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Samstag, 14. April 2018
tipnews
15. bundesweites Birdrace am 5. Mai – die Anmeldung hat begonnen

In drei Wochen ist es wieder soweit: am 5. Mai steigt das bundesweite Birdrace, zum mittlerweile 15. Mal. Im vergangenen Jahr waren es erstmals über 300 Teams mit über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die 311 Arten beobachteten.

Bei den Regeln bleibt alles beim Alten, mit einer kleinen Erweiterung: Nach dem sie im vergangenen Jahr als Gäste dabei waren, sind Teams aus Luxemburg nun offiziell dabei. Es freut uns sehr, dass die Birdrace-Begeisterung auch das Großherzogtum erfasst hat. Wer noch nie bei einem Birdrace dabei war, findet am Ende der Nachricht weitere Informationen hierzu.

Spendenrennen für ornitho.de und ornitho.lu!
Schon seit dem ersten bundesweiten Birdrace sind die Teams dazu aufgerufen (es ist aber keine Teilnahmevoraussetzung!), Spenden für ein jährlich festgelegtes Projekt zu sammeln. Nachdem für sechs Jahre der bundesweite Brutvogelatlas ADEBAR unterstützt wurde (der in keinem Bücherregal fehlen sollte; zur Leseprobe), fließen die Spenden seit 2010 in den Unterhalt, die Betreuung sowie die Weiterentwicklung von ornitho.de (und somit auch ornitho.lu, denn beide Portale sind technisch eng verbandelt). Das gemeinsame Internetportal, bei dem mittlerweile über 23.000 Personen angemeldet sind, die fast 32 Mio. Beobachtungen gemeldet haben, ist auch dieses Jahr wieder das Spendenprojekt. Wir hoffen, dass es gerade für begeisterte Nutzer von ornitho.de und ornitho.lu ein zusätzlicher Ansporn ist, über die Teilnahme am Birdrace selbst zum Unterhalt und zur Betreuung des Gemeinschaftsprojekts beitragen zu können. Alle Unterstützer der letzten Jahre sind, so sie nicht anonym bleiben wollten, unter „Unterstützung“ auf ornitho.de undornitho.lu genannt.

Welche Art ziert in diesem Jahr die Urkunde?
Seit 2007 wird die Urkunde, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Erinnerung erhalten, von einer Künstlerin oder einem Künstler gestaltet. Für die 15. Auflage konnten wir Harro Maass begeistern, der nicht zuletzt dank seiner teils surrealistisch angehauchten Gemälde vielen von uns vermutlich schon ein Schmunzeln entlockt hat. So vielleicht auch mit dem Bild „Was blubbert das?“, das einen Papageitaucher zeigt. Es ziert somit zum zweiten Mal ein Seevogel die Birdrace-Urkunde. Harro Maass spendet einen handsignierten und nummerierten Sonderdruck des 2017 entstandenen Werks, der unter allen verlost wird, deren Team mindestens 100 Euro für ornitho.de und ornitho.lu eingeworben hat. Einen Überblick über die Künstlerinnen und Künstler, die in den vergangenen zwölf Jahren die Urkunde gestaltet haben, findet sich unter dem Menüpunkt „Birdrace-Künstler“.

Lostrommel ist schon gut gefüllt
Dank großzügiger Spenden von Carl Zeiss Sports Optics, des AULA-Verlags, Christ Media Natur, GEO, König Photobags, Oertl, Orniwelt.de, Lucky Looker, Schwegler, der GNOR, der DO-G, VÖGEL, des Verlags Bastei Lübbe, des rowohlt-Verlags und Butterfly Track ist die Lostrommel in diesem Jahr schon jetzt gut gefüllt. Wir können somit unter allen BirdracerInnen, besonders jenen, die sich beim Einwerben von Spenden engagieren und autofrei unterwegs sind, wieder viele attraktive Preise verlosen.

Zuguterletzt noch ein Hinweis an alle, die noch überlegen, erstmals oder nach vielen Jahren wieder an einem Birdrace teilzunehmen: Macht’s einfach! Denn das Wetter wird sicherlich wieder herrlich. Und wenn nicht? Das Ergebnis ist dasselbe: der Tag wird unvergesslich – so oder so. Also: Anmelden und los geht’s!

