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Mittwoch, 1. Februar 2017
avinews
Zwergschwäne offenbar mit mäßigem Bruterfolg 2016

Die Erfassung des Jungvogelanteils beim Zwergschwan am ersten Dezember-Wochenende ergab unter 2.998 nach Alter differenzierten Individuen einen Jungvogelanteil von 10,5 % in Deutschland. Der Jungvogelanteil bei uns lag in den letzten Jahren durchweg höher als auf Populationsebene. Es ist deshalb davon auszugehen, dass dieser in Nordwesteuropa unter 10 % lag und damit eher gering ausfiel. Darauf deuten auch die noch vorläufigen Zahlen aus den weiter westlich gelegenen Ländern.

Dank des gut etablierten Netzwerks ehrenamtlicher Zählerinnen und Zähler dürfte nahezu der gesamte anwesende Rastbestand erfasst worden sein. Unter Einbeziehung von Daten von zwei Tagen um das Zählwochenende am 3./4. Dezember ergibt sich ein Mindestbestand von rund 3.500 Zwergschwänen. Das sind weniger als im Dezember 2015, als über 4.800 nach Alter differenziert wurden, im Dezember 2013 rasteten Anfang Dezember sogar über 5.300 Zwergschwäne in Deutschland. Beides waren für diese Jahreszeit sehr beachtliche Rastbestände. Der geringere Rastbestand Anfang Dezember 2016 dürfte auf eine kurze Kältewelle vor dem Zählwochenende zurückzuführen sein. Vorher und nachher waren die Bestände in vielen Gebieten höher.

Bei 97 Familien konnte die Anzahl an Jungvögeln ermittelt werden. Die meisten erfolgreichen Altvögel hatten einen oder zwei Jungvögel „im Schlepptau“, es wurden jedoch auch drei Familien mit fünf Jungschwänen entdeckt. Die durchschnittliche Jungenanzahl je Familie lag bei 2,2 Jungvögeln.

Allen Zählerinnen und Zählern sowie Hans-Joachim Augst für die Koordination der Erfassungen in Schleswig-Holstein und Axel Degen für die bundesweite Koordination und Auswertung der Daten gilt unser ganz herzlicher Dank!
 

Zwergschwan-Familie mit drei Jungvögeln. Foto: Hans Glader

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Freitag, 27. Januar 2017
technews
Schutz von Beobachtungen wird weiter verfeinert – dank Ihrer Unterstützung!

Der Schutz der Arten und ihrer Lebensräume hat stets Vorrang vor jeglichen anderen Interessen. In ornitho gibt es deshalb verschiedene Möglichkeiten, um sensible Beobachtungen zu schützen. Geschützte Beobachtungen sind mit einem gelben Schlüsselsymbol versehen und können nur durch den Melder, von den Regionalkoordinatoren eines Kreises sowie von Artspezialisten eingesehen werden. Bislang gab es drei Möglichkeiten, Beobachtungen zu schützen:

  1. Besonders schutzbedürftige oder ausgesprochen sensible Arten werden automatisch ganzjährig oder während der Brutzeit geschützt.
     
  2. Für einzelne (Brut)Vorkommen kann ein gebietsbezogener Schutz eingerichtet werden, d.h. alle Beobachtungen einer Art innerhalb des Gebietes werden automatisch geschützt.
     
  3. Darüber hinaus kann jeder ornitho-Nutzer seine Beobachtungen selbständig unabhängig von der gemeldeten Art generell oder in Einzelfällen schützen.

Ein gezielter, automatischer Schutz von Brutvorkommen fehlte bislang. Das ist fortan möglich: Rückwirkend zum 1. Januar 2017 wurde ein auf Brutzeitcodes basierender Schutz umgesetzt. Dieser erlaubt es uns, je Art einen Brutzeitcode zu definieren, ab dem eine Beobachtung automatisch geschützt wird (z.B. alle C-Codes, um Meldungen sicherer Bruten zu schützen). Das gewährleistet einen generellen Schutz z.B. von Greifvogel-Beobachtungen mit Hinweisen auf ein Brutvorkommen (zu deren manuellem Schutz wir bislang aufgerufen hatten). Alle anderen Beobachtungen, z.B. von ziehenden Greifvögeln, werden jedoch nicht mehr automatisch geschützt.

