fr
de
en
Besucher Anonym 
Startseite ornitho.de / ornitho.lu
Trägerschaft und Partner
Unterstützung
Aktuell
 - 
Aktuelle Nachrichten
Vögel in Deutschland
  Beobachtungen
    - 
Letzte 2 Tage
    - 
Letzte 7 Tage
     Verbreitung
       - 
Feldlerche 2019
       - 
Rotmilan 2019
       - 
Kranich 2019
       - 
Mittelspecht 2019
       - 
Raben-_x_Nebelkrähe 2019
       - 
Felsenschwalbe 2019
       - 
Alpensegler 2019
       - 
Steppenweihe 2019
       - 
Rotfußfalke 2019
       - 
Mornellregenpfeifer 2019
       - 
Blässgans 19-20
       - 
Saatgans (ssp. rossicus), Tundrasaatgans 19-20
       - 
Singschwan 19-20
       - 
Zwergschwan 19-20
       - 
Gelbbrauen-Laubsänger 2019
 - 
Artensteckbriefe
Foto- und Tongalerie
Über ornitho.de / ornitho.lu
 - 
Was ist ornitho.de bzw. ornitho.lu?
 - 
Wer hat welche Sonderrechte? Wer hat welche Funktionen?
 - 
Welche Arten sind wie geschützt?
 - 
Verhalten im Gelände
 - 
Regeln von ornitho.de
 - 
Referenzlisten, Richtlinien und Formulare
 - 
Verbreitung der Beobachter/innen
 - 
Wer ist mein Regionalkoordinator?
 - 
Publikationen und Auswertungen
 - 
Impressum / Kontakt
  Hilfe
    - 
Benutzeranleitung und Infoblätter
    - 
Symbole und Abkürzungen
    - 
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
  Statistiken
Projekte
 - 
Projekt ''Artenvielfalt erleben''
Vogelmonitoring
  Brutvögel
     Monitoring seltener Brutvögel
       - 
Das Monitoring seltener Brutvögel
       - 
Mitmachen beim MsB
       - 
Graureiher
       - 
Uferschwalbe
       - 
Saatkrähe
  Nicht-Brutvögel
     Monitoring rastender Wasservögel
       - 
Das Monitoring rastender Wasservögel in Deutschland
       - 
Zähltermine
        Wasservogelzählung
          - 
Hintergrund und Ziele
          - 
Mitmachen!
          - 
Dateneingabe in ornitho.de
        Rastende Gänse und Schwäne
          - 
Hintergrund, Ziele und Methoden
          - 
Mitmachen!
          - 
Dateneingabe in ornitho.de
Anleitungen, Hinweise und Tipps
  Technische Hinweise
    - 
Erste Schritte / Registrierung
    - 
Persönliche Einstellungen
     Beobachtungen melden
       - 
Beobachtungen melden (Hintergrund)
       - 
Beobachtungen melden (Praxis)
       - 
Beobachtungslisten-Funktion
       - 
Schutz von Beobachtungen
       - 
Die ornitho-App „NaturaList“
    - 
Beobachtungen bearbeiten/löschen
     Daten auswerten
       - 
Datenbank-Abfragen
       - 
Verbreitung auf Rasterbasis (Atlas-Tool)
    - 
Foto- und Tondokumente
    - 
QR-Codes von ornitho.de
  Fachliche Tipps
    - 
Alter und Geschlecht
    - 
Vergabe von Brutzeitcodes
    - 
Eingabe von Koloniebrütern
    - 
Seltenheitenkommissionen
     Bestimmungshinweise
       - 
Krähenhybriden
       - 
Schwanzmeisen
       - 
Lautäußerungen Spechte
Aktuelle Nachrichten
Seite :
 
 
1
2
3
4
5
6
7
8
9
>
>|
n/Seite :
Anzahl : 315
 
Mittwoch, 18. September 2019
avinews
„Seltene Vögel in Deutschland 2017“ erschienen

Mit der jüngst veröffentlichten siebten Ausgabe der Reihe „Seltene Vögel in Deutschland“ folgt ein weiterer umfassender Überblick über das Auftreten von Seltenheiten in Deutschland. Kernbeitrag des 68 Seiten umfassenden Heftes ist die Zusammenstellung der Nachweise seltener Vogelarten in Deutschland im Jahr 2017. Neben den Erstnachweisen von Kamtschatkasamtente und Weißbauchtölpel und den dritten Nachweisen von Wüstengrasmücke und Steinortolan sind vor allem auch die ersten Brutnachweise von Brillengrasmücke und Kappenammer für Deutschland bemerkenswert. Diese und mehrere hundert weitere Nachweise werden detailliert und mit zahlreichen Fotos und ergänzenden Grafiken und Karten präsentiert.

Als am 13. Juni 2017 in Nordrhein-Westfalen der erst siebte deutsche Nachweis einer Brillengrasmücke gelang, dachte wohl noch niemand daran, dass wenige Woche später der erste Brutnachweis dieser mediterranen Art dokumentiert würde. Die Entdeckungsgeschichte wird von Armin Kreusel, Micha A. Neumann und Arne Torkler umfassend beschrieben und die Beobachtung in das Auftreten von Brillengrasmücken in Europa nördlich der bekannten Brutgebiete eingeordnet. Hinweise zur Bestimmung insbesondere eben flügger Brillengrasmücken runden den Beitrag ab.