Euer DDA-Birdrace-Team

Weitere Informationen und Anmeldung:

Worum geht es bei einem Birdrace?
Für alle, die noch nicht dabei waren: Entgegen der direkten Übersetzung „Vogelrennen“ lassen wir bei einem Birdrace nicht die Vögel rennen, sondern die Beobachterinnen und Beobachter versuchen in Teams von 2 bis 5 Personen innerhalb von 24 Std. so viele Vogelarten wie möglich zu sehen oder zu hören. Das Beobachtungsgebiet kann frei gewählt werden, klare Grenzen sind jedoch v.a. bei mehreren Teams im gleichen Raum wichtig. Hierbei haben sich (Land)Kreise als Einheiten vielfach bewährt. Wer am Ende die meisten Arten entdeckt hat, hat gewonnen. Einen Preis gibt es dafür jedoch nicht, die zahlreichen Sachpreise werden unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern verlost. Schon deshalb betrügt man letztendlich nur sich selbst, wenn man schummelt. Es ist also Ehrensache, dass man sich sportlich fair verhält. Und dass der Schutz der Natur und insbesondere der Vogelwelt dabei an erster Stelle steht, ist selbstverständlich und oberstes Gebot (weitere Regeln s.u.).

Birdrace ist gemeinsames Vögelbeobachten mit viel guter Laune, aber ohne zu schummeln
© Team "St. Pica Pica"

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Donnerstag, 5. April 2018
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Winter 2017/18

Tiefdruckgebiete mit reichlich Niederschlag und wenig Sonnenschein bestimmten das Bild zu Beginn des Winters 2017/18. Im Februar zeigte sich die Sonne dann zum Glück häufiger, dafür wurde es in klaren Nächten aber auch frostig. Insgesamt verlief der zurückliegende Winter dennoch mild. Welche Konsequenzen hatte dies für unsere Vogelwelt und welche besonderen Entwicklungen konnten wir beobachten? Wir haben aus den mehr als 1,3 Millionen innerhalb dieser drei Monate bei ornitho.de eingegebenen Vogelbeobachtungen einige Aspekte aufgegriffen und näher analysiert.

Ganz auffällig war das starke Auftreten von Birkenzeisigen in den vergangenen Monaten. Wir vergleichen die Zahl der Meldungen mit denen der Vorjahre, zeigen regionale Unterschiede auf und gehen auf die schwierige Differenzierung der verschiedenen Taxa ein – denn an dem invasionsartigen Einflug waren nicht nur die hiesigen Alpenbirkenzeisige, sondern vor allem auch Taigabirkenzeisige aus Fennoskandien beteiligt.

Bereits seit 2007 wird in Frankreich mithilfe einer Schlafplatzzählung der landesweite Rotmilan-Winterbestand ermittelt. Inzwischen werden am ersten Januar-Wochenende auch in anderen Ländern Rotmilane erfasst, so seit dem Winter 2015/16 auch in Deutschland. Wir werden einen Blick auf die Ergebnisse des Zähltermins 2018 und versuchen den Gesamtbestand in Deutschland überwinternder Rotmilane abzuschätzen. Die räumliche Verteilung der Beobachtungen und Meldungen von Rotmilan-Schlafplätzen deutet darauf hin, dass es weitere bislang nicht bekannte Schlafplätze gibt.

Auf einen in jeglicher Hinsicht stürmischen Herbst 2017 folgte hinsichtlich der entdeckten Seltenheiten ein eher „gemächlicher“ Winter. Dennoch wurde die eine oder andere bemerkenswerte Art entdeckt. Nicht alle Raritäten waren dabei auf den ersten Blick zu bestimmen. Bei Kiefernkreuzschnäbeln, Polarbirkenzeisigen und Fichtenammern geraten selbst Experten an ihre Grenzen. Der Winter 2017/18 bot ausreichend Gelegenheit zum „Knobeln“.

Den Beitrag „Vogelwelt aktuell: Winter 2017/18: Einflug von Birkenzeisigen, Rotmilane und knifflige Seltenheiten“ in der Zeitschrift "Der Falke" können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren Beiträge mit direktem Bezug zu ornitho.de finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.

Das komplette Falke-Heft 4/2018 mit vielen weiteren Beiträgen, u.a. zur Erfassung von Gebäudebrütern in Landshut, Kleinen Sumpfhühnern, der temporären Vernässung von Grünland und portugiesischen Steppenvögeln können Sie über die Internetseite von „Der Falke“ beziehen. 