Das entlastet Sie, da Sie z.B. Greifvogel-Beobachtungen nicht mehr manuell schützen müssen, gleichzeitig werden deutlich mehr Beobachtungen sichtbar. So war der Seeadler bislang generell in der Brutzeit geschützt, d.h. alle Beobachtungen verschwanden vom 1. Februar bis zum 20. Juni unter der „Tarnkappe“ des automatischen Schutzes. Künftig sind alle Beobachtungen öffentlich sichtbar, die sich nicht mindestens auf balzende Vögel beziehen.

Eine Übersicht der automatisch geschützten Arten bundesweit oder gebietsweise, ganzjährig oder in bestimmten Zeiträumen sowie nach Brutzeitcodes finden Sie unter „Welche Arten sind in ornitho.de wie geschützt?“. Ausführliche Hinweise zum Schutz von Beobachtungen und dem Umgang mit diesen in ornitho finden Sie unter „Schutz von Beobachtungen“.

Vielen Dank!

Diese Weiterentwicklung, die auch seitens vieler Beobachterinnen und Beobachter gewünscht wurde, konnten wir dank der Spenden zugunsten von ornitho u.a. im Rahmen des Birdraces, umsetzen. Dafür danken wir allen, die ornitho (nicht nur) im vergangenen Jahr mit einer Spende unterstützt haben, ganz herzlich!

 

Foto: Rotmilanhorst, P. Hess

aufgegeben von Christopher König
 
Mittwoch, 25. Januar 2017
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Herbst 2016

Nach einem hochsommerlichen Septemberbeginn startete der Oktober direkt mit ersten Nachtfrösten und im November schneite es sogar bis ins Flachland. Der Herbst 2016 bot also reichlich Abwechslung. Auch die Vogelwelt wartete mit einigen Überraschungen auf, die wir in unserem Rückblick zusammengefasst haben. Wir konnten dabei auf mehr als 1,1 Millionen Beobachtungen zurückgreifen, die von September bis November bei ornitho.de eingingen.

Recht auffällig war das starke Auftreten von Alpen-, Sichel- und Zwergstrandläufern selbst weit im Binnenland. Wir gehen der Frage nach, ob sich anhand der ornitho-Daten der letzten fünf Jahre „gute“ von „schlechten“ Strandläufer-Jahren unterscheiden lassen und man Rückschlüsse auf den Bruterfolg in der zurückliegenden Brutzeit ziehen kann.

Natürlich darf auch der Rückblick auf eine weitere Limikolenart nicht fehlen: Der Durchzug des Mornellregenpfeifers. Wie ist der Durchzug bzw. die Rast im Vergleich mit den letzten Jahren einzuordnen? Über welchen Zeitraum erstreckte sich der Hauptdurchzug und wie hoch war 2016 der Jungvogelanteil?

Der Durchzug von Kranichen ist auch für erfahrene Ornithologen jedes Jahr wieder ein willkommenes Ereignis. Wieviele Kraniche aber tatsächlich über Deutschland hinwegziehen, ist selbst anhand systematischer Erfassungen kaum zu bestimmen. Für den südlichen, über Hessen verlaufenden Zugweg gab es in diesem Herbst allerdings ungewöhnliche Bedingungen, die zumindest die Ermittlung einer Mindestanzahl ermöglichten: Kaum Nachtzug und günstige Witterung. Alle individuenreichen Zugtage konnten durch systematische Zählungen sowie ergänzende Meldungen auf ornitho.de erfasst werden.