Noch ungewöhnlicher als die Erstbrut der Brillengrasmücke ist der erste Nachweis des Weißbauchtölpels für Deutschland, der am 20. August 2017 nicht an der Nordsee, sondern tief im deutschen Binnenland erfolgte. Auf die Erstbeobachtung um 8 Uhr in den Niederlanden folgte eine Beobachtung um 11 Uhr in der Grafschaft Bentheim sowie eine weitere Beobachtung um 14 Uhr südlich von Bremen. Die unglaubliche Geschichte wird von den Beobachtern Gero Gülker, Günter Niehaus und Thomas Kuppel erzählt, der Nachweis außerdem durch Unterstützung von Patric Lorgé und Christopher König in das Auftreten in Europa eingeordnet sowie die Bestimmung gegenüber weiteren Tölpelarten erläutert.

Das Auftreten seltener Vogelarten ist ständigen Veränderungen unterworfen. Dementsprechend müssen auch die Meldelisten der Avifaunistischen Kommissionen regelmäßig überarbeitet und aktualisiert werden. Nach 2011 und 2015 wurde die nationale Meldeliste der Deutschen Avifaunistischen Kommission zum 1.1.2019 überarbeitet. Gestrichen und in die Obhut der Avifaunistischen Landeskommissionen übergeben wurden Sichler, Triel, Doppelschnepfe, Eismöwe, Taigazilpzalp, Zitronenstelze und Zwergammer. Das Auftreten dieser Arten in Deutschland wird jeweils kurz beschrieben, teilweise durch Grafiken und Karten untermalt. Darüber hinaus wurden gemäß der neuen Artenliste der Vögel Deutschlands (Barthel & Krüger 2018) weitere Veränderungen der Meldeliste vorgenommen, die im Detail erläutert werden. Die vollständige aktuelle Meldeliste bildet den Abschluss des Beitrags.

Die ansprechend gestaltete und reich bebilderte siebte Ausgabe von „Seltene Vögel in Deutschland“ kann zum Preis von 9,80 € zzgl. Versandkosten bestellt werden bei:

DDA-Schriftenversand
An den Speichern 6, 48157 Münster
Tel: 0251 / 2101400
E-Mail: schriftenversand@dda-web.de
Internet: www.dda-web.de/publikationen

Die Reihe ist auch im Abonnement erhältlich. Eine Ausgabe kostet dann 7,50 € zzgl. Versandkosten. Sollten Sie die ersten sechsAusgaben noch nicht kennen, können Sie diese jetzt zum reduzierten Preis von nur jeweils 5,00 € zzgl. Versandkosten oder im Paket für 25,00 € zzgl. Versandkosten erwerben.

Mit dem Erscheinen des siebten Bandes von „Seltene Vögel in Deutschland“ möchten wir Ihnen außerdem auch wie gewohnt den Seltenheitenbericht der letzten Ausgabe „Seltene Vögel in Deutschland 2016“ kostenlos als PDF anbieten. Eine Übersicht der Seltenheitenberichte der DAK finden Sie hier.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Deutsche Avifaunistische Kommission

aufgegeben von Christopher König
 
Freitag, 16. August 2019
avinews
Aufruf: Gezielte Suche nach rastenden Mornellregenpfeifern (Bitte auch Negativkontrollen melden!)

Das Brutgebiet des Mornellregenpfeifers liegt in den Fjällflächen und Tundren von Skandinavien bis Ostsibirien. Während die östliche Population in Vorderasien überwintert, überqueren europäische Brutvögel Zentral- und Südeuropa auf dem Weg nach Nordafrika. Viele Vögel führen dabei vermutlich einen Nonstopzug durch, ein gewisser Teil rastet allerdings regelmäßig an meist traditionellen Rastplätzen. Noch vor wenigen Jahren galt der Mornellregenpfeifer in ganz Deutschland als seltener und unregelmäßiger Durchzügler. Seit Ende der 1990er-Jahre gab es aber durch eine in manchen Gebieten gezielte Suche nach der charismatischen Art einen enormen Erkenntnisgewinn: Zahlreiche bis dahin unbekannte Rastplätze wurden entdeckt und sind mittlerweile fast alljährlich besetzt.

Seit 2011 rufen wir zur gezielten Suche nach Mornellregenpfeifern während des zeitlich eng begrenzten Durchzugfensters von Mitte August bis Mitte September auf. Die zahlreichen Meldungen vor allem über ornitho ergaben den wohl bundesweit bislang besten Überblick über die Rastvorkommen. Dank der Differenzierung vieler Individuen in Alt- und Jungvögel können der jährilche Jungvogelanteil berechnet und so Rückschlüsse auf den Bruterfolg gezogen werden. Die Ergebnisse wurden in den vergangenen Jahren in „Der Falke“ veröffentlicht. Diese Beiträge können Sie hier als pdf herunterladen

Motiviert durch die sehr gute Resonanz der letzten Jahre wollen wir versuchen, auch den Wegzug 2019 möglichst gut zu dokumentieren. Gezielte Hinweise, wie und wo man Mornellregenpfeifer auf dem Herbstzug suchen (und hoffentlich auch finden) kann, finden Sie im Beitrag „Leicht zu übersehen: Herbstrast des Mornellregenpfeifers“ - hier als PDF.

Wann?