Viel Spaß beim Lesen wünscht

das Team von ornitho.de und ornitho.lu

aufgegeben von Christopher König
 
Freitag, 2. März 2018
tipnews
Hinweise zum Thema Greifvogelverfolgung

Obwohl alle Greifvogelarten seit den 1970er Jahren unter strengem Schutz stehen, werden alljährlich zahlreiche Fälle von illegaler Verfolgung bekannt. Da es sich hauptsächlich um Zufallsfunde handelt, ist nach kriminalistischer Erfahrung von einer hohen Dunkelziffer unentdeckter Taten auszugehen. Trotz strenger Schutzvorschriften ist die illegale Greifvogelverfolgung also nach wie vor ein gravierendes Problem.

Seit 2017 werden neben dem automatischen ganzjährigen oder zeitweisen Schutz aller Beobachtungen bestimmter Arten Meldungen sensibler Arten auch ab einem bestimmten Brutzeitcode automatisch geschützt. Dies gewährleistet einen generellen Schutz z.B. von Greifvogel-Beobachtungen mit Hinweisen auf ein Brutvorkommen. Beobachtungen von Durchzüglern oder ohne Hinweise auf Brutvorkommen können jedoch öffentlich angezeigt werden. Weitere Informationen dazu finden Sie im Menü „Schutz von Beobachtungen“.

Das Komitee gegen den Vogelmord e.V. verzeichnet im März und April die größte Zahl von Vergiftungen im ganzen Jahr (rund 40 % aller Fälle). Bereits seit mehreren Jahren werden in diesen Monaten alle dem Komitee gemeldeten Totfunde von Rotmilanen genauer untersucht. Es stellte sich heraus, dass gut 90 % aller im Frühling untersuchten Milane Opfer gezielter Vergiftung wurden.

Wenn Sie in den kommenden Wochen daher tote Rotmilane oder auch andere tote Greifvögel finden, so sollte neben der Meldung bei ornitho.de auch eine Nachricht an das Komitee gegen den Vogelmord erfolgen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Weitere Informationen zum Thema Greifvogelverfolgung liefern die folgenden Links:

 

Foto: J. Halbauer

Viele Taubenzüchter und Jäger sehen in Greifvögeln wie dem Habicht nach wie vor unliebsame Konkurrenten.

aufgegeben von Christopher König
 
Mittwoch, 21. Februar 2018
tipnews
Das Monitoring häufiger Brutvögel startet in die neue Saison – machen Sie mit!

Mit den längeren Tagen sind bei Kleibern, Heckenbraunellen, Meisen und Buchfinken die Frühlingsgefühle nicht mehr zu überhören. Besonders bei schönem Wetter schmettern viele Vögel schon lautstark ihr Lied, um so das Revier gegenüber Artgenossen abzugrenzen. Keine Frage, die Brutzeit hat bei vielen Arten bereits begonnen. Auch bei uns laufen die Vorbereitungen auf die Brutzeit 2018 auf Hochtouren, denn am 10. März beginnt die Kartiersaison des Monitorings häufiger Brutvögel.

Seit 1989 werden die Bestandsentwicklungen aller häufigen Brutvogelarten mithilfe standardisierter Methoden überwacht, um u.a. die Frage „Wie entwickeln sich die Brutbestände weit verbreiteter, häufiger Vogelarten?“ beantworten zu können. Seit 2004 finden die Erfassungen auf bundesweit repräsentativen, 1x1 km-großen Probeflächen statt, auf denen zwischen März und Juni vier Begehungen entlang einer ca. drei km langen Route durchgeführt werden.

Vielfältiger Einsatz der Ergebnisse für den Naturschutz

Die Ergebnisse des Programms werden jährlich im Bericht „Vögel in Deutschland“ fortgeschrieben und fließen in den Indikator „Artenvielfalt und Landschaftsqualität“ der Bundesregierung (BfN) sowie Indikatoren auf europäischer Ebene ein, u.a. den „European Farmland Bird“-Indikator (EBCC), der von der EU-Kommission als Referenz für eine nachhaltige Nutzung der Agrarlandschaft herangezogen wird.

Machen Sie mit!