Ein Rückblick auf den Herbst ist ohne Seltenheiten undenkbar – und 2016 lohnt sich dieser Rückblick ganz besonders. Gerade seltene Gäste aus dem (fernen) Osten ließen die Herzen vieler Beobachter höher schlagen. So gelangen Beobachtungen des dritten und seit 1858 ersten deutschen Pazifikpieper in Deutschland sowie des zweiten Östlichen Hausrotschwanzes jeweils auf Helgoland. Das prägende Ereignis dieses Herbstes war jedoch der Einflug sibirischer Bergbraunellen nach Europa. Innerhalb weniger Wochen wurde die Gesamtzahl europäischer Nachweise vervielfacht. Auch in Deutschland gelangen erste Nachweise.

Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Herbst 2016: Strandläufer, Mornells und viele östliche Überraschungen“ in der Zeitschrift "Der Falke" können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren Beiträge mit direktem Bezug zu ornitho.de finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.

Das komplette Falke-Heft 1/2017 mit vielen weiteren Beiträgen, u.a. zum Waldkauz als Vogel des Jahres 2017, zur Vogelbeobachtung im Sultanat Oman und zu Waldwasserläufern können Sie über die Internetseite von „Der Falke“ beziehen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht
das Team von ornitho.de und ornitho.lu

 

Foto: Sichelstrandläufer, C. Plummer

aufgegeben von Christopher König
 
Dienstag, 10. Januar 2017
avinews
Hinweis: Bitte Fotos sorgfältiger auswählen!

Die digitale Fotografie hat die Übertragung von Bildern auf Internetseiten wie ornitho sehr einfach gemacht. An Spitzentagen werden mehrere hundert Fotos hochgeladen. Das freut uns grundsätzlich sehr, da sie die Beobachtungslisten bereichern und die Fotogalerie stetig erweitern, die auch als Unterstützung bei der Vogelbestimmung immer hilfreicher wird. Dennoch möchten wir Sie daran erinnern, v.a. von "Allerweltsarten" nur die besten und ästhetisch schönsten Bilder hochzuladen. Gerne dürfen auch Fotos häufiger Arten hochgeladen werden, doch diese sollten scharf sein und es reichen 1-2 sehr gute Aufnahmen. Die Fotogalerie quillt sonst sehr schnell über und die guten oder interessante Verhaltensweisen zeigenden Fotos gehen unter. Bei weniger häufigen Arten dürfen die Fotos auch von geringer Qualität sein, wenn Sie zur Dokumentation (z.B. von Seltenheiten) notwendig sind oder ungewöhnliche/interessante Verhaltensweisen zeigen. Aber bitte auch hierbei eine Auswahl treffen und auf die zur Dokumentation notwendigen beschränken.

Tipp: Wenn Sie bei der Bestimmung eines Vogels unsicher sein sollten, können Sie uns diese gerne an bestimmungshilfe@ornitho.de schicken. Wir werden uns um eine rasche Antwort bemühen.

Wir möchten zudem noch einmal deutlich darauf hinweisen, dass die hochgeladenen Bilder zwingend von der Beobachtung des gemeldeten Vogels stammen müssen!

Diese und weitere Informationen finden Sie zusammengefasst noch einmal unter: Foto- und Tondokumente in ornitho.de

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Mitarbeit!

Das Team von ornitho.de und ornitho.lu

 

Foto: Mäusebussarde, T. Harbig

aufgegeben von Christopher König
 
Montag, 2. Januar 2017
technews
Bitte beachten: Die Vögel sind nun ein Jahr älter!

Das Alter der Vögel wird in sogenannten Kalenderjahren angegeben. Vögel, die im Jahr 2016 geschlüpft sind, sind damit seit dem 1. Januar 2017 nicht mehr im 1. KJ / diesjährig, sondern nun im 2. KJ / vorjährig. Vögel mit Jahrgang 2015 sind nun im 3. Kalenderjahr etc. Wir möchten Sie bitten, das bei der Altersangabe unbedingt zu beachten.

Herzlichen Dank sagt

das Team von ornitho.de und ornitho.lu

aufgegeben von Christopher König
 
Dienstag, 27. Dezember 2016
tipnews
Internationale Rotmilan-Schlafplatzzählung am 7./8. Januar 2017 – Suchen Sie mit!