Mornellregenpfeifer überqueren Europa auf dem Zug in sehr engen Zeitfenstern. Im Frühjahr zieht die Art in Deutschland in sehr kurzer Zeitspanne und nur geringer Zahl fast ausschließlich im Mai durch, vorjährige Mornells verbleiben wie viele andere Zugvögel meist im Winterquartier. Weit auffälliger ist der Durchzug im Herbst. Hier werden die meisten Individuen im Zeitraum 15. August bis 15. September beobachtet. Einzelne Vögel treten noch bis Oktober auf. Es gilt daher in diesen Wochen ganz gezielt geeignete Habitate zu kontrollieren! Aufgrund des Verhaltens der Vögel sind die Beobachtungsbedingungen am Morgen und Abend am besten. Zu dieser Zeit findet die Nahrungssuche statt, während sich im weiteren Tagesverlauf ruhende, bewegungslose Vögel oft der Entdeckung entziehen. Auch die Chance, gegen Abend abziehende bzw. morgens zur Rast einfallende Tiere oder deren kleinräumige Ortswechsel bei der Suche nach geeigneten Rastflächen zu beobachten, erhöht den Beobachtungserfolg deutlich.

Wo?

Während im Frühjahr vor allem küstennahe Bereiche bevorzugt werden, tauchen Mornellregenpfeifer im Herbst vermehrt an Rastplätzen im Binnenland auf. Bei den Gebieten handelt es sich in der Regel um weithin exponierte, sehr offene und damit an skandinavische Weiten erinnernde Flächen mit kurzer Vegetation. Wurden ursprünglich wohl vor allem Heiden und Brachen aufgesucht, sind heute abgeerntete Felder die Hauptrastplätze. Besonders regelmäßig gelingen Nachweise vor allem auf Ackerflächen auf kargen, windexponierten Hochflächen mit weiter Sicht in Abzugrichtung Süd und Südwest in großräumigen Agrarlandschaften, gerne im oberen Hangbereich an der Südwestflanke kleiner Hügel. Es sollte mindestens ein Stoppelsturz stattgefunden haben, unbearbeitete Getreidestoppeln werden offenbar gemieden. Große Vertikalstrukturen wirken sich negativ aus, wobei Einzelbäume und Erdaufschüttungen toleriert werden. Besonders lohnend kann die Suche direkt nach starken, großräumigen Regenschauern und Gewittern sein, wenn die von der Witterungslage zur „Notrast“ gezwungenen Vögel schnell wieder abziehen und dann besonders auffällig sind. Unter solchen Witterungsbedingungen werden manchmal auch Flächen zur Rast genutzt, die bei guter Witterung keine Beachtung finden, wie z.B. ebene, kleinere Ackerflächen in Waldrandnähe. Die momentan soweit bekannt größten und bedeutendsten Rastplätze für Mornellregenpfeifer in Deutschland sind die nordrhein-westfälische Hellwegbörde im Kreis Soest sowie das Maifeld im Kreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz.

Wie?

Nur selten werden die gerade einmal amsel-großen Mornellregenpfeifer zufällig entdeckt. Erst das genaue Absuchen geeigneter Flächen mit Fernglas oder Spektiv führt in der Regel zum Erfolg. Die Art ist relativ leicht zu bestimmen und kaum mit anderen Arten zu verwechseln (Bestimmungshilfe [ PDF ]). An den Rastplätzen herrscht eine hohe Dynamik, viele Vögel verweilen nur kurz, so dass eine regelmäßige Kontrolle möglicher Rastgebiete mit Angabe des Altersverhältnisses wertvolle Zusatzinformationen zur Anzahl der insgesamt im Gebiet rastenden Vögel liefert. Auch die Kenntnis der Lautäußerungen kann daher hilfreich sein. Beim Abfliegen wird häufig ein trillerndes, für eine Limikole unerwartet tief-melancholisches „pjürrr“ (www.xeno-canto.org/species/Charadrius-morinellus)  geäußert. Mornellregenpfeifer rasten meist in artreinen Trupps, nur selten gemeinsam mit anderen Limikolen (z.B. Goldregenpfeifern). Im Rastgebiet verhalten sie sich in der Regel recht vertraut und verharren selbst auf wenige Meter Abstand. Besonders größere Trupps sind aber mitunter scheu und fliegen schon bei geringen Störungen auf. Wir möchten deshalb noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass jegliche Störungen zu vermeiden sind und der allgemeine Verhaltenskodex unbedingt zu beachten ist!

Bei der Meldung von Mornellregenpfeifern bitten wir um möglichst detaillierte Informationen zu:

  • Beobachtungsort (bitte immer punktgenau eingeben)
  • Uhrzeit (im Datumsfeld, z.B. 15.08.2019 12:00)
  • Alter der Vögel (Bestimmungshilfe [ PDF ])
  • Rasthabitat
  • rastend oder ziehend (unter "Präzisierung der Beobachtung")
  • Bitte auch Negativkontrollen melden!
    Wenn geeignet erscheinende oder in den vergangenen Jahren von Mornells aufgesuchte Flächen kontrolliert, aber keine Vögel gefunden wurden, bitte einen Bestand = 0 eintragen. Für die Interpretation der Verbreitungskarte und die Datenauswertung sind 0-Nachweise eine wichtige Information. Bitte geben Sie dabei den groben Zeitaufwand im Bemerkungsfeld an.

Gerne können Sie weitere Angaben (z.B. zum Verhalten) im Bemerkungsfeld machen oder Fotos der Vögel anfügen.

Eine Bestimmungshilfe mit zahlreichen Fotos und Erläuterungen sowie hilfreicher Literatur bietet das folgende [ PDF ].

