht das eigentlich?

Viele der Teilnehmenden beginnen tatsächlich bereits in der Nacht und legen das Fernglas erst ab, nachdem die Sonne bereits lange untergegangen ist. An keinem anderen Tag im Jahr wird so intensiv beobachtet, in so vielen Regionen und in so vielen verschiedenen Lebensräumen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Arten sich an einem ganzen Tag in der Natur entdecken lassen. Das Birdrace macht Spaß – das ist sicherlich einer der Hauptgründe, warum die Zahl der Teilnehmenden seit der ersten Austragung 2004 von Jahr zu Jahr steigt. Im vergangenen Jahr fanden mehr als 2600 Personen aus allen Bundesländern insgesamt 333 Vogelarten. Der erste Samstag im Mai hat sich damit über die Jahre zum inoffiziellen „Tag der Vogelartenvielfalt“ entwickelt.

Wer mit dem Gedanken spielt, selbst einmal beim Birdrace dabei zu sein, aber noch nicht so recht weiß, wie man so einen Tag plant und durchführt, für die oder den könnte ein neuer Artikel in der April-Ausgabe des Magazins DER FALKE hilfreich sein. Die Zeitschrift finden Sie im gut sortierten Handel oder auf www.falke-journal.de. Ein PDF dieses Beitrags kann [ hier ] kostenlos heruntergeladen werden.

Die Vogelwelt ins öffentliche Bewusstsein rücken

Schon seit der ersten Austragung stößt das Birdrace auch bei den Medien auf großes Interesse. Alljährlich wird in zahlreichen Tageszeitungen und sogar im Fernsehen über den für Außenstehende durchaus etwas skurril anmutenden Wettbewerb berichtet. Auf diese Weise lassen sich Themen des Naturschutzes sehr gut in die Öffentlichkeit tragen, z.B. der Rückgang der Vögel der Agrarlandschaft.

Spendenrennen für ornitho.de

In jedem Jahr sind die Teams dazu aufgerufen (es ist aber keine Teilnahmevoraussetzung!), Spenden für ein zuvor festgelegtes Projekt zu sammeln. Auch 2022 fließen die gesammelten Spenden wieder in den Unterhalt, die Betreuung sowie die Weiterentwicklung von ornitho.de. Das Internetportal, bei dem mittlerweile mehr als 40.000 Personen angemeldet sind, die fast 65 Mio. Beobachtungen gemeldet haben, wird auch von vielen am Birdrace teilnehmenden Personen genutzt. Sicherlich ein besonderer Ansporn, sich beim Sammeln von Spenden ins Zeug zu legen. Wer Interesse an Flyern zum Birdrace hat, kann diese gern kostenlos bei uns anfordern unter birdrace@dda-web.de

Lostrommel wieder reichlich gefüllt

Dank der Großzügigkeit von Carl Zeiss Sports Optics, des AULA-Verlags, von Orniwelt, birdingtours, König Photobags, Oenatur, NHBS, Klimawiese, Lucky Looker, Bresser, dem Magazin VÖGEL, Schwegler, der GeraNova Bruckmann Verlagshaus GmbH, Dominik Eulberg, EuroNatur und Uwe Krüger ist die Lostrommel in diesem Jahr wieder gut gefüllt, sodass wir unter allen Teilnehmenden, besonders jenen, die sich beim Einwerben von Spenden engagieren und/oder auf die Nutzung eines Autos verzichten, wieder viele attraktive Preise verlosen können.

Seit 2007 ziert ein Gemälde die Urkunde, die alle Teilnehmenden auf Wunsch erhalten. In diesem Jahr ist es ein Haubentaucher des Nachwuchskünstlers Jakob Schmuck, der unter all jenen verlost wird, deren Team mindestens 100 Euro für ornitho.de eingeworben hat.

Die Anmeldung für das Birdrace ist ab sofort unter birdrace.dda-web.de möglich!


Allen eine gute Vorbereitung und beste Gesundheit wünscht
das Birdrace-Team des DDA

 

Weitere Informationen und Anmeldung:

 

Foto: Birdrace-Team Wasfliegtdennda 2021

aufgegeben von Christopher König
 
Sonntag, 6. März 2022
tipnews
Vergabe von Brutzeitcodes – bitte beachten!

Bei vielen Vogelarten hat die Brutzeit bereits begonnen und es wird eifrig gesungen und gebalzt, Brutplätze werden inspiziert und Nistmaterial transportiert. Aus den brutzeitlichen Verhaltensweisen kann man ableiten, ob es sich um ein mögliches, wahrscheinliches oder sicheres Brutvorkommen handelt. Um eine vergleichbare und automatisierte Auswertung der beobachteten Verhaltensweisen zu ermöglichen, wurden die brutzeitlichen Verhaltensweisen zu 20 Kategorien zusammengefasst, den so genannten Brutzeitcodes. Die Codes wurden vom European Ornithological Atlas Committee (EOAC) entwickelt und sind somit europaweit kompatibel.

Damit Sie nicht vergessen, diese wichtigen Zusatzinformationen zu übermitteln, werden Sie während der artspezifischen Brutzeit von ornitho daran erinnert, einen Brutzeitcode zu vergeben, wenn Sie eine entsprechende Verhaltensweise beobachtet haben. Die von Ihnen vergebenen Brutzeitcodes werden u.a. dafür verwendet, die Brutverbreitung einer Art zu beschreiben. Es ist deshalb wichtig, dass sie korrekt angewendet werden.