Die traditionellen und wichtigsten Überwinterungsgebiete des Rotmilans liegen in Spanien, Portugal und im Süden Frankreichs. Dorthin verlassen uns die meisten bei uns brütenden Vögel zwischen Anfang September und Mitte Oktober.  Doch es ziehen nicht (mehr) alle Rotmilane im Winter nach Südwesteuropa, sondern verbleiben in der Nähe des Brutgebiets und versuchen, den Winter in Mitteleuropa zu verbringen. Und das in steigender Anzahl: So wurden im Januar 2016 in der Schweiz über 3.000 Rotmilane gezählt. Die Anzahlen variieren jedoch beträchtlich von Jahr zu Jahr in Abhängigkeit von Witterung und Nahrungsangebot. Seit den 1950er-Jahren sind Überwinterungen auch in Deutschland bekannt. Hierzulande sind das nordöstliche Harzvorland und das Thüringer Becken sowie vor allem der Südwesten Deutschlands als Fortsetzung des Wintervorkommens in der Schweiz nach aktuellem Kenntnisstand die wichtigsten Überwinterungsregionen.

Seit 2007 Jahren werden in Frankreich und der Schweiz überwinternde Rotmilane gezielt an ihren Schlafplätzen erfasst. Mit Spanien stieß zügig das wichtigste Rotmilan-Land im Winter dazu, nach und nach fast alle Länder in West- und Südeuropa. Inzwischen hat sich das erste Januar-Wochenende als jährlicher Zähltermin fest etabliert. Koordiniert werden die Zählungen von Fabienne David von der Ligue pour la Protection des Oiseaux (LPO) in Frankreich.

Um auch aus Deutschland Daten beitragen zu können, riefen wir im vergangenen Winter erstmals dazu auf, gezielt auf Rotmilan-Schlafplätze im Winter zu achten und diese zu melden. Eine Auswertung der eingegangenen Meldungen ist im Rückblick auf den Winter 2015/16 in „Der Falke“ erschienen. Allen, die sich an der Suche und Erfassung der Rotmilan-Schlafplätze beteiligt haben, gilt unser herzlicher Dank!

Die Ergebnisse machten deutlich, dass wir noch ein Stück Wegs vor uns haben, um einen Überblick über die ungefähre Anzahl in Deutschland überwinternder Rotmilane zu bekommen. Wie auch in den anderen Ländern muss das Wissen um die Lage der Schlafplätze erst allmählich aufgebaut werden. Erfreulicherweise konnten wir in den wichtigsten Bundesländern KoordinatorInnen finden, so dass wir guter Hoffnung sind, mit Ihnen gemeinsam den Kenntnisstand weiter verbessern zu können.

Der offizielle Zähltermin für die internationale Rotmilan-Schlafplatzzählung ist das Wochenende 7./8. Januar 2017. Aber um einen Schlafplatz zählen zu können, muss er zunächst gefunden werden. Deshalb:

Nutzen Sie die Zeit „zwischen den Jahren“ und zu Beginn des neuen Jahres zur Suche nach Rotmilan-Schlafplätzen!

Hierzu sowie zur Zählung der Schlafplätze am ersten Januarwochenende können wir Ihnen folgende Hinweise an die Hand geben:

  1. Als Schlafplatz suchen Rotmilane Waldränder, kleine Wäldchen und Feldgehölze oder auch Baumreihen auf. Oft kommen die Milane Jahr für Jahr in ungefähr das gleiche Gebiet. Der genaue Ort des Schlafplatzes kann aber leicht um ein paar Hundert Meter bis zu ca. einem Kilometer variieren.
     
  2. Bei der Suche nach bislang unbekannten Schlafplätzen geben am späten Nachmittag gerichtet fliegende Rotmilane wichtige Hinweise. Ein etwas erhöhter Beobachtungspunkt ist dabei günstig. Wenn die ungefähre Lage des Schlafplatzes bekannt ist, können Waldränder und Feldgehölze gezielter nach Rotmilanen abgesucht werden.
     