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Das Team von ornitho.de

 

Foto: Lukas Thiess.

aufgegeben von Nikolas Prior
 
Mittwoch, 10. Juli 2019
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf das Frühjahr 2019

Das deutliche Niederschlagsdefizit aus dem Vorjahr konnte durch die überdurchschnittlichen Niederschläge Anfang 2019 nicht ausgeglichen werden. Auf einen niederschlagsreichen März folgte bereits wieder ein sehr niederschlagsarmer April. Der Mai war dann schließlich nach dreizehn zu warmen Monaten in Folge wieder etwas kühler als der langjährige Durchschnitt. Zeigen sich Auswirkungen dieser Witterung auf den Vogelzug? Wir haben uns die Ankunft zahlreicher Zugvogelarten einmal anhand der mehr als 2,5 Millionen zwischen März und Mai gemeldeten Daten angesehen. Dabei ließen sich durchaus Muster erkennen. Was sich aber wo entlang der Zugwege wie genau auf die Zugvögel auswirkte, ist wie immer schwer zu sagen.

Vielerorts wurden in diesem Frühjahr besonders zeitige Amselbruten gemeldet. Subjektives Empfinden Einzelner oder ein tatsächlich früherer Brutbeginn als normalerweise? Wir haben uns die Amsel-Meldungen mit Brutzeitcodes genauer angeschaut und 2019 mit den Vorjahren verglichen. Nicht nur hinsichtlich des Brutbeginns der Amsel, sondern auch was die Vergabe der Brutzeitcodes ganz allgemein betrifft, ergaben sich so interessante Ergebnisse.

Unter den Seltenheiten waren einige Arten auffällig zahlreich vertreten. Aber nicht nur die verhältnismäßig vielen Beobachtungen von Gleitaaren, Rötelschwalben und Zitronenstelzen waren bemerkenswert. Unter anderem mehrere Mönchsgeier, ein Kaiseradler, Blassspötter und Samtkopf-Grasmücke ließen die Herzen der Vogelkundler höher schlagen.

Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Frühjahr 2019: Wie verlief die Ankunft der Zugvögel?“ in der Zeitschrift „Der Falke“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren Beiträge mit direktem Bezug zu ornitho.de finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.

Das komplette Falke-Heft 7/2019 mit vielen weiteren Beiträgen, u.a. über den Europäischen Brutvogelatlas, die Vogelwelt von Tschernobyl, das Birdrace 2019, den Schutz von Wiesenbrütern, und den Kuckuck erhalten Sie im gut sortierten Zeitschriftenhandel oder über die Internetseite von „Der Falke“. Die Artikel sind dort neuerdings auch einzeln als PDF-Download gegen eine geringe Gebühr erhältlich.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

das Team von ornitho.de und ornitho.lu

aufgegeben von Christopher König
 
Samstag, 6. Juli 2019
avinews
Erfassung des Alpensegler-Brutbestandes 2019 – Machen Sie mit!

Mitte der 1950er-Jahre siedelte sich der große weißbäuchige Segler spontan in Freiburg im Breisgau an und gründete die seinerzeit weltweit nördlichste Kolonie. Lange blieb die "Schwarzwaldhauptstadt" der einzige Brutort in Deutschland; erst ab Ende der 1980er kam es zu weiteren Ansiedlungen. Inzwischen ist Karlsruhe erreicht und damit der nördlichste Brutplatz. Einzelne Beobachtungen weiter nördlich lassen vermuten, dass entlang des Oberrheins demnächst weitere Ansiedlungen erfolgen könnten. Auch in Bayern haben sie in diesem Jahr einen Sprung nach Norden gemacht: In Memmingen wurden in den letzten Tagen Brutnachweise erbracht. Nach Lindau und Sonthofen der dritte Brutplatz im weiß-blauen Bundesland.

Für die Saison 2019 bitten wir erneut alle Melderinnen und Melder um Hilfe bei der Erfassung. Dabei kommt es besonders darauf an, wo genau die "Weißbäuche" zuhause sind, also exakte Verortung auf der Karte. Bitte benennen Sie die besiedelten Gebäude: Kirche, Schule, Krankenhaus, Behördensitz usw., bei Wohngebäuden Straße und Hausnummer. Bitte geben Sie einen C-Brutzeitcode ein und nutzen Sie bei der Eingabe das Koloniebrüter-Tool!

Die meisten Alpenseglernester sind nicht einsehbar, ob erfolgreich gebrütet wurde, lässt sich jedoch akustisch oft festzustellen. Während der achtwöchigen Nestlingszeit betteln die Jungen bei jeder Landung eines Altvogels; anfangs ein leises Zischen, bei Heranwachsen wird daraus ein lautes Fauchen, das selbst bei Straßenlärm und aus einer Distanz von 20 Metern gut hörbar ist. Mit etwas Übung erkennt man rasch, ob ein- oder mehrstimmig gebettelt wird. Der Juli ist entscheidend, aber auch im August und eventuell sogar noch im September können erfolgreiche Bruten kartiert werden.

Abgesehen von den genannten Orten haben sich in Baden-Württemberg mittlerweile etliche Kolonien etabliert: Waldshut, Lörrach, Tuttlingen, Sigmaringen, Gundelfingen, Emmendingen, Ettenheim, Lahr, Offenburg, Achern, Bühl, Bad Säckingen und Stuttgart. Eine gezielte Nachsuche könnte sich auch in anderen Orten lohnen, wie ganz aktuell das Beispiel Memmingen zeigt.