Der zeitliche Aufwand je Probefläche beträgt für die vier Gebietsbegehungen inkl. Auswertung der Daten 30–40 Stunden. Bundesweit stehen 2.637 Probeflächen zur Verfügung, von denen bereits rund 1.500 vergeben werden konnten. Es gibt somit noch reichlich Beteiligungsmöglichkeiten zwischen Rügen und Bodensee! Wo es freie Probeflächen in Ihrer Nähe gibt und wie diese beschaffen sind, erfahren Sie über das Informationssystem „Mitmachen beim Monitoring häufiger Brutvögel!“ auf der DDA-Website. Am besten Sie sehen direkt einmal nach, denn bis spätestens zum 10. März sollten Sie sich entschieden haben, wenn Sie dieses Jahr noch mitmachen möchten:

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung!

Johanna Karthäuser und Sven Trautmann
im Namen der landesweiten Koordinatorinnen und Koordinatoren

 

Auf den Probeflächen des Monitoringprogramms stehen häufige Arten wie die Goldammer im Mittelpunkt. Foto: M. Schäf

aufgegeben von Christopher König
 
Dienstag, 13. Februar 2018
avinews
Zwergschwäne 2017 fast ohne Bruterfolg

Einen Anteil von 4,2 % Jungvögeln ergab die bundesweite Erfassung des Jungvogelanteils beim Zwergschwan um den 9./10. Dezember 2017. Das ist der mit Abstand geringste Jungvogelanteil, der seit 2011 ermittelt wurde. Bislang lag der Anteil zwischen 10,0 % (2015) und 17,4 % (2012).Seit 2011 beteiligt sich der DDA aufgrund des steigenden Rastbestandes im Frühwinter an der systematischen Erfassung des jährlichen Bruterfolgs der in Nordwesteuropa überwinternden Zwergschwäne.

5.498 Individuen wurden Anfang Dezember in Deutschland nach Alter differenziert. Das ist die größte Stichprobe, die wir bislang beitragen können. Dank des gut etablierten Netzwerks ehrenamtlicher Zählerinnen und Zähler dürfte ein sehr großer Teil des anwesenden Rastbestandes erfasst worden sein. Wir schätzen den Rastbestand für Anfang Dezember 2017 auf mindestens 5.600 Individuen.

Im Rahmen der jeweils Anfang Dezember durchgeführten Zählung wurde 2016 der Bestand auf rund 3.500 geschätzt, 2015 wurden über 4.800 nach Alter differenziert, 2014 waren es rund 3.600. Dass ein so hoher Rastbestand wie Anfang Dezember 2017 kein Einzelfall ist, verdeutlichen die mindestens 5.300 Zwergschwäne, die im Dezember 2013 anwesend waren. Insgesamt hat der Rastbestand im Frühwinter in Deutschland – im Gegensatz zum Gesamtbestand in Nordwesteuropa – seit Anfang der 2000er-Jahre um ein Vielfaches zugenommen. Zuvor hielten sich so früh im Winter nur ausnahmsweise über 1.000 Zwergschwäne bei uns auf; das Gros zog direkt in die Niederlande, nach England und Irland. Erst im Laufe des Winters stiegen die Rastzahlen bei uns allmählich an und erreichten im Februar/März ihr Maximum. Letzteres gilt nach wie vor. Damit kommt Deutschland nun nicht nur im Frühjahr eine besondere Bedeutung zu, sondern während des gesamten Winters. Der Gesamtbestand in Nordwesteuropa überwinternder Zwergschwäne wurde zuletzt mit 18.000 Ind. angegeben.

Anfang Dezember 2017 konnte für 115 Familien die Anzahl an Jungvögeln ermittelt werden. Die meisten erfolgreichen Altvögel hatten einen oder zwei Jungvögel „im Schlepptau“. Familien mit vier oder fünf Jungen wurden – im Gegensatz zu den Vorwintern – am Zählwochenende nicht beobachtet. Die durchschnittliche Jungenanzahl je Familie lag bei 1,6 Jungvögeln (2016: 2,2 Juv./Fam.).

Der Jungvogelanteil bei uns lag in den letzten Jahren durchweg höher als auf Populationsebene. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die in Nordwesteuropa überwinternden Zwergschwäne 2017 praktisch keinen Bruterfolg hatten. Darauf deuten auch die noch vorläufigen Zahlen aus den Niederlanden. Auch von anderen Arten, die im äußersten Norden Eurasiens brüten, wird berichtet, dass der Bruterfolg sehr gering war, etwa bei der Dunkelbäuchigen Ringelgans.