  3. Die Zählung sollte von etwa 30 Minuten vor bis 40 Minuten nach Sonnenuntergang erfolgen, da die Milane in dieser Zeit am Schlafplatz einfliegen (an bewölkten Tagen etwas früher). Das bedeutet zur internationalen Zählung im Januar ab ca. 16 Uhr vor Ort zu sein.
     
  4. Die Fluchtdistanz am Schlafplatz ist recht hoch, halten Sie deshalb einen Abstand von mindestens 250 bis 350 m zum Schlafplatz ein.
     
  5. Vor allem bei größeren Schlafplätzen, ist es gut, am Zähltag mit mehreren Personen vor Ort zu sein. Das ist nicht nur kurzweiliger, sondern auch sehr hilfreich, da der Schlafplatz, um bis zu einen Kilometer von Tag zu Tag variieren kann bzw. sich die Rotmilane auf mehrere Schlafgruppen aufteilen können.
     
  6. Am einfachsten und exaktesten ist es, die einfliegenden Vögel zu zählen. Vor allem, wenn die Rotmilane in Nadelbäumen übernachten, sind sie darin nur schwer oder gar nicht zu entdecken. Die tatsächliche Anzahl wird dann (deutlich) unterschätzt. Insbesondere, wenn sie mit mehreren Personen zählen, protokollieren Sie den Schlafplatzbestand sowie ein- und abfliegende Vögel minutengenau. Das erleichtert die anschließende Auswertung.
     
  7. Bitte melden Sie Rotmilane an Schlafplätzen auf ornitho.de als geschützte Beobachtung (Beobachtungen melden > Weitere Informationen > Häkchen setzen bei „geschützte Beobachtung“) und geben Sie darüber hinaus unter „Präzisierung der Beobachtung“ an, dass es sich um eine Schlafplatzzählung handelt.

 

AnsprechpartnerInnen in einzelnen Bundesländern, denen unser herzlicher Dank für die Unterstützung gilt:

Baden-Württemberg: Marion Gschweng

Bayern: Hans-Joachim Fünfstück

Hessen: Christian Gelpke

Nordrhein-Westfalen: Jens Brune

Sachsen: Winfried Nachtigall

Sachsen-Anhalt: Martin Kolbe

Thüringen: Thomas Pfeiffer

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

Foto: A. Heiland

aufgegeben von Christopher König
 
Samstag, 24. Dezember 2016
technews
Vielen Dank, ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2017!

Mit viel Freude und großem Dank blicken wir auf ein weiteres sehr erfolgreiches ornitho-Jahr zurück. Mehr als 5,5 Millionen Beobachtungen wurden im vergangenen Jahr zusammengetragen, der gesamte Datenschatz wuchs damit auf über 22,8 Millionen Datensätze an! Mehr als 19.000 Nutzerinnen und Nutzer „füttern“ ornitho mittlerweile mit ihren Vogelbeobachtungen. Auch im Jahr 2016 hat sich wieder viel getan: Highlight war der Onlinegang der Wasservogelzählung Ende August. Im Rahmen eines Festaktes in München wurde dieses Tool offiziell freigeschaltet, das nun neben einer Entlastung der Koordinatoren auch ganz neue Möglichkeiten bietet. Auch in der ornitho-App „NaturaList“ gab es eine wichtige Weiterentwicklung: Es lassen sich nun auch Beobachtungslisten bereits direkt aus dem Gelände melden.

Allen, die im zurückliegenden Jahr ornitho mit ihren Beobachtungen unterstützt haben, möchten wir für die große Unterstützung ganz herzlich danken! Die eingehenden Daten werden von mehr als 400 Regionalkoordinatorinnen und Regionalkoordinatoren sowie Artspezialisten gesichtet, die bei Rückfragen auch als Ansprechpartner auf lokaler Ebene zur Verfügung stehen. Ihnen, wie auch den Mitgliedern der Steuerungsgruppen, gilt ebenfalls unser ganz besonderer Dank!

Gaëtan Delaloye und dem Team von Biolovision, das im Hintergrund dafür sorgt, dass ornitho so schnell und zuverlässig läuft, danken wir für den unermüdlichen Einsatz!