Wir freuen uns auf Ihre Meldungen und danken Ihnen für Ihre Unterstützung!

Jan Daniels-Trautner und Matthias Schmidt

Foto: Lukas Thiess

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Samstag, 6. Juli 2019
avinews
Felsenschwalben breiten sich in Baden-Württemberg nach Norden aus - suchen Sie mit (auch in den Alpen)!

Bis vor wenigen Jahren waren Felsenschwalben in Deutschland nur in den Alpen zu beobachten. Seit 2007 brüten sie auch im Schwarzwald und haben seither ihr Areal stetig weiter nordwärts ausgedehnt. 16 bis 19 Brutpaare waren es 2017[1] . Mit mindestens vier weiteren Brutpaaren ist die Felsenschwalbe dieses Jahr noch weiter nach Norden vorgedrungen. Durch gezieltes Aufsuchen möglicher Standorte ist der Nachweis dieser vier Brutpaare gelungen. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass weitere Felsenschwalben an geeigneten, noch nicht kontrollierten Standorten vorhanden sind. Durch gezielte Suchen können Sie dazu beitragen, vielleicht weitere Bruten zu finden.

Die Brutplätze befinden sich vor allem in Steinbrüchen, jedoch auch an Naturfelsen und an Bauwerken wie aktuell an einem Bahnviadukt und einem Betonbauwerk an einem Stausee. Für Brut-, wie auch Ruhe- und Schlafplätze sind dabei windgeschützte Strukturen wie Nischen, Spalten, Überhänge, Simse und Höhlungen notwendig. Eine Ansiedlung an Staumauern, (hohen) Steinbauten (Burgen, Ruinen, Klöster, Kirchen, Kapellen, Hotels, Seilbahnstationen, Silos usw.) und gemauerten oder hölzernen Wohnhäusern sowie Scheunen sind in den letzten Jahren von Bulgarien bis Frankreich zumindest regional häufiger geworden, in Bayern teils schon bekannt und daher auch für Baden-Württemberg nicht auszuschließen.

Meist ist die Anwesenheit von Felsenschwalben recht schnell festzustellen. Die Nestersuche kann manchmal etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, ein Spektiv ist hier hilfreich. Bitte auch Negativkontrollen in ornitho.de dokumentieren. 2019 sind bislang zwei Erstbruten in Baden-Württemberg beendet, die meisten Erstbruten sind also noch voll im Gange. Nach dem Flüggewerden werden die jungen Felsenschwalben noch  14 Tage meist außerhalb des Nestes weitergefüttert. Während der Fütterungszeit sind Felsenschwalben am besten zu entdecken. Kurzum: In den kommenden zwei bis drei Wochen können Felsenschwalben deshalb noch recht einfach durch Fütterungen entdeckt werden.

Die Felsenschwalbe ist eine kräftige, gedrungene, überwiegend bräunlich wirkende Schwalbe. Charakteristisch und unverwechselbar sind die kontrastreich abgesetzten schwarzbraunen Unterflügeldecken und die weiße Steuerfederfleckenreihe bei geöffnetem Schwanz. Bei entsprechenden Lichtbedingungen bitte an die Verwechslung mit Mehlschwalbe denken.

Für Ihre Unterstützung bei der Suche dankt

Bettina Maier

PS.: Bitte halten Sie auch in den Alpen nach Felsenschwalben Ausschau und melden alle Beobachtungen und machen – so es Ihre Zeit zulässt – Angaben zur Zahl der Nester. Vielen Dank!


[1] Maier, B.(2018): Bestandsentwicklung der Felsenschwalbe Ptyonoprogne rupestris im südlichen Baden-Württemberg (Deutschland) im Jahr 2017. Die Vogelwelt 138: 123–140

Foto: Bettina Maier

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Mittwoch, 3. Juli 2019
technews
Landesweite Sommer-Gänsezählungen in Nordrhein-Westfalen (13./14. Juli) und Niedersachsen (20./21. Juli)

Auch 2019 wird wieder eine Sommer-Gänsezählung stattfinden, in NRW bereits zum 9. Mal, in Niedersachsen zum 2. Mal. Ziel ist es, landesweite Angaben zu Bestandsgrößen und zur Verbreitung der Gänse im Sommer zu bekommen sowie in möglichst vielen Gebieten Informationen zum Bruterfolg zu ermitteln. In Niedersachsen wird die Erfassung von der Staatlichen Vogelschutzwarte und der Niedersächsischen Ornithologischen Vereinigung (NOV) koordiniert, in NRW von der Nordrhein-Westfälischen Ornithologen-Gesellschaft (NWO). Ähnlich wie 2018 werden bei der Sommer-Gänsezahlung auch alle anwesenden Schwäne erfasst. Es ist also eine richtige "Gänse- und Schwanenzählung" geworden!

Termine

Die Zählung in NRW findet seit jeher am Wochenende vor dem Jagdbeginn auf einige Gänsearten in NRW am 16. Juli statt, d.h. dieses Jahr am 13./14. Juli.

Die Zähltermine in Niedersachsen orientieren sich an der Tide im Wattenmeer. Aufgrund dessen wird dort in diesem Jahr eine Woche später gezählt als in NRW, d.h. am 20./21. Juli 2019.

Die Differenz von einer Woche ist jedoch unproblematisch, da die Gänse zu dieser Jahreszeit recht stationär sind.