Danke!

Allen an der Erfassung Beteiligten danken wir aufs Herzlichste, insbesondere Axel Degen für die Koordination in Niedersachsen und die schnelle, bundesweite Auswertung der Daten sowie Hans-Joachim August für die Koordination in Schleswig-Holstein!

 

Foto: H. Glader

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Donnerstag, 1. Februar 2018
avinews
Vogelmonitoring leicht gemacht: Erfassung der Brutvögel wird digitalisiert

Naturbegeisterte beobachten zur Brutzeit Vögel, erfassen sie im Smartphone oder Tablet und bereits kurz nach Ende der Brutsaison liegen wissenschaftlich belastbare Angaben zu überregionalen Bestandsveränderungen gegenüber den Vorjahren vor. Noch ist das Zukunftsmusik. Mit einem neuen Forschungsvorhaben will der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), zusammen mit Expertinnen und Experten aus der Schweiz, diesem Ziel näher rücken und die Voraussetzungen dafür schaffen. Das BfN fördert das nun bewilligte Vorhaben aus Mitteln des Bundesumweltministeriums mit einer Viertelmillion Euro. Es endet im Jahr 2019, weitere Projekte zur Umsetzung sollen folgen. 

Mit unserem Projekt wollen wir das Ehrenamt entlasten, indem wir die Möglichkeiten moderner Techniken nutzen. Bislang erfassen Tausende Ehrenamtliche die Daten für das Brutvogelmonito-ring analog auf Papier. Sie werten ihre Beobachtungen händisch aus und schicken sie meist per Post an die regionalen Koordinationsstellen. Das kostet alle Beteiligten viel Mühe und Zeit, bis die Daten schließlich zentral ausgewertet werden können. Mit dem Projekt stärken wir nicht nur die systematischen Vogelerfassungen. Gleichzeitig werden dem Naturschutz wichtige Daten an die Hand gegeben, um künftig schneller auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren“, sagt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel.

Die Grundlage für das Vorhaben hat der DDA mit der Entwicklung des Online-Portals ornitho.de und der Erfassungs-App NaturaList bereits geschaffen. Seit dem Start des Portals im Herbst 2011 können dort schon Gelegenheitsbeobachtungen eingegeben werden. Dies sind jedoch Angaben, die ohne methodische Vorgaben erhoben werden. Das neue Projekt greift die deutlich schwierigere Herausforderung auf, die strengen Standardvorgaben der systematischen Brutvogelerfassungen – Brutvogelmonitoring genannt – auch für Ehrenamtliche gut handhabbar technisch im Portal ornitho.de und der zugehörigen App NaturaList umzusetzen.

Wir sind fest entschlossen, bei der Datenerfassung in den nächsten Jahren einen Quantensprung zu machen. Erste Erfahrungen zeigen, dass die Ehrenamtlichen – unabhängig vom Lebensalter – die neuen Techniken begeistert nutzen. Die Arbeit im Gelände erhält dadurch einen noch höheren Stellenwert, wenig geliebte Arbeiten am Schreibtisch entfallen in Zukunft“, beschreibt Dr. Johannes Wahl, als stellvertretender Geschäftsführer des DDA verantwortlich für ornitho.de, die Potenziale der neuen Techniken.

Damit das System fehlerfrei arbeiten und technisch optimiert werden kann, sollen in dem Forschungsprojekt alle Arbeitsschritte des Monitorings und die eingesetzten Methoden überprüft werden, um mit Hilfe von IT-Lösungen Verbesserungen erreichen zu können. Als erstes Produkt soll die App NaturaList so weiterentwickelt werden, dass die Beobachtungen im Monitoring häufiger Brutvögel direkt im Gelände digital erfasst werden können. Dies erleichtert die weiteren Auswertungsschritte bereits erheblich. Dann kann die Feldlerche tatsächlich als Beobachtung unmittelbar in ihrem Smartphone landen.

aufgegeben von Christopher König
 
Dienstag, 9. Januar 2018
avinews
Ihr guter Vorsatz für 2018? Dem Rotmilan unter die Flügel greifen!