Wir wünschen allen Beobachterinnen und Beobachtern ein fröhliches Weihnachtsfest sowie einen gesunden und optimistischen Start ins Jahr 2017 – verbunden mit der Hoffnung, dass dieses auch ornithologisch wieder die eine oder andere schöne Überraschung für Sie bereithält!

Für das Team von ornitho.de und ornitho.lu
Christopher König, Patric Lorgé und Johannes Wahl

 

Foto: H. Glader

aufgegeben von Christopher König
 
Mittwoch, 21. Dezember 2016
tipnews
Komfortabel, engagiert und innovativ auch 2017 – unterstützen Sie uns dabei!

Liebe Vogelbeobachterinnen und -beobachter, liebe Interessierte,

ornitho.de und ornitho.lu erfreuen sich einer großen und stetig wachsenden Beliebtheit. Das gemeinsame Portal für Luxemburg und Deutschland dient immer mehr von Ihnen als digitales Tagebuch, zur Organisation von Erfassungen, als Informationsquelle, als Fotoarchiv. Und es wird immer komfortabler, beispielsweise durch das „Atlas-Tool“ oder die noch einmal weiter verbesserte App. Das alles kostet Sie keinen Cent. Auch Werbung gibt es nur sehr dezent. Das soll auch so bleiben.
Würde zum Beispiel jede registrierte Person 3,65 Euro spenden, d.h. pro Tag eines Jahres 1 Cent, dann wäre ein wichtiger Teil der jährlichen Kosten gedeckt. Wenn Sie mit dem Portal und uns zufrieden sind, dann nehmen Sie sich wenige Minuten Zeit und unterstützen Sie uns, damit ornitho.de und ornitho.lu das bleiben können, was sie sind: komfortabel, engagiert und innovativ.

Vielen Dank!

Foto: Mario Böni

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Mittwoch, 14. Dezember 2016
technews
Was fliegt denn da am Wattenmeer? Aktuelle Beobachtungen per ornitho-QR-Code

Wer Vögel beobachten will, geht raus und beobachtet sie. Aber welche Vögel kommen am jeweiligen Ort aktuell vor? Wüsste man es, könnte man gezielt Orte aufsuchen, an denen viele Vögel oder besondere Arten entdeckt wurden. Für Nutzer von ornitho.de besteht diese Möglichkeit seit dem Start des Portals im Oktober 2011 und ermöglicht Recherchen in deutschlandweit mittlerweile mehr als 22 Millionen Vogelbeobachtungen. Gemeinsam mit der Nationalparkverwaltung Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer wurde nun eine Idee entwickelt und umgesetzt, auch Vogelinteressierten, die das Portal bislang nicht kennen, eine automatisierte Abfrage zu ermöglichen. In einem bundesweit ersten Test können mithilfe von QR-Codes an Schleswig-Holsteins Nordseeküste ab sofort vogelkundliche Daten vor Ort und tagesaktuell abgerufen werden. Damit werden die Beobachtungen für die breite Öffentlichkeit zugänglich.

Im Rickelsbüller Koog, Hauke-Haien-Koog und im Beltringharder Koog sowie auf der Hamburger Hallig und im Katinger Watt hat Nationalparkranger und ornitho-Regionalkoordinator Martin Kühn die quadratischen QR-Codes (QR steht für quick response) mit ihren charakteristischen schwarz-weißen Quadratmustern angebracht. Einen QR-Code-Scanner können Sie kostenfrei auf GooglePlay (Android) oder im AppStore (Apple) auf Ihrem Smartphone installieren. Anschließend einfach die von der Nationalparkverwaltung auf Informationstafeln und Beobachtungshütten angebrachten QR-Codes mit dem Smartphone scannen und schon sieht man, welche Vogelarten an diesem Ort im Umkreis von 1 bis 4 Kilometern in den beiden vergangen Wochen beobachtet und bei ornitho.de gemeldet wurden.