Erfassungsmethode

Bei der Sommer-Gänsezählung wird das Standard-Artenspektrum der "Gänse- und Schwanenzählung" erfasst, d.h. alle Gänse und Halbgänse (Nilgans, Rostgans, Brandgans) sowie Schwäne. Die Zählungen sollten zwischen 9 und 18 Uhr durchgeführt werden, da sich zumindest Gänse um diese Tageszeit überwiegend an Gewässern konzentrieren und sich leichter zählen lassen. Schwäne werden einfach während der Gänsezählung miterfasst. Wer am Wochenende keine Zeit hat: Zählungen von Freitag bis Montag werden in die Auswertungen einbezogen. Bitte melden Sie unbedingt auch NULLZÄHLUNGEN (Hinweise s.u.)! 

Wichtig bei der Unterscheidung der Altersklassen: Alt- und Jungvögel (eventuell Pulli) sollen individuell ausgezählt werden, s. unten. Für weitere Einzelheiten und Hilfe bei der Bestimmung der Altersklassen ist ein Leitfaden verfügbar auf den Projektseiten der NOV und NWO.

Übermittlung der Daten

  • Teilnehmer an der WVZ/WWZ bzw. Gänsezählungen benutzen bitte ‒ sofern für Ihr Zählgebiet verfügbar ‒ die Module „Wasservogelzählung“ oder „Rastende Gänse und Schwäne (Feldzählung)“  in ornitho.de zur Eingabe. Beachten Sie allerdings, dass bei einer WVZ dann auch tatsächlich alle Wasservogelarten erfasst werden sollen!  
  • Außerhalb der Zählgebietskulisse (oder wenn ihr Zählgebiet noch nicht in ornitho.de enthalten ist) melden Sie Ihre Zählergebnisse bitte „ganz normal“ als Einzelbeobachtungen über ornitho.de (also in NRW ähnlich wie in den letzten Jahren). Bei Nullzählungen tragen Sie einfach Graugans mit Bestand = 0 ein.
    Wichtig: In der Eingabemaske in ornitho.de unter "Weitere Informationen" bitte als Erfassungsprojekt "SoGaNRW/NI-19" auswählen. Anders als in vorigen Jahren kann das Erfassungsprojekt jetzt auch im Gelände mit NaturaList eingegeben werden. Mit dem Erfassungsprojekt lassen sich die Daten bei der Auswertung einfacher zuordnen. Informationen zum Habitat bitte nachträglich am PC eingeben.
  • Bei der Zählung sollen so gut es geht die Altersklassen getrennt erfasst werden, also adulte Tiere, flügge Jungvögel und nicht-flügge Jungvögel (Pulli). Es ist kein Problem, wenn das nur bei einem Teil des Trupps klappt! Wichtig ist, dass alle Altersklassen eingetragen werden, die Sie festgestellt haben.
    Beispiel: Unter 100 Graugänsen haben Sie 20 flügge Jungvögel und 40 Altvögel differenziert. Sie geben dann als Gesamtzahl 100 und unter den Detailangaben 40x adult und 20x 1. KJ / diesjährig an.
  • Weitere Einzelheiten sind als Infoblatt auf ornitho.de verfügbar. Weitere hilfreiche Informationen zur Verwendung der App finden Sie unter http://www.ornitho.de/index.php?m_id=20033.

Natürlich ist auch der Meldeweg über einen Zählbogen möglich (s. dazu die oben erwähnten Projektseiten).

Mitmachen?

Wer Interesse an einer Mitarbeit hat und in den letzten Jahren noch nicht an der Zählung teilgenommen hat, möge sich in NRW bitte vorab bei Kees Koffijberg von der NWO (kees.koffijberg@t-online.de) melden, so dass Doppelerfassungen möglichst vermieden werden. Für Niedersachsen ist der Ansprechpartner Dr. Markus Nipkow von der Staatlichen Vogelschutzwarte (markus.nipkow@nlwkn-h.niedersachsen.de).

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Kees Koffijberg, Markus Nipkow und das Team von ornitho.de

 

Foto: Hans Glader

aufgegeben von Nikolas Prior
 
Sonntag, 19. Mai 2019
avinews
Beobachtungstipp: Mauserzeit der Graugänse hat begonnen

Wasservögel erneuern wie die meisten Vogelarten alljährlich ihre Schwungfedern. Während die meisten anderen Arten dabei stets flugfähig bleiben, werfen Schwäne, Gänse, Enten, Taucher und Rallen alle Hand- und Armschwingen simultan ab. Für drei bis fünf Wochen sind sie flugunfähig, bis die neuen Schwingen nachgewachsen sind. Deshalb sind sie in dieser Zeit sehr scheu und auf nahrungsreiche, störungsarme Gewässer angewiesen. Viele Individuen suchen alljährlich dieselben Gewässer auf, deren Einzugsgebiete mehr als tausend Kilometer umfassen können. Den Mausergebieten kommt aus Naturschutzsicht auch deshalb eine besondere Bedeutung zu, weil die Mauser der meisten Wasservogelarten im Anschluss an die Brutzeit im Hoch- und Spätsommer stattfindet und damit in die Zeit des höchsten Freizeitdrucks fällt. Mausergebiete benötigen einen besonders strengen Schutz, da sie von überlebenswichtiger Bedeutung im Jahreszyklus von Wasservögeln sind. Zu den international herausragenden Mausergebieten in Deutschland zählen die schleswig-holsteinische Westküste (Graugans, Brandgans, Eider- und Trauerente), die ostholsteinische Seenplatte (Graugans, Schnatter-, Tafel-, Reiher- und Schellente), die Pommersche Bucht in der Ostsee (Trauerente) sowie der Ismaninger Speichersee mit Fischteichen bei München (Schnatter-, Tafel-, Reiher- und Kolbenente).