Wählen Sie jetzt „Rotmilan - Land zum Leben“ zum Projekt des Monats Januar der UN-Dekade Biologische Vielfalt! Schnell und unkompliziert. Wir sagen DANKE!

https://www.undekade-biologischevielfalt.de/projekte/projekt-des-monats-waehlen/

Der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) bildet gemeinsam mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL), der Deutschen Wildtier Stiftung (DeWiSt) und Partnern vor Ort das Schutzprojekt „Rotmilan – Land zum Leben“. Kern des Vorhabens ist die Beratung und Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft in neun Modellregionen in sieben Bundesländern: Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Schleswig-Holstein. In den dortigen Projektgebieten werden Landwirte, Waldbesitzer, Kommunen und Landkreise sowie die breite Öffentlichkeit rund um die Möglichkeiten rotmilanfreundlicher Landnutzung beraten. Denn der großflächige Anbau von Kulturen wie Raps und Mais, die zur Brutzeit dicht aufwachsen, erschwert den Rotmilanen die Nahrungssuche für sich und ihre Jungen. Ziel ist daher die Schaffung einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft mit verschiedenen Anbaufrüchten, Blühstreifen, Brachflächen, Grünland, Hecken und Gehölzgruppen. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen. Teilnehmende Landbewirtschafter leisten einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag  zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Der Gewinn der Maßnahmen für den Naturschutz wird übrigens vervielfacht, denn von den Maßnahmen profitieren nicht nur die Rotmilane, sondern viele weitere Agrarvogelarten, Kleinsäuger und Insekten.

Mehr Infos unter www.rotmilan.orgund auf www.dda-web.de/rotmilan.

Seit 2014 werden im Rahmen des DDA-Teilprojektes Rotmilane besendert. Für viele dieser Vögel suchen wir noch Paten! Als Patin bzw. Pate erhalten Sie eine persönliche Patenurkunde und die zweimal im Jahr erscheinende „Rotmilan-Post“ mit Neuigkeiten über „Ihren“ Milan. So erfahren Sie exklusiv, wann das Revier besetzt wurde, wo er sich zur Brutzeit aufgehalten hat und viel Spannendes mehr. Natürlich können auch Geschenk-Patenschaften abgeschlossen werden!

Alle nötigen Informationen und Kontaktdaten rund um die Patenschaftsaktion erhalten Sie unter www.dda-web.de/rotmilanoder 0251/210140-00.

 

Foto: Rosl Rößner

aufgegeben von Christopher König
 
Dienstag, 2. Januar 2018
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Herbst 2017

Während der Sommer 2017 in einigen Regionen ungewöhnlich heiß war, bestimmten im Herbst gerade im Norden Deutschlands starke Stürme und Orkantiefs die Wetterberichte. Dabei wurde auch die Vogelwelt ordentlich durcheinandergewirbelt. Wir berichten in unserem Rückblick auf den Herbst 2017 über Entwicklungen, die unter den knapp 1,3 Millionen von September bis November bei ornitho.de gemeldeten Beobachtungen auffielen.

Der herbstliche Durchzug der Kraniche ist in jedem Jahr ein beeindruckendes Naturschauspiel. Anhand der Meldungen bei ornitho.de lassen sich einzelne Zugtage im Detail nachvollziehen und interpretieren. Sehr auffällig war der Kranichzug am 29. Oktober 2017. Die starken Nordwestwinde führten hier zu einer deutlichen Verschiebung der Zugrouten der Kraniche.

Die Herbst-Stürme 2017 dürften auch für ein ungewöhnlich starkes Auftreten von Skuas entlang der Nordseeküste verantwortlich gewesen sein. Wir schauen uns das Auftreten während der Herbststürme „Sebastian“, „Xavier“ und „Herwart“ an und vergleichen die Situation mit dem Auftreten im Vorjahr.

Auffällig zahlreich waren auch Kernbeißer im Herbst 2017 bei uns unterwegs. Bereits ab Ende August wurden die Finken deutlich zahlreicher als 2014 bis 2016 beobachtet. Doch waren es lediglich besondere Windströmungen oder zogen generell mehr Kernbeißer als sonst durch Mitteleuropa?

Stürmische Zeiten gab es auch bei den Seltenheiten. Bei derart vielen besonderen Entdeckungen und außergewöhnlichen Irrgästen fiel die Auswahl für unseren Rückblick schwer. Wir berichten von Bartlaubsänger bis Wüstengrasmücke und vergessen dabei auch Feldrohrsänger, Maurensteinschmätzer, Rostflügeldrossel oder Wanderlaubsänger nicht.

Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Herbst 2017: Stürmische Zeiten für Kraniche, Skuas und Kernbeißer“ in der Zeitschrift "Der Falke" können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren Beiträge mit direktem Bezug zu ornitho.de finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.

Das komplette Falke-Heft 1/2018 mit vielen weiteren Beiträgen, u.a. zum Star als Vogel des Jahres 2018, Steinhühnern, der Ausweisung neuer Schutzgebiete für den Löffelstrandläufer, einer Reise zu Neuseelands Subantarktischen Inseln und einem Rückblick auf eine Internationale Fachtagung zum Thema Offshore-Windkraft können Sie über die Internetseite von „Der Falke“ beziehen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht
das Team von ornitho.de und ornitho.lu

 

Foto: Kernbeißer, T. Hinsche

aufgegeben von Christopher König
 
Montag, 1. Januar 2018
technews
Bitte beachten: Die Vögel sind nun ein Jahr älter!

Das Alter der Vögel wird in sogenannten Kalenderjahren angegeben. Vögel, die im Jahr 2017 geschlüpft sind, sind damit seit dem 1. Januar 2018 nicht mehr im 1. KJ / diesjährig, sondern nun im 2. KJ / vorjährig. Vögel mit Jahrgang 2016 sind nun im 3. Kalenderjahr etc. Wir möchten Sie bitten, das bei der Altersangabe unbedingt zu beachten.

Herzlichen Dank sagt

das Team von ornitho.de und ornitho.lu

aufgegeben von Christopher König
 
Sonntag, 24. Dezember 2017
technews
Vielen Dank, ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2018!

Wir blicken mit viel Freude und großem Dank auf ein weiteres sehr erfolgreiches ornitho-Jahr zurück. Mit knapp 6 Millionen Meldungen wurden 2017 noch einmal deutlich mehr Beobachtungen zusammengetragen als im Vorjahr. Der gesamte Datenschatz wuchs damit auf über 29 Millionen Datensätze an!

Mehr als 22.000 Nutzerinnen und Nutzer „füttern“ ornitho mittlerweile mit ihren Vogelbeobachtungen. Die Ergebnisse der Wasservogelzählungen können inzwischen für über 2.500 Zählgebiete über ornitho.de eingegeben werden (und zusammen mit den Koordinatorinnen und Koordinatoren arbeiten wir daran, dass bald alle ihre Zählergebnisse via ornitho übermitteln können). Ein riesiger Fortschritt, an dem sich sowohl Zähler als auch Koordinatoren mit großem Engagement beteiligen.
Wir freuen uns bereits auf das kommende Jahr, in dem wir unser gemeinsames Portal im Rahmen von zwei spannenden Projekten u.a. im Bereich der Brutvogelerfassungen sowie der Kartendarstellungen weiterentwickeln können.

Allen, die im zurückliegenden Jahr ornitho mit ihren Beobachtungen unterstützt haben, möchten wir für die große Unterstützung ganz herzlich danken! Die eingehenden Daten werden von mehr als 400 Regionalkoordinatorinnen und Regionalkoordinatoren sowie Artspezialisten gesichtet, die bei Rückfragen auch als Ansprechpartner auf lokaler Ebene zur Verfügung stehen. Ihnen, wie auch den Mitgliedern der Steuerungsgruppen, gilt deshalb unser ganz besonderer Dank!

Gaëtan Delaloye und dem Team von Biolovision, das im Hintergrund dafür sorgt, dass ornitho so schnell und zuverlässig läuft, danken wir für den unermüdlichen Einsatz!

Wir wünschen allen Beobachterinnen und Beobachtern ein fröhliches Weihnachtsfest sowie einen gesunden und optimistischen Start ins Jahr 2018 – verbunden mit der Hoffnung, dass dieses auch ornithologisch wieder die eine oder andere schöne Überraschung für Sie bereithält!

Für das Team von ornitho.de und ornitho.lu
Christopher König, Patric Lorgé und Johannes Wahl

 

Foto: Höckerschwan, A. Heiland.

aufgegeben von Christopher König
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Biolovision Sàrl (Switzerland), 2003-2018