Die neuen QR-Codes sind heute Abend (14.12.) auch im TV zu sehen: Ab 19:30 Uhr in der Sendung „Schleswig-Holstein-Magazin“ im NDR.

aufgegeben von Christopher König
 
Sonntag, 27. November 2016
avinews
Bruterfolg des Zwergschwans 2016: europaweite Erfassung des Jungvogelanteils am 3./4. Dezember

Der Jungvogelanteil in den Trupps überwinternder Gänse und Schwäne ist ein guter Indikator für den Bruterfolg im zurückliegenden Sommer in den arktischen Brutgebieten und – neben der Überlebensrate der Altvögel sowie der Zu- und Abwanderung – ein wichtiger Parameter, wenn es darum geht, die Entwicklung einer Population zu analysieren. Eine der wenigen Gänse- und Schwanenarten, die derzeit einen negativen Bestandstrend aufweist, ist der Zwergschwan. Eine der Ursachen ist ein seit den 1990er-Jahren geringer Bruterfolg. Wodurch das bedingt ist, ist unklar.

Um anhand einer möglichst großen, über das gesamte Verbreitungsgebiet verteilten, repräsentativen Stichprobe Hinweise zum Bruterfolg 2016 zu erhalten, findet am Wochenende 3./4. Dezember wie schon in den vergangenen Jahren eine europaweite Erfassung des Jungvogelanteils beim Zwergschwan statt.

Im Dezember 2015 wurden am Zählwochenende in Deutschland 4.814 Zwergschwäne nach Alter differenziert und ein Jungvogelanteil von 10,0 % ermittelt. Auf europäischer Ebene waren es 9,2 % Jungvögel unter über 11.000 ausgezählten Individuen. 2014 lag der Jungvogelanteil bei 7,8 % (Deutschland: 11,2 %), 2013 mit 13,0 % deutlich höher (D: 14,4 %). Ein höherer Jungvogelanteil in Deutschland im Vergleich zu den weiter westlich gelegenen Überwinterungsgebieten wurde bereits des Öfteren festgestellt.

Das internationale Rundschreiben mit vielen interessanten Hintergründen und Auswertungen finden Sie hier.

Ganz herzlichen Dank allen, die mit ihren Meldungen zu diesen großen Stichproben aus Deutschland beigetragen haben!

Neben dem Jungvogelanteil wäre es wünschenswert, wenn – wie für viele mittlerweile ebenfalls Standard – auch das Nahrungshabitat erfasst werden könnte. Wer etwas mehr Zeit hat und eine interessante Herausforderung sucht, findet diese in der Ermittlung der Familiengröße. Hinweise, wie diese und die anderen Informationen in ornitho.de einzutragen sind, finden Sie untenstehend.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Axel Degen (bundesweiter Koordinator), Jan H. Beekman und Wim Tijsen (int. Koordinatoren)
 

Eintragung von Alter/Geschlecht, Jungvogelanteilen und Nahrungshabitat:

  • Tragen Sie die Informationen zu Alter und Geschlecht in den dafür vorgesehenen Feldern unter den optionalen Informationen ein (und nicht in den Bemerkungsfeldern, die sich kaum auswerten lassen)!
  • Bitte machen Sie immer Angaben zu allen beobachteten Geschlechtern oder Altersklassen. Beispiel: Sie haben einen Trupp von 28 Zwergschwänen nach Alter differenziert und 23 Alt- und 5 Jungvögel ermittelt. Wenn Sie nun lediglich die 5 Jungvögel eintragen, dann kann das bedeuten, dass die übrigen Tiere Altvögel waren, aber auch, dass unter den 28 Vögeln unter anderem 5 Jungvögel beobachtet wurden. Der Rückschluss, alle übrigen sind Altvögel, wäre dann falsch. Solche Datensätze können deshalb bei Auswertungen nicht berücksichtigt werden.
    Ein Grund, weshalb immer wieder nur die Jungvögel oder nur ein Geschlecht angegeben werden, mag darin liegen, dass nur zunächst eine Zeile bei den Details zum Alter und Geschlecht angegeben ist. Um das andere Geschlecht oder weitere Altersklassen anzugeben, klicken bitte auf „weitere Detailangaben anfügen". Alternativ finden Sie darunter ein Feld, über das Sie die Detailangaben sehr schnell und einfach eintragen können. Mit einem Klick in das Feld öffnet sich ein Hinweis, wie die Detailangaben in das Feld eingetragen werden müssen.
  • Bitte vermeiden Sie die Angabe „immatur“, wenn das Alter genauer angegeben werden kann. Für Vögel aus der vorhergehenden Brutzeit verwenden Sie bitte bis zum 31. Dezember eines Jahres die Kategorie „1. KJ / diesjährig“ und ab dem 1. Januar „2. KJ / vorjährig“. Bei Höckerschwänen ist das sogar essenziell, da sich bei diesen Vögel im 2. Winter oft noch von Altvögeln unterscheiden lassen. Wer Altvögel von zwei- bis dreijährigen Vögeln unterscheidet, sollte diese als weitere Kategorie gesondert angeben.
  • Die Altersverhältnisse unterscheiden sich zwischen kleinen und großen Trupps. Kleine Trupps oder einzelne Familien, die sich z.B. bei Schwänen fast auf einen Blick differenzieren lassen, haben durchschnittlich einen höheren Jungvogelanteil. Falls es die Zeit zulässt, differenzieren Sie auch größere Ansammlungen. Diese Informationen sind sehr wertvoll, damit es nicht zu einer Überschätzung des Jungvogelanteils kommt.
  • Machen Sie Altersangaben auch dann, wenn ein Trupp nur aus Alt- oder Jungvögeln besteht! Mitunter hatten wir den Eindruck, dass vor allem Trupps gemeldet wurden, die beide Altersklassen enthielten.
  • Die Familiengröße bei Gänsen und Schwänen ist ebenfalls eine interessante Information. Falls Sie diese ermitteln, geben Sie diese bitte im Bemerkungsfeld wie folgt an: Familien: 3x1, 4x2, 1x5 Juv.

Rast- oder Nahrungshabitat

  • Bei in der Agrarlandschaft rastenden Vögeln (v.a. Gänsen, Schwänen, Kranichen und Limikolen) ist das Rast- oder Nahrungshabitat eine wichtige Zusatzinformation. Falls Sie dieses bestimmen können, tragen Sie es bitte unter den Optionalen Angaben bei "(Rast)Habitat" ein. Im Gegensatz zu Angaben unter „Bemerkungen“ können diese Angaben dann direkt ausgewertet werden. Bei Gänsen und Schwänen unterscheiden sich z.B. die Jungvogelanteile zwischen verschiedenen Habitaten. Auch deshalb ist die Angabe des Habitats wertvoll und wichtig.
  • Bitte machen Sie auch möglichst bei „Präzisierung der Beobachtung“ eine Angabe, so dass eindeutig zwischen rastenden und ziehenden / überfliegenden Vögel unterschieden werden kann. Bei ziehenden Vögeln ist auch die Zeit eine wichtige Information. Diese können Sie direkt hinter dem Datum mit Leerzeichen getrennt angeben, z.B. 23.11.2013 09:00
  • Nicht immer ist die Unterscheidung zwischen „Nahrung suchend“ und „rastend / ruhend“ eindeutig möglich. Im Zweifelsfalle sollten Sie „Nahrung suchend“ eingeben, auch wenn ein Teil des Vogeltrupps zum Beobachtungszeitpunkt ruht. Nicht hilfreich ist es, für einen zusammenhängenden Rasttrupp zwei Datensätze anzulegen, die sich lediglich in der Präzisierung der Verhaltensweise unterscheiden. Gleiches gilt für Anteile eines zusammenhängenden Rasttrupps, die sich über eine Parzellengrenze hinweg bewegen und daher zwei verschiedene Habitate nutzen. Hier sollten sie das vorrangig genutzte Habitat eingeben. Separate Trupps in größeren Gebieten sollten hingegen möglichst mit exakter Lokalisierung getrennt eingegeben und codiert werden.

 

Foto: Jörn Clausen, 8.11.2015, Oppendorfer Fledder

aufgegeben von Johannes Wahl
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