Die Informationen über die Mausergebiete und den Bestand mausernder Wasservögel sind in weiten Teilen Deutschlands noch lückenhaft. Wir würden uns deshalb sehr freuen, wenn Sie alle diesbezüglichen Beobachtungen melden und vielleicht sogar ihre Exkursionsziele entsprechend wählen würden.

Bereits in den vergangenen Jahren hatten wir dazu aufgerufen, gezielt auf Mausertrupps zu achten und diese über ornitho.de zu melden. Die systematische Sammlung der Informationen brachte dabei wichtige zusätzliche Erkenntnisse und verdeutlichte die wachsende Bedeutung von ornitho.de als ergänzende Informationsquelle für das bundesweite Vogelmonitoring und naturschutzfachliche Fragestellungen. Eine Auswertung der Daten von 2013 können Sie hier herunterladen.

Mauserhöhepunkt Graugans Ende Mai / Anfang Juni
Die Graugans beginnt als erste der hier behandelten Arten mit der Großgefiedermauser. Bereits Mitte Mai können erste flugunfähige Tiere beobachtet werden, um den Monatswechsel Mai/Juni haben die meisten Vögel mit der Schwingenmauser begonnen und in der ersten Juni-Hälfte sind nahezu alle Graugänse flugunfähig. In den kommenden 4 Wochen ist somit der optimale Zeitpunkt, an geeigneten Gewässern mausernde Graugänse zu erfassen. Besonders Gebiete, in denen Sie bereits in den letzten Wochen größere Graugans-Gruppen beobachtet haben, lohnen eine gezielte Kontrolle.
Auffälliges Kennzeichnen mausernder Graugänse ist ihr weißes „Heck“, da die weißen Oberschwanzdecken nicht durch die Handschwingen verdeckt sind. Die Mausergruppen fallen zudem dadurch auf, dass sie dicht gedrängt schwimmen und sich meist in Ufernähe aufhalten (s. Foto).
Die Mausergewässer weisen fast immer Inseln auf, die tagsüber Deckung bieten. Schwungfedern am Ufer sowie von der Wasserseite aus abgefressenes Jungschilf sind deutliche Hinweise auf mausernde Graugänse.
Die beste Erfassungszeit ist abends ab 30 min. vor Sonnenuntergang, da die Gänse in vielen Gebieten oft erst dann ans Ufer kommen, um dort zu fressen. Übrigens: Familien halten sich meist abseits der in der Regel aus Nichtbrütern oder erfolglosen Brutvögeln bestehenden Mausergruppen auf. Erfolgreiche Altvögel mausern während der Jungenaufzucht das Großgefieder.

Ab Mitte Juni folgen Kanadagans, Stock- und Knäkente bei der Schwingenmauser. Ab Juli folgen dann die Höckerschwäne, die übrigen Tauch- und Gründelenten sowie die Lappentaucher.

Eintragung von mausernden Wasservögeln in ornitho:
Bitte beachten Sie bei der Meldung in ornitho Folgendes:

  • Kennzeichnen Sie Beobachtungen Schwingen mausernder Wasservögel unter „Präzisierung der Beobachtung“ durch Auswahl der Option „Mauserplatz“. Die entsprechenden Daten können dann für Auswertungen sehr einfach selektiert werden. Bitte tragen Sie aber „Mauserplatz“ nur dann ein, wenn Sie entsprechende Merkmale erkannt haben (z.B. durch Flügel schlagende Ind.). Große Ansammlungen zur Mauserzeit einer Art reichen als Nachweis noch nicht aus.
  • In der Regel lässt sich nicht ermitteln, wie viele Individuen einer Ansammlung mausern. Tragen Sie deshalb bitte immer die gezählte Gesamtsumme ein und machen ggf. entsprechende Bemerkungen.
  • Familien, die sich oft getrennt von den Mausergruppen aufhalten (z.B. bei Gänsen), tragen Sie bitte separat ein und versehen diese mit speziellen Hinweisen und Brutzeitcodes. Das erleichtert die Auswertung.
  • Für die Interpretation ist es sehr hilfreich, wenn Sie zusätzlich Hinweise im Bemerkungsfeld geben, z.B. zum Verhalten, zum Anteil in Schwingenmauser befindlicher Vögel etc.
  • Falls Sie die Befürchtung haben, dass der Mauserplatz durch Ihre Meldung gestört werden könnte, schützen Sie diese. Die Meldung kann dann nur von Artspezialisten und Regionalkoordinatoren eingesehen werden.

Wir wünschen viele spannende Entdeckungen!
 

Foto: T. Heinicke

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Dienstag, 23. April 2019
avinews
Rotfußfalken im Anflug?

In den vergangenen Tagen häufen sich in den ornitho-Portalen in Frankreich, Italien und der Schweiz die Meldungen von Rotfußfalken, wie die zoombare Karte der aktuellen Beobachtungen eindrucksvoll zeigt. Bahnt sich ein Einflug auch bis nach Deutschland an? Über Ostern gab es im Süden Deutschlands bereits eine Reihe von Beobachtungen (Karte ornitho.de).