Wir haben einige wichtige Hinweise und Hintergrundinformationen im neuen Menüpunkt „Verwendung von Brutzeitcodes“ zusammengestellt, um Ihren Blick dafür zu schärfen, wann die Vergabe der Brutzeitcodes  angebracht ist und wann nicht.

Das Wichtigste in Kürze:

Bitte beachten Sie bei der Vergabe von Brutzeitcodes folgende Hinweise
  1. Bitte verwenden Sie deshalb KEINEN Brutzeitcode bei
    • Vogelgruppen, die nicht erkennbar Familien oder Paare sind,
    • während des Zuges rastenden, ziehenden oder überfliegenden Vögeln ohne Revierverhalten oder Bezug zu einem (bekannten) Revier,
    • Nahrung suchenden Vögeln, wenn nicht in unmittelbarer Umgebung ein Brutplatz existiert ist oder aufgrund eines geeigneten Lebensraum sehr wahrscheinlich erscheint.
  2. Bitte geben Sie Brutzeitcodes nur dann an, wenn
    • Sie sich bei den Verhaltensweisen sicher sind und
    • Sie aufgrund Ihrer Kenntnisse des Gebiets und/oder der Art sicher sind, dass es sich sicher oder sehr wahrscheinlich um eine Brutvogelart im Gebiet handelt.
  3. Seien Sie vor allem mit den Codes A1 und B3 zurückhaltend und vergeben diese nur, wenn es sich zumindest sehr wahrscheinlich um eine Brutvogelart im Gebiet handelt (z.B. aufgrund Ihrer Kenntnisse des Gebiets oder der Art).
  4. Sie müssen keinen Brutzeitcode vergeben!
    Wählen Sie im Zweifelsfalle „ohne Angabe fortfahren“ (= kein Brutzeitcode), wenn Sie seitens des Systems zur Eingabe eines Brutzeitcodes aufgefordert werden!
  5. Ein Brutzeitcode sollte auch außerhalb der vordefinierten Zeiträume eingetragen werden, wenn Sie brutzeitliche Aktivitäten beobachtet haben (z.B. Bruten im Winter). Bitte verwenden Sie dazu das Feld "Brutzeitcode" unter "Optionale Angaben".
  6. Bei Herbst- oder Wintergesang bitte keinen Brutzeitcode vergeben, sondern unter "Präzisierung der Beobachtung" die Option "Gesang / Balz" wählen.
  7. Zur Erleichterung der Auswertung sind wir Ihnen vor allem bei Angaben zu sicherem Brüten (C-Codes) für ergänzende Informationen im Bemerkungsfeld dankbar, z.B. zur Anzahl von Familien, dem Alter der Jungvögel.

Für Ihre überlegte Verwendung der Brutzeitcodes bedanken sich – auch im Namen der Regionalkoordinatorinnen und Regionalkoordinatoren –

Patric Lorgé, Christopher König und Johannes Wahl
für das Team von ornitho.de und ornitho.lu

 

Foto Amsel: A. Morawski. Hohnstorf (Elbe), 1.3.2022

aufgegeben von Christopher König
 
Mittwoch, 2. März 2022
avinews
Vogelwelt aktuell: Rückblick auf den Herbst 2021

In der März-Ausgabe von DER FALKE blicken wir auf das vogelkundliche Geschehen im Herbst 2021 zurück. Das Wetter zeigte sich in den Monaten September bis November recht freundlich. Ein warmer September wurde von einem „goldenen“ Oktober abgelöst und erst Ende November kam es zu wesentlichen Vorstößen kalter Luftmassen. Rund 1,7 Millionen in diesen Monaten bei ornitho.de gemeldete Vogelbeobachtungen bildeten die Grundlage unserer Auswertungen.

Einmal mehr widmen wir dem Durchzug der Mornellregenpfeifer einen speziellen Blick. Die räumliche Verteilung im Herbst 2021 entsprach dabei weitgehend den Erkenntnissen der Vorjahre, jahreszeitlich waren die Mornellregenpfeifer jedoch ungewöhnlich früh unterwegs.

Eine ebenfalls ausgesprochen frühe Ankunft war bei den arktischen Gänsen zu bemerken. Sie trafen – wohl dank günstiger Rückenwindbedingungen – teilweise deutlich früher als in den Jahren zuvor bei uns ein. Wir haben die Ankünfte von Blässgans, Tundrasaatgans, Dunkelbäuchiger Ringelgans und Weißwangengans mit denen der Vorjahre vergleichen.

An Seltenheiten hatte der Herbst 2021 ebenfalls so einiges zu bieten. Herausragend ist dabei der nach 1957 zweite deutsche Nachweis eines amerikanischen Rotaugenvireos im September auf Helgoland. Doch von Sperbereule bis Wanderlaubsänger wurden noch viele weitere Raritäten ausfindig gemacht, über die wir wie gewohnt in unserem Überblick berichten.

Den Beitrag „Vogelwelt aktuell: Herbst 2021 – Frühe Mornells und Gänse sowie seltene amerikanische Gäste“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren bisher erschienenen Beiträge mit direktem ornitho-Bezug finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.

Das komplette Falke-Heft 03/2022 mit vielen weiteren Beiträgen u.a. über Islands Vogelwelt und deren Schutz, Amseln, Artnachweise über schwebende DNA-Teilchen, Waldschnepfen und Vögel beobachten im Kaiserstuhl können Sie über die Internetseite von Der Falke beziehen. Der Falke finden Sie auch im gutsortierten Zeitschriften-Handel.

Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team von ornitho.de und ornitho.lu!

aufgegeben von Christopher König
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Biolovision Sàrl (Switzerland), 2003-2022