Rotfußfalken zeigen einen ausgeprägten Schleifenzug und ziehen – im Vergleich zum Herbst – im Frühjahr deutlich weiter westlich aus Afrika zurück in die osteuropäischen Brutgebiete. In manchen Jahren können sie dabei weit nach Westen verdriftet werden. Beim letzten Einflug 2015 beschränkten sich die deutschen Nachweise letztlich weitgehend auf den Bereich südlich der Donau (Auswertung zum Frühjahr 2015 als PDF). Verschlägt es sie diesmal auch in nördlichere Gefilde?

Viele spannende Entdeckungen während des Frühjahrszuges wünscht

das Team von ornitho.de und ornitho.lu

aufgegeben von Christopher König
 
Mittwoch, 17. April 2019
technews
Eieiei: TopPlusOpen als neuer Kartenlayer verfügbar

Seit heute steht - als kleine Osterüberraschung - mit TopPlusOpen ein neuer Kartenlayer zur Verfügung. TopPlusOpen wird vom Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) kostenfrei zur Verfügung gestellt. Sie ergänzen die in manchen Regionen doch etwas in die Jahre gekommenen Topographischen Karten: Insbesondere im Siedlungsbereich sind die Karten nicht nur auf einem deutlich aktuelleren Stand, sie sind auch sehr detailliert (inkl. Straßennamen und Hausnummern), was exakte Verortungen fortan vereinfacht. Auch überall dort, wo Gebäude, Straßen oder Gewässer neu entstanden (oder verschwunden) sind, vereinfacht der neue Layer die Orientierung und Verortung. Derzeit ist TopPlusOpen in der Webversion von ornitho.de und ornitho.lu eingebunden. Wir arbeiten daran, den neuen Kartenservice demnächst auch über die App NaturaList bereitzustellen.

TopPlusOpen des BKG ist eine frei nutzbare, weltweite Webkarte auf der Basis von freien und amtlichen Datenquellen. Hierzu wurden im BKG viele verschiedene Datenquellen vereint, aufbereitet und miteinander kombiniert, um eine bestmögliche Kartendarstellung zu erzielen. Weitere Informationen zu TopPlusOpen finden Sie auf der Seite des BKG.

Umgesetzt wurde die Einbindung im Rahmen des Forschungs-und-Entwicklungsvorhabens „Beschleunigung des Datenflusses im Vogelmonitoring: Konzeptentwicklung“, das vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert wird.

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Dienstag, 9. April 2019
avinews
EuroBirdPortal: Den Vogelzug durch Europa jetzt tagesaktuell verfolgen!

Wo bleiben unsere Mehlschwalben? Wurden schon Trauerschnäpper beobachtet? Wann kann ich mit den ersten Mauerseglern rechnen? Antworten auf diese Fragen sind ab sofort nur noch wenige Klicks entfernt. Über das EuroBirdPortal (EBP) kann der Vogelzug quer durch Europa künftig über einen LIVE-Viewer verfolgt werden, der heute im Rahmen der Internationalen Fachtagung „BirdNumbers 2019“ der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Das EBP zeigt auf animierten Karten die Verbreitung von insgesamt 105 ausgewählten Vogelarten für weite Teile Europas rund ums Jahr. Bislang ließen sich lediglich zurückliegende Jahre betrachten, nun wurde das Portal technisch so weiterentwickelt, dass die Daten sogar tagesaktuell aus den beteiligten Online-Portalen eingespeist werden – der Vogelzug quer durch Europa lässt sich damit nahezu in Echtzeit verfolgen. Aktuelle Phänomene und Einflüge können so direkt in einem größeren Zusammenhang betrachtet werden – bereits einen Tag nach der Beobachtung. Durch die Beteiligung von derzeit insgesamt 82 Organisationen aus 29 Ländern Europas werden täglich etwa 120.000 Vogelbeobachtungen vom Nordkap bis zu den Kanarischen Inseln und von den Azoren bis zur Osttürkei eingespeist (rund 45 Millionen Beobachtungen pro Jahr). In Deutschland ist ornitho.de der Partner des EBP.

Der neue Live-Viewer ist jedoch nicht die einzige Neuigkeit des Portals. Die animierten Karten sind mittlerweile in der BirdLife Data Zone integriert, einer der größten kostenfrei zugänglichen Quellen für Informationen zu Vögeln. Die BirdLife Data Zone bietet eine Vielzahl von Informationen zu mehr als 10.000 Vogelarten, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf Schutz- und Verbreitungsaspekten liegt (Weitere Informationen).

Darüber hinaus werden die EBP-Daten immer häufiger auch gemeinsam mit anderen Datenquellen ausgewertet. So wurden die Daten mit Ringfunden verschnitten, um das ganzjährige Bewegungsmuster verschiedener Vogelpopulationen darzustellen (Weitere Informationen), und durch die Kombination von EBP- und Radardaten europäischer Wetterstationen lässt sich der Vogelzug künftig vielleicht sogar artweise grob quantifizieren (Weitere Informationen).

Werfen Sie am besten direkt mal einen Blick auf den neuen LIVE-Viewer des EuroBirdPortals und verfolgen Sie z.B. die Ankunft der Mauersegler „live“. Sie werden beeindruckt sein!

aufgegeben von Christopher König
Seite :
 
 
1
2
3
4
5
6
7
8
9
>
>|
n/Seite :
Anzahl : 315
Biolovision Sàrl (Switzerland), 2003-2019